Die Finanzwelt zahlt Millionen für ESG-Siegel – ein Doktorand zeigt, was sie taugen
Nachhaltiges Investieren ist aus der Mode gekommen, und ausgerechnet jetzt legt Jan Heldmann 262 Seiten vor, die zeigen, was daran funktioniert und was nicht.
Der frisch promovierte Finanzwissenschaftler hat für seine Dissertation an der Universität Bayreuth fünf ESG-Rating-Anbieter, nachhaltige MSCI-Indizes und tausende mögliche Portfoliokonstruktionen durchgerechnet. Sein Befund ist zweigeteilt: Nachhaltigkeit und Rendite sind kein Zielkonflikt. Aber ESG-Ratings taugen als Renditesignal kaum etwas.
Im Gespräch mit Malte Dreher erklärt Heldmann, warum große Unternehmen fast automatisch bessere Scores bekommen, warum die Rating-Welt heterogen bleiben wird und wie sich über 60 Prozent CO2 aus einem Portfolio nehmen lassen, bei nur 0,64 Prozent Tracking...