#40 - Hagen Stanigel, gilt die Regel „100 minus Alter" noch?
Shownotes
Gast dieser Episode: Hagen Stanigel, Geschäftsleiter, Berater und Finanzplaner bei der IS Finance AG in Potsdam
Über IS Finance AG: Die IS Finance AG wurde 2009 von Jörg Steinbach und Thomas Richter gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Potsdam bietet Vermögensverwaltung und Anlageabschlussvermittlung für vermögende Privatkunden.
Über Hagen Stanigel:
Seit 30 Jahren in der Finanzbranche tätig 2001 Wechsel von der Bank in die Selbstständigkeit Seit 2016 bei IS Finance AG Privat: Seit 30 Jahren mit seiner Partnerin zusammen, zwei Kinder, leidenschaftlicher Union-Berlin-Fan
Themen der Episode:
- Der Weg von der Bank in die Selbstständigkeit
- Schlanke Strukturen durch frühe Digitalisierung
- Wie KI den Beratungsalltag revolutioniert – und wo sie an Grenzen stößt
- Warum Kunden heute gelassener auf Marktvolatilität reagieren
- Das Ende der Regel „100 minus Alter"
- Von Portfoliooptimierung zu ganzheitlicher Beratung
- Private Markets für Privatkunden
- Corona als Wendepunkt: Weniger persönliche Treffen, mehr Video-Calls
- Der dramatische Nachwuchsmangel in der Finanzbranche
- Warum Stil wichtiger ist als Krawatten
Weiterführende Links:
Website IS Finance AG: https://www.isfinance.de/ LinkedIn Hagen Stanigel: linkedin.com/in/hagen-stanigel-92b980176?originalSubdomain=de
Über "The Portfolio People": Der Podcast für alle, die die Menschen hinter den Zahlen kennenlernen wollen. Wir sprechen mit Entscheidern aus Asset Management, Private Banking und Wealth Management über ihre Strategien, ihre Herausforderungen und ihre Visionen für die Zukunft der Finanzbranche.
Host: Christoph Fröhlich Produktion: DAS INVESTMENT Aufnahmeort: Hotel Telegrafenamt Berlin, Private Banking Kongress 2025
Transkript anzeigen
00:00:00: Na, ich würde mal so sagen, also dieser alte Regel, die es mal gab, mit zunehmend alter, weniger Aktien in den Depots, würde ich aus meiner Brille behaupten, diese Regel liebt es nicht mehr.
00:00:20: Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer.
00:00:22: Heute sprechen wir Beberufe, die aussterben.
00:00:25: Finanzberater, Vermögensverwalter, Bankkaufleute.
00:00:29: Wer auf Kongressen bei uns unterwegs ist, der weiß, Die Branche hat einen Überalterungsprozess, wie mein heutiger Gast Hagens Stanigel es nennt.
00:00:38: Und er muss es wissen, denn er ist seit dreißig Jahren dabei.
00:00:42: Aber Hagen ist kein Pessimist.
00:00:44: Im Gegenteil, er hat vor über zwanzig Jahren die Bank verlassen, um, wie er es nennt, frei zu sein.
00:00:50: Und um Kunden so zu beraten, wie er es für richtig hält.
00:00:54: Und heute führt er mit zwanzig Beratern und nur zweieinhalb Backoffice-Kräften einen schlanken Vermögensverwalter in Potsdam.
00:01:01: Wie das geht!
00:01:02: werden sich jetzt einige von Ihnen fragen.
00:01:04: Künstliche Intelligenz, frühe Digitalisierung und die Erkenntnis, dass der Mensch niemals ersetzt werden kann, zumindest nicht im Beratungsgespräch.
00:01:13: Es ist ein Interview über Freiheit und Verantwortung, über Technologie und Menschlichkeit, über den Wert von Stil und die Sorge um die nächste Generation.
00:01:22: Lehnen Sie sich zurück, hier ist The Portfolio People mit Hagens Stanigl von der IS Finance AG.
00:01:29: Risiko-Hinweis.
00:01:30: Die Inhalte dieses Podcast beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung.
00:01:36: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
00:01:38: Und jetzt geht's los.
00:01:42: Hagen, wir sind hier in der Lobby vom Hoteltelegrafenamt im Berlin Private Banking Kongress und ich nutze die Gelegenheit, um mit dir auch mal zu sprechen so über das ganze Spannungsfeld der Beratung zwischen Mensch, Markt und Maschine.
00:01:53: Aber bevor wir da jetzt einsteigen, stell dich doch mal kurz vor, wer bist du, was machst du und was ist dir bei deiner Arbeit besonders wichtig?
00:02:01: Das sind ja gleich mehrere Fragen auf einmal.
00:02:02: Jetzt muss ich mir die auch noch merken.
00:02:04: Wer bist du?
00:02:04: Also, wer bin ich?
00:02:05: Mein Name ist Hagen Stanigl.
00:02:07: Ich bin privat zuallererst glücklich mit meiner Frau seit dreißig Jahren zusammen.
00:02:13: Warum sage ich nicht verheiratet, weil ich nicht bin?
00:02:16: Wir haben zusammen zwei Kinder.
00:02:18: Wir sind glücklich miteinander seit dieser Zeit.
00:02:21: Das ist erstmal privat.
00:02:22: Ich bin mega sportinteressiert.
00:02:24: Also alles, was mit Sport zu tun hat.
00:02:27: Sport in Sachen Fußball.
00:02:29: Man kennt mich.
00:02:29: Ja, man nennt mich, unter anderem ruft man mich nicht bald mit Tagen Starnil, sondern Aeoniona.
00:02:36: Ja, aber mein Sohn spielt Handball, habe auch ein großer Vorlieber für Handball, bin deswegen auch beim Vorfall Potsdam im Netzwerk jetzt dort drin.
00:02:43: Aber natürlich jetzt auch das berufliche.
00:02:45: Ich erwähnt eben schon Potsdam.
00:02:47: Ich bin Geschäftsleiter der IS Finance AG, Vermögenswalter und Haftungsdach aus Potsdam.
00:02:53: Aber ich bin nicht nur Geschäftsleiter, sondern auch Berater, Finanzplaner.
00:02:57: Ja.
00:02:57: Erzähl mal ein bisschen EIS Finance.
00:02:59: Was macht ihr so?
00:02:59: Wer sind eure Kunden?
00:03:00: EIS Finance ist ein Unternehmen, was im Jahr zwei Tausendneun gegründet wurde von den Kollegen Jörg Steinbach und Thomas Richter.
00:03:09: Ich bin mit meiner Wenigkeit im Jahr zwei Tausendundsechzehn dazugekommen.
00:03:13: Die drei kannten uns vor Jahr von der SRQ Finanzpartner AG, jetzt FINOM, Private Finance.
00:03:19: Haben beschlossen, noch einmal etwas Gemeinsames zu tun.
00:03:22: Was wollen wir gemeinsam tun?
00:03:23: Wir sind also ein Unternehmen, was sowohl Vermögensverwaltung aus eigener Hand und Anlageabschlussvermittlung aus eigener Hand anbietet.
00:03:30: Wir sind inzwischen zwanzig Beraterinnen.
00:03:33: Was?
00:03:33: Echt großer Laden denn?
00:03:34: Ja,
00:03:34: zwanzig Beraterinnen arbeiten nur mit zweieinhalb, wenn man dazu sagen darf, Backoffice-Kräften.
00:03:40: Und was sind unsere Kunden?
00:03:42: Vermögende Privatkunden und die, die jetzt werden wollen.
00:03:44: Jetzt hast du ja gerade schon gesagt, was du alles machst, selber Berater, auch Geschäftsführung und Co.
00:03:49: Wenn du dich selbst in einem Satz beschreiben müsstest, Berater, Strategie, Zuhörer, Übersetzer, was ist deine Rolle?
00:03:56: Meine Rolle ist, glaube ich, Menschen glücklich zu machen, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich.
00:04:02: Also ich liebe Menschen, ich liebe es neue Menschen kennenzulernen und ich liebe es, wenn Menschen mir helfen können und ich ihnen, das kann das so ein bisschen beschreiben.
00:04:12: Das
00:04:13: ist eine sehr schöne Rolle.
00:04:14: Wenn du jetzt mal die vergangenen zwölf Monate aus Berater Sicht beschreibst, waren das jetzt eher so ruhige Gewässer oder schon eher so Hochzeitage?
00:04:22: Ja, es kommt auf immer welche, was man mit Hochzeitagen verbindet, ja?
00:04:25: Also,
00:04:26: frohe Wellen, tiefe Täler.
00:04:28: Nein, nein, nein.
00:04:29: Also, ich glaube, wir haben es insgesamt, also nicht nur auf die zwölf Monate bezogen, haben wir es, glaube ich, in den letzten Jahren relativ ruhig, würde ich so sagen.
00:04:39: Weil, was meine ich damit auch, wenn die Kapitalmärkte manchmal verrückt spielen?
00:04:44: Das war vor fünf Jahren noch eine ganz andere Geschichte.
00:04:47: Da hat man wirklich mal den Corona,
00:04:49: meinst du.
00:04:50: Nicht nur Corona, also auch so, nehmen wir mal die Flugzeuge, die in die Türme geflogen sind.
00:04:54: Ein bisschen länger her als fünf Jahre, aber ja.
00:04:56: Ja, ja,
00:04:56: ist okay.
00:04:56: Aber das ist eben die Thematik, wo ich sage, da hast du die Wellen, die an den Kapitalmärkten hochgestoßen sind, da hast du natürlich auch von den Kunden volle Breizeheter bekommen.
00:05:09: Und wenn ich jetzt auf die letzten zwölf Monate zurückgehe,
00:05:13: ruhe.
00:05:13: Also das heißt, wenn der Trump im Rosengarten seine Riesenzoll-Dafel zeigt, da klingelt bei dir kein Telefon mehr.
00:05:19: Nein, wir klingeln bei den Kunden durch.
00:05:21: Es hat sich echt in diese Richtung sehr ruhig entwickelt.
00:05:27: Die Kunden sind gelassener geworden.
00:05:28: Die wissen inzwischen, was Aktienmärkte bedeuten oder Kapitalmärkte.
00:05:33: Ja, natürlich ruft mal der ein oder anderen an, aber es ist, es hört sich wirklich, es ist eine ruhige Seeung, mal in deinem Sprach gebrochen zu bleiben.
00:05:39: Aber was nimmst du denn bei den Kunden gerade so wahr?
00:05:42: Nimmst du da mehr insgesamt?
00:05:44: Trotz allem, wenn wir sind in der Welt, wo die zunehmend wieder in geopolitische Blöcke zerfällt oder sich ordnet, sagen wir mal viel mehr, wir haben alle Indizes, sind irgendwie auf Rekord hoch gefühlt, also Bitcoin, Gold, DAX, S&P, Five hundred, alles knackt, irgendwie jede Woche gefühlten Rekord.
00:06:01: Wenn du da die Kundenbrille aufnimmst, siehst du da mehr, mehr so Zuversicht, mehr Vorsicht, haben die mehr Fragen.
00:06:07: Wie hat sich das so verändert jetzt in diesem Umfeld?
00:06:08: Das ist ja auch nicht normal, dass alles dauernd ein Rekord hat.
00:06:11: Ich weiß nicht, ob Zuversicht, Vorsicht oder was halt das nochmal als drittes gesagt?
00:06:18: Na, einfach Fragen.
00:06:18: Ja,
00:06:19: Fragen.
00:06:19: Ich weiß nicht, ob das so die, ob das ausreicht.
00:06:23: Ich glaube, die Kunden, mit denen wir zu tun haben, sind genau die Kunden, die sich mit diesem Themen... Also was zumindest die Finanzmärkte beschäftigt, sind die gelassen, deswegen haben die uns.
00:06:33: Also wir sprechen eher mit den Kunden über die schönen Dinge des Lebens.
00:06:36: Also wer hat der Fußballverein gespielt?
00:06:40: Wir sind Großeltern geworden.
00:06:41: Was können wir denn für die Kinder machen?
00:06:44: Also überhaupt, wir reden kaum, kann ich ein kleines Beispiel sagen.
00:06:48: Gestern Abend wieder bei Kunden, die wissen ja, ja, du hast die Probe.
00:06:53: Wie können wir denn für unsere Kinder machen?
00:06:55: Und ja, wie können wir das zusammen besten machen?
00:06:58: und... Ach so, Mensch, Testament haben wir es noch nie mit beschäftigt.
00:07:03: Das sind so die Dinge.
00:07:04: Also wir haben, glaube ich, jetzt mit einer Kundengruppe zu tun, wo andere Themen wichtiger sind.
00:07:10: Also wie kriege ich mein Vermögen ordentlich verteilt?
00:07:15: Was kann ich mir noch selber leisten?
00:07:17: Ich schätze mal von acht Kunden oder von zehn Kunden, das sind acht nicht, wo der Dach steht oder der S&P.
00:07:24: Weil, da vertrauen die uns.
00:07:25: Klar, das
00:07:25: ist ja auch egal, aber das heißt für dich ist er gar nicht so.
00:07:28: die, wie ist das Deport aufgebaut, sondern wie strukturierst du das ganze Vermögen, wie gibst du es weiter, so die Sachen werden wichtiger?
00:07:35: Absolut, absolut, ja.
00:07:38: Sind die Kunden jetzt trotzdem eher so, dass sie ran treten und sagen, Mensch, mach mal ein bisschen defensiver, weil gerade irgendwie viel los in der Welt, das ist jetzt nicht besonders erbaulich, wenn man die Tagesschau anmacht, oder ist denen das auch völlig egal?
00:07:49: Na, ich würde mal so sagen, also dieser alte Regel, die es mal gab oder die aufgestellt wurde, mit zunehmend alter, weniger Aktien in den Depots, würde ich aus meiner Brille behaupten, diese Regel gibt es nicht mehr.
00:08:02: Under Minusalter war ja mal dieser, aber das ist ja auch krass.
00:08:04: Genau, gibt es
00:08:04: nicht mehr.
00:08:05: Hat auch damit zu tun, weil die Leute natürlich wissen, wenn ich mein Geld auf ein Tagesgeld oder auf ein fetzwärtssicher Wertpapier liegen lasse, zum einen gibt es kaum Zinsen.
00:08:18: Zum Zweiten.
00:08:19: Das haben die Leute schon mitgekriegt, was bei Jahrzehntzweiundzwanzig los war.
00:08:22: Weil da hat sie nicht nur die Aktienmärkte getroffen, sondern auch die Rentenmärkte.
00:08:25: Klar.
00:08:25: War egal, was du für ein Portfolio hattest, das ging alles runter.
00:08:28: Absolut.
00:08:28: Und von daher, also diese Regel ist, die gibt es nicht mehr.
00:08:32: Die Leute sind interessieren sich immer mehr dafür.
00:08:35: Für das Thema, ach, mit Aktien.
00:08:37: Und das wollte ich ja immer schon mal machen.
00:08:38: Und ja, natürlich können wir das machen.
00:08:40: Und dann sind wir, also wir sind da eher die Bremsen und sagen, na ja, machen wir ein bisschen vorsichtig.
00:08:45: Lassen wir mal ein bisschen was auf der Säte liegen, etc.
00:08:47: Aber wenn du sagst, die Kunden, die interessiert überhaupt nicht, wo der DAX ist und so, das fäheln darf, dafür haben die auch dich.
00:08:53: Aber du musst dir ja diese Gedanken machen, wie ist denn gerade der Markt aufgestellt?
00:08:57: Du überlegst dir genau, bei dem Kunden verteile ich das so, der andere hat vielleicht noch länger noch Horizont, das gehst du anders an.
00:09:02: Wie balancierst du den zum Beispiel aktuell?
00:09:04: Liquid- und Illiquid-Anlagen?
00:09:06: Also Fungus, ETS auf der einen Seite, dann Private Markets, ein großes Thema und unser Orange auf der anderen Seite.
00:09:10: Wie guckst du da drauf?
00:09:13: Das ist wirklich gar kein Thema.
00:09:15: Doch, doch, doch.
00:09:16: Ich glaube, das rückt jetzt wieder in den Fokus.
00:09:18: Seig jetzt mal so, ja.
00:09:20: Also wir sind ja nicht nur als ISV, nicht nur der Vermögenshalter für, der sich mit Wertpapieren beschäftigt, sondern wir sagen, ja, unser Credo ist ja ganzheitliche Beratung.
00:09:30: Also wo auch immer mehr Nachifrags sind, sind die Themen wie Immobilie, ja, das Thema Private Markets kommt jetzt, weil das war natürlich dem, ich sag jetzt mal, normalen Läger
00:09:42: nicht möglich.
00:09:43: Oder nur sehr schwer.
00:09:44: Ja.
00:09:45: Jetzt haben wir ja Möglichkeiten da etwas zu tun.
00:09:48: Aber jetzt wird ja kein Kunde zu dir kommen, also außer der liest einen ganzen Tag Wirtschaftspresse und sagen, Mensch, Hagen, so ein L-Tiff hätte ich auch mal gern.
00:09:55: Das ist ja blödsinn.
00:09:56: Kein Kunde fragt nach dem L-Tiff wahrscheinlich.
00:09:58: Aber du selber kannst ja schon überlegen, da ist ein Kunde, der hat eine, weiß ich nicht, eine siebenstellige, nachstellige Summe.
00:10:03: Vielleicht ist das, bevor man da noch ein bisschen mehr an den ETF schichtet oder einen Fond.
00:10:06: Vielleicht ist ein kleiner als Beimischung sinnvoll.
00:10:09: Ist das für dich?
00:10:09: beschäftigst du dir schon sehr aktiv mit oder ist das noch so ein... Das guckst du dir mal an.
00:10:14: Nein, ich beschäftige mich aktiv mit dem Thema Private Markets.
00:10:16: Also nicht mit dem Elthilf.
00:10:18: Da habe ich eine persönliche gesonderte Meinung dazu.
00:10:21: Da würden wir, glaube ich, noch einen neuen Podcast machen müssen.
00:10:24: Weil wie bei jeder Sache auf dieser Welt gibt es... zwei Meinungen.
00:10:30: Du sprachst an, dieses Thema Private Markets, weil da gibt es jetzt, ich sag jetzt mal, Anbieter am Markt, wo man eben auch mal an solchen Sachen wie Steps Store und Carlyle etc.
00:10:38: teilnehmen kann.
00:10:39: Das interessiert mich schon und das beschäftigt ich auch und da kann man auch mal mit den Kunden ins Gespräch gehen, weil unser Credo ist, wir wollen für unsere Kunden unter ihren Aspekten einen vernünftigen Attracker wünschen, den sie sich wünschen, nicht wir so eine.
00:10:52: Sie?
00:10:53: Und wir haben die Aufgabe, einfach dann eben auch die Dinge mit denen so zu sprechen, wie sie es wünschen.
00:10:58: Vor allen Dingen kommt es ja noch dazu, muss man auch dazu sagen, Christoph ist, das muss der Kunde auch verstehen.
00:11:05: Diese anderen Kapitalmarktformen, wir kennen das damals von den offenen Immobilienforms etc.
00:11:10: Das wurde alles unter Sicherheitsaspekten verkauft.
00:11:13: Wir wissen, was passiert ist am Markt.
00:11:14: Also das wichtigste Credo ist eigentlich, ja, du hast vollkommen recht, im Gesamtvermögen eine gewisse Balance zu finden, die zu den Kunden passt.
00:11:24: Das kann mit einer Immobilie sein, das kann mit der Aktie sein, das kann mit einem festwürzlichen Webpapier sein, whatever.
00:11:30: Damit beschäftigen wir uns und das ist auch unsere Aufgabe.
00:11:32: Aber ich kenne auch Leute, die sagen, das ist alles schön und spannend, dass das gibt.
00:11:36: Aber ehrlich gesagt, das spielt für mich gar keine Rolle.
00:11:38: Am Ende des Tages Aktienmärkte.
00:11:40: Laufen trotz allem über die ganzen Jahre so gut, dass du sagst, weißt du was, ich kann das Geld auch im Nasdaq stecken, da habe ich auch meine zwölf Prozent im Jahr.
00:11:46: Da brauche ich nicht irgendeinen illegalen Private Equity-Kram.
00:11:49: Das ist mal sehr zugespitzt.
00:11:50: Wie stehst du zu so einer Haltung?
00:11:51: Ja,
00:11:51: da sage ich einfach mal, das sind Leute, die noch keine richtigen Kräsche erlebt haben.
00:11:55: Weil ich bin, da kann ich, das gehört dir vielleicht ein bisschen zu meiner Geschichte, ich bin, ähm, zwei Tausend Eins aus der Bank gegangen, weil ich einfach meine Kunden frei, von jeglicher... Strategie des Unternehmens beraten wollte, sondern immer im Sinne im Gäste des Kunden.
00:12:11: Und was das bei zwei Tausend zwei passiert, da sind, da wollte niemand in Deutschland was von Leitpapieren wissen.
00:12:16: Niemand.
00:12:17: Ich bin durch diese Schule Ehren.
00:12:20: Und da kamen, gab es dann natürlich auch Dinge, die vielleicht nicht so funktioniert haben.
00:12:23: Ich sag jetzt, was wir heute kennen unter dem Thema AEFs, ja.
00:12:27: Wir hatten das Thema.
00:12:28: Schiffsfonds und was es alles so gab.
00:12:30: Wobei, wir haben dort eigentlich auch schon, es gab ja auch gute, sehr gute Immobilienfonds, ja.
00:12:36: Das ist ja alles unbestritten, aber ich glaube, wenn man diese Erfahrung gemacht hat, dann geht man, also zumindest kann ich das für mich sagen, anders damit um.
00:12:44: Also für mich ist es sowieso so, für mich gibt es das nicht.
00:12:47: Was haben wir immer schon so gemacht, oder habe ich keine Lust zu, oder nee, ich will mich nicht verändern, sondern ich will mich verändern, ich will einfach diese Welt miterleben und deswegen ist es wichtig auch immer einen breiten Blick zu haben auf alles.
00:13:01: Ja, es ist eine sehr gesunde Einstellung, aber du hast ja gerade gesagt, der Kunde muss das ja auch verstehen.
00:13:06: Das ist natürlich jetzt am Ende dein Job, der Übersetzer zu sein, so wie funktionieren die Private Markets, was heißt das in deinem Depot?
00:13:11: Weil vielleicht, der Großteil mag ja das einfach gar nicht angucken, was du dem dazuschickst und das höre ich ja ganz oft so, aber vielleicht guckt er ein oder andere doch mal rein und denkt so, ups, was ist das eigentlich, Private Dept oder so.
00:13:22: Und wie erklärst du denn einem Kunden, warum?
00:13:25: Geduld jetzt bei illiquiden Anlagen auch ein Stück weit eine Tugend sein kann und wann man aber auch vielleicht Finger davon lässt.
00:13:31: Also wie machst du das?
00:13:32: Naja, also ich glaube, das hängt überhaupt nicht jetzt von der Anlageklasse ab.
00:13:39: Ich gehe mal weg von dieser Geschichte.
00:13:42: Man muss nur darüber sprechen, weil man kann darüber sprechen, wenn der Kunde, ich sage jetzt mal an diesen ihr wissen Zeithorizonten, lebt.
00:13:48: Wir dürfen das nicht vergessen.
00:13:49: Normalerweise haben wir früher mal gelernt.
00:13:51: Ein Aktienfonds sollte man nur kaufen, wenn man fünf Jahre Anlagehorizont hat.
00:13:54: Wer denkt noch nicht noch dran?
00:13:56: Kaum jemand.
00:13:57: Ist das gut oder schlecht?
00:13:58: Das ist schlecht.
00:13:59: Das ist schlecht.
00:14:01: Oder wenn ich eine Aktie kaufe, sollte ich endlich einen Blick von fünf bis zehn Jahren haben.
00:14:07: Also unterscheidet sich das überhaupt nicht.
00:14:09: Und über diese Dinge wie Private Market, Private Debt, Infrastruktur etc.
00:14:14: haltet alles.
00:14:15: Kannst du nur mit Leuten sprechen, die von vornherein so ein bisschen, wo du mitbekommst, dass sie so eine gewisse Verständnis für Wirtschaft, für Unternehmertum haben, etc.
00:14:23: Und dann gibt es so einen Einfache Worte, die ich schon vor zwanzig Jahren in Lerner habe zu sagen, okay, Private Mark, Private Illiquiel, das sind nicht bösende handelte Werte.
00:14:32: Du musst eine Anlage wieder horizontal haben von, hast aber auch eine Rendite-Erfahrtung von.
00:14:37: Möchtest du einen Teil des Geldes, was du im langfristigen Bereich anlegen möchtest, hast du dein Interesse daran, dass du darüber sprechen.
00:14:44: Das ist der Punkt.
00:14:46: Und deswegen ist es ganz wichtig, auch immer bei diesem Kern zu bleiben.
00:14:50: Aber wir sind ja hier auch, habt ihr Eingangs gesagt, beim Prial Banking Kongress, hier gibt es ja auch viele Investmentimpose und es gibt ja alles mögliche Infrastruktur, Qualityansätze im Tech-Bereich, Emerging Markets, alles mögliche.
00:15:02: Gibt es da irgendwie gerade Themenstrategien, also vielleicht jetzt gar nicht konkrete Produkte, sondern ich sage jetzt mal Themen, wo du sagst, die funktionieren gerade in der Zeit besonders gut, weil sie irgendwie Stabilität, Chancen verbinden
00:15:15: etc.,
00:15:15: wo du sagst, das findest du gerade einfach spannend in dem aktuellen Umfeld.
00:15:18: Es
00:15:18: ist immer schwierig, ich immer davon zu sprechen, was für einen selber spannend ist.
00:15:23: Ja
00:15:24: klar, bei jedem Grund ist es individuell.
00:15:25: Ja,
00:15:26: für mich ist die ganze KI-Thematik für mich unheimlich spannend, weil ich glaube, da schwimmen wir alle noch mächtiger an der Oberfläche.
00:15:36: Ich habe das Vergnügen gehabt, vor circa zwei, drei Wochen ein KI-Experten zu erleben, und ihr sagt, wow, Wahnsinn, ist ja irre, was ihr schon alles gibt.
00:15:46: Und das ist für mich ein riesen spannender Thema.
00:15:48: Ich hatte auch mit einer Schweizer Firma dazu, vor ein paar Monaten Kontakt.
00:15:53: Und wo man über Firmen gesprochen hat, die du, ich, wahrscheinlich nicht kennen, noch nicht kennen, was dann auch am Markt passiert, über die Dimension.
00:16:03: KI ist ein spannender Thema, auch wenn jetzt schon viele laufen ist, aber...
00:16:08: Auf der einen Seite durchgenudelt schon, man kann es nicht mehr hören und auf der anderen Seite krempelt das ja gerade jedes Beginnbereich um.
00:16:12: wirklich vom Einkaufen bis zur Rüstung, muss man sagen.
00:16:15: Es wird unser Leben, unser aller Leben umkrempeln.
00:16:17: Aber wenn du an dein Arbeitsalltag jetzt denkst, in deinem Job, wo hilft dir Technologie oder künstliche Intelligenz heute schon ganz konkret?
00:16:24: Ganz konkret muss ich sagen und das spiegelt sich nicht nur mit meinem Arbeitsalltag wieder, sondern auch in dem Arbeitsalltag unseres Unternehmens.
00:16:33: Ich habe vorhin gesagt, wir sind zwanzig Brater, zweieinhalb Backoffice-Kräfte.
00:16:36: Das Verhältnis ist bei vielen andersrum, also was ich damit sagen will, ist, wir haben schon frühzeitig auf Digitalisierung gesetzt.
00:16:42: Alles was Aufsichtsrichtung und Haftung zulässt.
00:16:46: Punkt eins, Punkt zwei ist, was mich persönlich betrifft, mit dieser KI-Schicht, da habe ich Dinge, kann ich heute Dinge in einer viel, viel kurzeren Zeit machen, wofür ich... vor ein paar Wochen noch gar keine Lust hatte und weil mir viel zu viel Zeit geklaut hat.
00:17:01: Also mal ein Beispiel, ich gehe heute hin und kann heute, wenn ich einen Interessent kennenlerne und sage hier, ich habe die und die Ziele und Erwartungen
00:17:10: etc.,
00:17:11: stellen Sie mal Ihr Konzept vor.
00:17:12: Oder bist du erstmal in den Kamerlein gegangen, so heute sagst du, bam, bam, bam, bam, so gibst du das, es gibt eine Plattform dafür, machst da, gibst ja die Teilerin.
00:17:21: machst du mit deinem Corporate Identity und hast in drei Minuten oder vier Minuten eine Präsentation da, wo ich sage, wow, und solche Sachen helfen.
00:17:30: Also für den Nervkram im Hintergrund eigentlich.
00:17:31: Ja klar,
00:17:32: logisch.
00:17:33: Darum geht es ja.
00:17:33: Es geht, ich glaube, da geht es im Allgemein drum.
00:17:35: Es geht im Allgemein darum, dass du sagst, okay, wie kann KI oder AI oder wie man das alle bezeichnen möchte, wie kann es den Arbeitsalltag erleichtern?
00:17:45: Und wo sagst du, stößt KI an die Grenzen?
00:17:47: Also was bleibt einfach ganz klar menschliches bei dir in den nächsten?
00:17:50: Zwei, vier, zwanzig, sechsen, dreißig Monaten.
00:17:53: Ach, wie würd du so ja drüber hinaussehen, also an seine Grenzen geht.
00:17:56: Ich glaube, wir gehören noch zu der Generation, wo die Persönlichkeit noch ganz wichtig ist.
00:18:00: Also ich glaube noch ganz fest daran, dass die Menschen nicht mit einer KI reden wollen,
00:18:05: sondern... Weil Alexa ja auch nur so Mittel geklappt, muss man sagen.
00:18:08: Habe ich mir nicht angeschafft, weil ich irgendwann mal gehört habe, dass Alexa einen Feueralarm ausgelöst hat.
00:18:13: Und ich dachte, lass mal mal lieber.
00:18:16: Dann probier Siri lieber nicht aus.
00:18:17: Ja.
00:18:18: Also nein, das ist das Thema, wo ich sage, ich glaube, dass es viele, viele Menschen gibt, die sich erstens dem Thema KI noch gar nicht geöffnet haben, nicht öffnen werden, weil viele sagen, das teufelst Zeug.
00:18:33: Ich glaube daran, was dieser Mensch da gesagt hat, du musst dich entweder beschäftigst du dich mit KI in jeder Berufsgruppe
00:18:40: etc.,
00:18:41: dann gewinnst du, wenn du es nicht tust, dann verlierst du.
00:18:45: Also um deine Fahrnummer konkret zu beantworten, mir hilft es, es hilft im Alltag bestimmte Prozesse zu verschlanken, aber den Beratungsprozess für, für vermögende Kunden, die sich nicht wie die Entrepreneurs vor den PC setzen wollen und sagen, ich mach mal meine ETF-Depros hier, alles fertig, die wird's weiter angeben und da bin ich überzeugt von.
00:19:05: Aber
00:19:05: du, du bist ja schon eine ganze Weile in der Wohnung dabei.
00:19:07: Du machst das ja schon, wir haben jetzt ja kein Video-Podcast, aber ich kann schon sagen, du bist jetzt auch nicht... Wie lange machst du schon, wie lange machst du das schon in der Praxis?
00:19:16: Äh,
00:19:16: dreißig Jahre.
00:19:17: Dreißig Jahre.
00:19:18: Durch Corona, das war ja schon noch mal trotz einem so einen Wendepunkt, dass Digitalisierung noch mal ganz anders Einzug erhalten hat.
00:19:23: Und auch wenn es ein Rückkehr zum persönlichen gibt, sind ja auch viele Dinge geblieben.
00:19:28: Wie hat sich denn dein Beratungsmoment verändert?
00:19:30: Also so das Setting, die Kommunikation, auch das Tempo in so einer Beratung, Erwartungen auch von Kunden oder von Partnern.
00:19:38: Wie hast du den Wandel erlebt oder wie erlebst du den Wandel?
00:19:40: Der ist ja nicht abgeschlossen.
00:19:42: Also den Wandel erlebe ich im Speziellen gerade, was mit unseren Kunden zu tun hat, aber auch in unserer Firma, dass wir noch verstärkt da uns überlegen, müssen wir uns jetzt persönlich treffen oder machen wir es über Videokonferenzen.
00:19:55: Im Unternehmerischen ist es vielleicht schon noch normal, aber auch da gibt es immer mehr Kunden, die sagen, Herr Stanigl, sagen Sie mal, können wir das auch per Teams oder Video machen, dann können wir das ja vielleicht abends um acht machen, weil dann haben wir Ruhe.
00:20:10: Ist es für sie auch okay?
00:20:11: Ja, du musst auch nicht mehr durch die Gegend kurven.
00:20:13: Ja, und um acht, ich sage, wenn ich das weiß, ich kann mir einen Tag einrichten, alles wunderbar.
00:20:18: Dann hast du Ruhe, die Leute haben Ruhe.
00:20:21: Die wollen sich schon weiterhin Zeit nehmen für ihre Finanzen.
00:20:24: Aber es hat sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren seit Corona verstärkt dahingewandelt, dass wir heute sagen, wir sind was, wenn wir uns einmal im Jahr sehen, persönlich reichtet.
00:20:35: Alles andere können wir bei Telefon und Videokonferenz machen.
00:20:38: Ja, und ich kann das auch sagen.
00:20:39: Ich kann das.
00:20:40: Machen Sie mal.
00:20:40: Geht alles.
00:20:41: Aber du glaubst auch wahrscheinlich, der Trend wird weitergehen.
00:20:43: In fünf Jahren wird es alles noch digitaler sein und du wirst deine Kunden vielleicht zum Onboarding-Termin und dann einmal im Jahr treffen.
00:20:48: Oder was denkst du?
00:20:51: Ich glaube schon.
00:20:52: Ich glaube schon, dass das so sein wird.
00:20:53: Weil wir merken ja jetzt schon, seit Corona hat sich das ja auch verstärkt.
00:20:57: Also ich brauche ja heute zu Tage ja nicht mehr zum Kunden zu fahren, um mir die Proöffnung zu machen.
00:21:01: Ich brauche... Auch kommen noch etwas, ich brauche noch nicht mehr zum Kundenfahren, wenn ich irgendwelche regulatorischen Sachen aktualisieren muss, kann ich alle per PC machen, per Mail.
00:21:12: Du bist ja nun aber auch Geschäftsführer, das heißt, du suchst ja auch Leute, die bei dir im Zweifelsfall Kundenberater sind etc.
00:21:17: Was muss denn dann heute in dem Umfeld ein Kundenberater können, was der jetzt vielleicht vor fünf Jahren weniger können musste?
00:21:22: oder worauf schaust du heute mehr?
00:21:23: Da hat sich nichts verändert.
00:21:25: Ich schaue darauf, dass er Spaß hat, dass er seinen Alltag selber regulieren kann und will, dass er... sich ins Team bei uns einbringt, weil wir sind eine Firma, wo die Leute nicht angestellt sind.
00:21:38: Sie können angestellt sein.
00:21:39: Sie können Partner sein.
00:21:40: Sie werden Partner bei uns.
00:21:43: Wir freuen uns über Mitgestalten.
00:21:47: Das hat sich nicht verändert.
00:21:48: Ich sag einfach mal so, die Erwartungen sind einfach das.
00:21:51: Und ich glaube, der, der sich entscheidet, noch mal eine neue, neuen Weg einzuschlagen, der ist ja in der Regel sowieso auch, ich würde mal sagen, jenseits der Vierzig.
00:21:59: Der wird sich in den letzten Jahren, vor allem oft durch seine Kinder, mit der Technik beschäftigt haben.
00:22:04: Wie ihr sagt, da ist alles gleich geblieben aus meiner Sicht.
00:22:09: Und du musst natürlich in der Lage sein, selbst zu gestalten.
00:22:13: In dem Sinne, dass du eben sagst, okay, mir muss ich jeden Tag erzählen, was ich zu tun und zu lassen habe.
00:22:19: Sondern gestaltet bei uns jeder selber.
00:22:21: Was schätzt du am meisten an deinem Job?
00:22:22: Die Freiheit.
00:22:23: Das ist diese Freiheit, ja.
00:22:24: Ja,
00:22:24: die absolute Freiheit.
00:22:25: Und die, ich glaube, die erlangt man nur diese Freiheit, weil ich habe ein Lebensprinzip, der sagt, wenn ich mein Job oder wenn ich meine Arbeit gut mache, dann ist auch alles fein.
00:22:35: Keiner geht mir auf Deutsch und sagt, wie man in Berlin sagt, auf Ticketen.
00:22:39: Ich gehe niemanden auf Ticketen.
00:22:40: Wir haben nüttet Leben.
00:22:41: Und vor allem, was ich am meisten schätze und geschätzt habe.
00:22:44: Als ich den Schritt aus der Bank rausgemacht habe, wussten wir nicht, dass wir nochmal zwei Kinder kriegen.
00:22:50: Und ich bin mir sehr, sehr sicher, dass ich das... oder dass ich die Sache, wie ich meine Kinder begleitend printiert sind.
00:22:56: in dieser Zeit, hätte ich in einer Bank in einem Angestalt und hätte sie niemals machen können.
00:23:01: Gehen die Kinder auch in die Finanzbranche?
00:23:03: Mit Sicherheit nicht.
00:23:04: Bist du da froh drüber?
00:23:05: Nein, nein, nein.
00:23:06: Also ich sag mal so, meine Tochter ist ihrer Leidenschaft nachher, die wollte Kindergarten-Azirien werden und es ist geworden.
00:23:14: Mein Sohn ist jetzt gerade in Erfindungsphase, ob der mal Handwerker wird oder Biologie oder Biochemie oder keiner an was studiert.
00:23:23: weiß ich nicht.
00:23:24: Kann auch sein, dass er mal interessiert sich jetzt für Finanzen.
00:23:27: Schauen wir mal.
00:23:28: Aber ich kann nur sagen, junge Leute sollten sich dafür interessieren, weil in unserer, in unserer Branche haben wir, denke ich mal, ein ziemlich, ich würde fast sagen, mir fällt kein besseres Wort ein Überaltungsprozess.
00:23:40: Ja, Nachwuchsmangel.
00:23:41: Absolut
00:23:41: Nachwuchsmangel.
00:23:42: Und...
00:23:43: Wo an liegt das?
00:23:43: Warum will das keiner mehr machen?
00:23:45: Weiß ich nicht.
00:23:46: Also wir hatten ja mal eine Zeit, wo... Der Beruf des Bankhoffmanns, ja, nicht so toll war, ich glaube, das waren während der Lehman-Pleiter, ja.
00:23:56: Also da hat jetzt gerade nicht immer jeder dazu aufgehoben, werde Bankhoffmann.
00:24:00: Das hat natürlich vor einigen Jahren, Jahrzehnten, hat da den anderen Anstrich gehabt.
00:24:03: Da wollte jeder Bankhoffmann werden.
00:24:05: Ich kann es dir gar nicht sagen, ich weiß es nicht.
00:24:07: Ich weiß es nicht, weil ich glaube, weil das auch daran liegt, dass es heute so viele Berufe gibt, wo du dich einbringen kannst und wo du... Wahrscheinlich auch noch mehr Geld verdienen kannst.
00:24:20: Und jetzt kommen natürlich dazu, dass man heute als Influencer.
00:24:26: Mit jungen Jahren schon viel mehr App.
00:24:28: Ich seh dich auch auf TikTok heim.
00:24:31: Nein, also weiß ich nicht.
00:24:32: Ich hab keine Ahnung, woran das liegt.
00:24:33: Aber wir brauchen sie.
00:24:35: Wir brauchen sie.
00:24:35: Und auch wir, wir denken darüber nach.
00:24:38: Ich sag immer, sucht euch einen jungen Bankkaufmann, der in der Bank irgendwie seine Lehrer, seine Azubi-Zeit vorbei oder verlebt hat.
00:24:48: und sagt, er hat jetzt keine Lust mehr oder nehmt ihn an der Hand, nehmt mit, weil...
00:24:53: Wegen den Freiheitsdrang, den Unternehmer geist und dann... Ja, vor allem,
00:24:55: weil wir auch in Nachfolge, wir haben jetzt das System bei uns geschaffen, wo du sagst, okay, wir haben jetzt bei uns jemand gekommen, der ist ein Sechzig, der hat gesagt, na klar, ich mach das jetzt noch mal, so, nehmt sich einen jungen Bankaufmann an die Seite, ja, und hat dann noch einen zusätzlicher Renteneinkommen, dann, wenn er in der Rentenzeit sein sollte, das passt alles.
00:25:17: Voll.
00:25:18: letzte Frage, ganz locker gibt es einen Satz, den du Kunden schon hundertmal gesagt hast und trotzdem immer wieder gern.
00:25:25: Das ist ein Wort, den dürfte man ja nicht sagen, aber ich sage trotzdem, Sekrinien heißt nicht voll.
00:25:35: Das hat sich nicht verändert seit dem neuen MarktTC-Drei.
00:25:38: Wenn du zu den Kunden gehst und sagst, wir müssen jetzt mal hier ein bisschen was abbauen, das ist ein Satz, den ich immer wieder sage.
00:25:44: Aber den sage ich genauso lustig zu den Kunden und nur die ich kenne, wer immer wieder vorkommt.
00:25:51: Ja, sehr schönes Beispiel.
00:25:54: Und die letzte Frage, die ich ja all meinen Gästen immer stelle, wenn du eine Sache morgen in der Finanzbranche per Fingerschnip ändern könntest.
00:26:01: Ja, das kann alles sein, von der Kleiderordnung bis zur Regulaturik, alles.
00:26:05: Welche wäre das und warum?
00:26:06: Das ist eine schöne Frage, da müsste man sich da ja wirklich mal langsam Gedanken herummachen.
00:26:13: Jetzt muss ich mich entscheiden zwischen den zwei, die mir sofort einfallen.
00:26:15: Also, ich würde so eine Art Kleiderordnung wieder einführen in der Finanzbranche.
00:26:20: Also, das hat so einen echt zu Wünsche übrig lassen.
00:26:23: Also, dass die
00:26:23: nächste Verlotter drum laufen wie wir beide ohne Krawatte?
00:26:26: Genau das meine ich eben nicht.
00:26:29: Das geht nicht um den krawatten Zwang oder so was, sondern es geht einfach darum, dass ich Stil habe.
00:26:35: Und dieser Stil, der ist in der Finanzdienstleistungsbranche und damit meine ich sowohl Banken als auch Vermögen soweit, schon arg verloren und das stirbt mich persönlich schon sehr und das würde ich sofort wieder ändern, wenn ich es könnte.
00:26:47: Ja, vielen Dank für das Gespräch.
00:26:49: Für die Einblicke auch bei Deine Praxis.
00:26:50: Auch das Thema Nachfolge ist sehr spannend.
00:26:52: Das wird uns definitiv die nächsten Jahre noch begleiten.
00:26:54: Das greifen wir auch bei Das Investment immer mal wieder auf.
00:26:56: Und vielleicht ergibt sich ja nochmal die Möglichkeit zum Austausch dazu.
00:26:59: Danke dir, Hagen.
00:27:00: Vielen Dank an sich, lieber Christoph.
00:27:01: Bis dann.
00:27:31: Hat Ihnen das heutige Gespräch gefallen, dann lassen Sie uns doch ein Like da.
00:27:35: Auf Spotify oder Apple Podcasts oder wo auch sonst Sie Podcasts hören.
00:27:39: Und vergessen Sie nicht, den Abonnieren-Button zu drücken.
00:27:42: So entgeht Ihnen keine unserer zukünftigen Episoden voller Einblicke und Geschichten aus der Welt der Fox.
00:27:48: Bis dahin, bleiben Sie gespannt und verbunden.
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