Der Chief Investment Officer der Familie des Rolex-Gründers über Aktionismus in der Vermögensverwaltung

Shownotes

In dieser Folge von For Professional Investors Only ist Dr. Christian Wiehenkamp zu Gast, CIO von Perpetual – dem Investmentbüro der Familie Wilsdorf, die auf den Rolex-Gründer Hans Wilsdorf zurückgeht. Malte Dreher spricht mit ihm über die Frage, wie man Vermögen über mehrere Generationen erhält und mehrt.

Darum geht's:

  • Der teuerste Denkfehler vermögender Anleger: Produkte statt Ziele, Strategie und Governance
  • Warum klassische Vermögensverwaltung unter Druck steht und was ETFs damit zu tun haben
  • Individualität vs. Komplexität: wo Maßarbeit sinnvoll ist und wo sie nur Kosten schafft
  • Die schwerste Disziplin: Stillhalten statt Aktionismus (Beispiel Corona-Crash 2020)
  • Warum echte Diversifikation schwerer geworden ist und was „Risikotreiber" bedeuten
  • Bitcoin, Gold, Hedgefonds: wofür man an den Märkten wirklich bezahlt wird
  • Private Markets für alle? Warum die „Demokratisierung" ein Liquiditätsrisiko birgt
  • Inflation als stiller Feind über Generationen und das Bild vom Vermögen als Farm
  • Family Governance: Familie und Investment sauber trennen
  • Drei Prognosen: Infrastruktur, digitale Services und das Ende der US-Dominanz

Mehrwert für Hörerinnen und Hörer: ein seltener, unaufgeregter Blick in die Denkweise eines Unternehmervermögens, das nicht in Quartalen, sondern in Jahrzehnten plant, mit konkreten Prinzipien für Anleger, Berater und Family-Office-Interessierte.

For Professional Investors Only ist der gemeinsame Podcast von DAS INVESTMENT und dem private banking magazin. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung dar.

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich glaube, dass man auf der einen Seite versuchen muss, Portfolien auch immer zu optimieren.

00:00:09: Es ist aber manchmal gar nicht so leicht einfach mal die Füße stillzuhalten.

00:00:14: Am Ende ist der Bruder und die Kusine verwandt und nicht

00:00:20: LPs

00:00:20: in irgendeinem Form.

00:00:21: Und ich glaube das ist ganz wichtig.

00:00:25: Also ich glaube es ist ganz entscheidend, dass ein klares Verständnis über

00:00:28: die Ziele,

00:00:29: die Anlageziele hat.

00:00:30: Idealerweise sind die auch noch abgeleitet aus einer Familienkarte, also aus dem was die Familie insgesamt will.

00:00:47: Risiko-Hinweis Die Inhalte dieses Podcast beinhalten keine Kaufempfehlungen sondern dienen ausschließlich der Informationen und Unterhaltung.

00:00:54: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.

00:00:56: Und jetzt

00:00:57: geht's los.

00:00:58: Moin Christoph

00:00:59: Hey

00:00:59: Malte!

00:01:01: hatte Besuch von Christian Wienkamp.

00:01:03: Und Christian Wietenkamp ist ein Vermögensverwalter und er arbeitet für die Familie Wildsdorf.

00:01:08: Sagt mir jetzt erst mal nichts?

00:01:10: Mir

00:01:10: auch nicht, aber trotzdem habe ich vor seinem Besuch aus seinem Team heraus einen Heritage-Disclaimer bekommen.

00:01:17: Weißt du was das ist?

00:01:18: Disclaimer hatte ich schon ganz oft.

00:01:19: Heritage also die Herkunft noch nicht... Was hat's damit auf sich?

00:01:23: Ja dieser Disclaimer regelt so'n bisschen den Sprachgebrauch im Hinblick auf das Family Office der Familie Wild ...

00:01:30: Dorf?

00:01:31: Wildsdorf, genau.

00:01:32: Und da geht es eben darum, dass man gewisse Verbindungen nicht herleiten soll.

00:01:37: und jetzt...

00:01:38: Das heißt das ist entweder Privatsphäre sehr wichtig oder die haben fiese Dinge genannt.

00:01:42: Das ist Privatsphera und sehr, sehr wichtig weil – und das weißt du ja wahrscheinlich nicht – Hans-Wildsdorff, aus dem Jahr eighteen Einenundachtzig bis neunzeinzehntzig Gründer von Rolex.

00:01:52: Die kenne ich!

00:01:53: Siehst du wohl.

00:01:53: Die kennt ja wahrscheinlich jedes Kind ab.

00:01:56: wenn man die Uhr lesen kann, kennt man irgendwann diese Marke.

00:01:58: Oder

00:01:58: auch sagen sie bekannteste Urnmarke der Welt,

00:02:00: Ja, geht schwer voraus.

00:02:02: Ja es gibt also alle anderen AP und so die man kennt sind glaube ich nicht so präsent?

00:02:06: Nein!

00:02:06: Nicht in der Breite sicherlich

00:02:08: Und auch für viele so ein Sehnsuchtsmodell.

00:02:10: hast du eine?

00:02:10: Nein Ich bin mit meiner Apple zufrieden.

00:02:12: Ich finde manche Modelle ganz schick andere sind mir ein bisschen zu prollig und zu laut aber am Ende des Tages bin ich fein mit dem was ich hab.

00:02:19: Nee ich habe auch ne Apple Watch Bin da auch happy mit und weil ich einfach auch diese Informationen und diesen Hälfkram gut finde Finde aber auch dieses Handwerk hinter Uren und so generell war ganz geil.

00:02:30: Das hatten wir ja schon mal unsere Liebe für einen Handwerk.

00:02:32: Ich gehe auch von aus, dein Gast hatte keine Apple Watch-Urn?

00:02:35: Nein der hat da eine Rolex, ich hab ihnen.

00:02:37: die erste Frage ist wie spät es ist.

00:02:39: was dieser Heritage Disclaimer eben sagt ist ich durfte nicht einfach sagen hey Christian du bist vom Rolex Family Office.

00:02:45: Ist doch nicht so.

00:02:46: Das stimmt nicht.

00:02:47: aber natürlich daran erkennt man ja auch wie stark so ne Marke aufgeladen ist wenn man zu einem Disclaimer braucht.

00:02:55: Bei jeder anderen Marke würde man sagen meine Güte... Geh weiter, ist ja nicht so wichtig.

00:02:59: Hier ist es halt eine sehr globale große Marke und da sollte nicht so viel drüber geredet werden.

00:03:05: Nächstes und trotz haben wir uns eine gute halbe Stunde großartig unterhalten wie Christian das Vermögen der Gründerfamilie anlegt.

00:03:12: Und sein großer Kritikpunkt auch an professionelle Geldverwalter ist eben ihr lasst euch zu stark vom wirklich langfristigen Ziel abbringen!

00:03:21: Ist jetzt die Neues links-und rechts von der Strategie?

00:03:24: Sind das irgendwelche taktischen Allokationen?

00:03:27: Ist es mitunter auch Aktionismus.

00:03:29: Er red zu einer eher drögen, analytisch eher wissenschaftlich getriebenen Allokition und dann einfach durchhalten

00:03:36: Ja, klingt sehr spannend und wenn ich das jetzt im Kopf richtig überschlagen habe müsste der dann ja so jetzt irgendwie das Geld auch in der dritten oder vierten Generation wahrscheinlich schon danach haben.

00:03:45: Also insofern natürlich auch genau das Thema was wir hier mal bei unseren Lesern einfach wirklich über Generationen hinweg vermögen zu übertragen, zu mehren also insoferen glaube ich eine ganz spannende Folge für viele Hörer.

00:03:56: Super

00:03:56: spannender Typ!

00:03:57: Und hat richtig Spaß gemacht mit ihm zu sprechen.

00:03:59: Alles klar bevor wir da gleich rein hören.

00:04:01: gebt uns gerne fünf Kronen, fünf Sterne In diesem Podcast, damit wir weiter unsere Reichweite ausbauen.

00:04:07: Und das letzte Wort hast du?

00:04:08: Gute Unterhaltung!

00:04:09: Zeit läuft!

00:04:13: Christian, herzlich willkommen in Hamburg.

00:04:16: Schön dass Du uns hier besuchst.

00:04:18: Ich darf eine Frage... Wie spät haben wir es denn?

00:04:21: Wir haben kurz nach elf.

00:04:22: Das ist

00:04:22: aber eine sehr schöne Uhr.

00:04:23: Dankeschön.

00:04:24: Über Christian, wir sprechen heute über Jahrumvermögensverwaltung und die Vermögensbranche an sich im Wandel der Zeit.

00:04:31: Wenn Du heute auf Die Vermögenbranche schaust Wo siehst du die größten Denkfehler?

00:04:37: bei Vermögenen Investoren und ihren Berater?

00:04:40: Ich glaube,

00:04:40: du hast eine Tendenz ganz schnell über Produkte einzelne spannende Investment-Themen, Opportunitäten zu sprechen.

00:04:49: Auch Investoren verlieben sich ganz schnell in einzelne Themen unter Gerät.

00:04:54: Ganz oft dieses Thema Ziele... strategische Planung, Governance das Gerät ganz oft erst relativ schnell in den Hintergrund und ist dabei eigentlich ein ganz wichtiger Bestandteil um eine sinnvolle Portfolioallokation am Ende aufzubauen.

00:05:08: Ist der Mensch zumindest in Vermögensfragen ein schlechter Strategie?

00:05:13: Das glaube ich gar nicht.

00:05:14: nein.

00:05:15: aber man kann schnell die Emotionen verbinden mit den einzelnen Investments und vergessen rauszusuchen.

00:05:22: und auf der Beraterseite kann man oft mit strategischer Beratung eigentlich nicht wirklich Geld verdienen, sondern das funktioniert immer über Produkte und deshalb geht dann ganz schnell glaube ich oft die Tendenz dazu über Produkten zu sprechen.

00:05:35: Überspitzt.

00:05:36: ist dir das Geldgeschäft aktuell zu emotional getrieben?

00:05:39: Nein, eigentlich nicht!

00:05:40: Also... Ich glaube mal braucht eine vernünftige Mischung und ich würde sagen dass im Prinzip eine nüchterne Betrachtung des Themen was wichtig ist aber wir am Ende in der Branche arbeiten und es um Geld geht, was nicht so emotional aufgeladen ist wie Schokolade oder irgendwelche anderen Brands wo man auch das Ganze konsumieren kann und schmecken kann.

00:06:03: Christian

00:06:03: warum geraten denn ganz klassische Vermögensverwaltung aber auch Private Banking Modelle aktuell unter Druck?

00:06:08: Ist es nur die Regulierung und die damit verbundenen Kosten oder hat sich das Modell einfach quasi zu weit vom Kundenwunsch entfernt?

00:06:17: Ich glaube dass Regulierungen da schimpfen immer alle drauf habe.

00:06:20: ich glaub der Kernaspekt des ETFs und die Demokratisierung dadurch das Anlegens-per-see gezeigt hat, dass man sehr kostengünstig Zugang zum Markt bekommt.

00:06:32: Und das klassische Vermögensverwaltungen, die auf Einzeltitel Aktien und Renten auswählen, da sogar eher in der Performance dahinter liegen – und das liegt dann an hohen Gebühren aber tatsächlich auch an taktischen Maßnahmen, die im Portfolio getroffen werden, wo dann ETF-Portfolios einfach schlichtweg bessere Performance liefern?

00:06:52: Und wenn das dann auch gepaart ist mit traditionellen Vermögensverwaltungs-Setups, die keinen Zugang zu Alternative Investments liefern – also Private Equity, Private Credit aber auch Infrastruktur.

00:07:03: Dann muss man sich halt die Frage stellen wo ist denn noch der Mehrwert über dem was man auch über Neobroker oder auch traditionelle Depots selber mit einem leicht einfach zu bauenen ETF Portfolio zusammenstellen

00:07:15: kann?

00:07:16: Hast du da jetzt gerade höflich verkleidet, dass sich Vermögensverwalter und Privatbanken eigentlich immer nur Individualität auf die Fahne schreiben aber sie null leben?

00:07:25: Ich glaube man darf nicht den Unterschied machen Komplexität und Individualität zu verwechseln.

00:07:31: Individualität per se gehört in die Ziele In die Steuersituationen Die Governance möglicherweise.

00:07:39: das sind Themen die sind wirklich individuell zu betrachten.

00:07:44: Welcher Währung möchte ich anlegen?

00:07:46: Das hat nichts mit einer allgemeinen Lösung zu tun, sondern das muss man individuell auf den einzelnen Anleger ausrichten.

00:07:53: Wenn das aber geschehen ist gibt es eigentlich keinen Grund warum mich dann noch mehr individualisieren muss weil das kreiert natürlich auch Kosten und Ineffizienzen.

00:08:01: und wenn ich in Aktien investieren möchte, dann brauche ich eigentlich kein für mich gemanagtes Aktienmandat, sondern kann auch den Aktienmarkt kaufen.

00:08:09: oder Da gibt es ganz viele weitere Beispiele.

00:08:12: Ich glaube, wenn man sich mal für die eine Essentklasse entschieden hat dann gibt's da ne richtige Umsetzung und da kann man eher von Economies of Scale profitieren als dass man dazu viel Individualisierung mit ins Portfolio nimmt.

00:08:25: Warum wird denn im Nachgang immer nochmal etwas umgeschraubt an der Einstellung?

00:08:30: Ich glaube das man auf der einen Seite versuchen muss Portfolien auch... ... immer zu optimieren.

00:08:37: Das ist aber auch manchmal gar nicht so leicht, einfach mal die Füße stillzuhalten und wenn ich... mit dem Ziel rausgehe was zu verkaufen und sage Ich meine Wertproposition ist sich halte die Füsse still und mache gar nichts.

00:08:51: das ist zwar investent seitlich oft die bessere Lösung oder das bessere für zum besseren Ergebnis verkauft sich aber wahrscheinlich schlechter Wenn der gegenüber sagt du pass auf ich mach gar nix Aber ich nehme dafür fünfzig Basispunkte Gebühr.

00:09:05: würde es den den bundesdeutschen Vermögensverwaltern oder dem bundes deutschen Vermögen besser gehen, wenn die Börse nur einmal im Monat oder jedes halbe Jahr nur drei Stunden offen hätte?

00:09:17: Ich glaube es wird in bundes-deutschem Vermögan besser gehen.

00:09:20: Wenn man grundsätzlich auch an egal wie viele Tagen die Bürse offen hat da mehr Geld in die Bärsel zu stecken und mehr Risiko auf der Anlage Seite zu nehmen.

00:09:31: Aber noch mal die Frage, man rennt ja auch nicht jeden Tag zu seinem Gutachter und lässt sich seine Immobilien neu schätzen.

00:09:36: Das

00:09:36: stimmt, ja?

00:09:37: Die Frequenz in der solche Themen heute auf uns zukommen und gerade durch die Neobroker oder die mobilen Devices setzt uns ja selber stückweit ständig Gefühl zumindest unter Handlungsdruck.

00:09:48: Das ist vielleicht auch eine der großen Schwierigkeiten einfach mal nichts zu tun und nicht in den Aktionismus zu verfallen.

00:09:57: Mal an dem Tag... aufs Portfolio zu schauen und tatsächlich aus einer größeren Marktgegebenheit nichts abzuleiten.

00:10:04: So sagen, nein das ist richtig wie das Portfolium aufgestellt ist.

00:10:07: Das kann manchmal schwieriger sein als zu sagen oh jetzt ist das passiert?

00:10:11: Jetzt muss ich da wieder darauf reagieren!

00:10:13: Und dieser Aktionismus der gilt nicht nur auf dem Handy mit dem Neoproker sondern er gilt auch auf der professionellen Vermögensverwaltungsseite.

00:10:24: Das ist manchmal gar nicht so leicht dem zu widerstehen.

00:10:27: Was stellst du denn da für Verhaltensmuster fest auf der Vermögensseite?

00:10:32: Im Ende wird ja etwas quasi beschleunigt, was langfristig eher schadet als das es hilft.

00:10:37: Nehmen wir mal das Beispiel Covid-Covid- Twenty-Twenty.

00:10:41: ich glaube im Anfang März als dann irgendwann klar war dass so wie man das vorher runtergespielt hat das nicht sein würde und das Lockdowns kommen würden.

00:10:51: in dem Moment sind die Börsen ja dann auch massiv gefallen.

00:10:55: Ich glaube, es ist ein natürlicher Mechanismus in solchen Situationen Schutz zu suchen und zu sagen ich muss mein Vermögen in Sicherheit bringen und dann verkaufe ich lieber jetzt als dass sich verkaufte wenn das ganze wertlos geworden ist.

00:11:10: immer wenn man da zurückblickend drauf schaut teilweise die Annahme, dass die Welt zu Ende sein wird war wahrscheinlich auch aus damaliger Sicht nicht richtig.

00:11:19: trotzdem unterstellt er gar nicht mal ein irrationales Verhalten, sondern das ist aus den Intuitionen sozusagen getrieben.

00:11:28: Und es kann auch zur Ausrisikomanagement Seite sinnvoll sein, sage ich gehe jetzt in Risikoarme-Titel oder ich verkaufe jetzt und dann habe ich nicht mehr das Risiko nochmal noch mal zwanzig Prozent zu verlieren.

00:11:41: Ich glaube wenn man langfristiges Vermögen hat, dann kann man sich diesen Drop durchaus leisten, Und da kommen wir wieder zu dem Thema Ziele.

00:11:50: Wenn man das vorher auch so vereinbart hat, dass man am Ende nicht reagiert sondern dann möglicherweise nachkauft wenn gewisse Quellen überschritten sind etc.

00:12:01: Nun unterstellt man gerade den hochvermögenen Anlegern in der Regel breit diversifiziert zu sein.

00:12:08: Du widersprichst da und sagst aber auch, dass echte Diversifikation heute deutlich schwieriger ist als noch vor zehn, zwanzig Jahren.

00:12:16: zwei Fragen Warum glauben viele diversifiziert zu sein?

00:12:20: Und zweitens, warum ist es schwieriger.

00:12:22: Der Markt hat dann Konzentration einfach zugenommen und wenn man jetzt auf den Aktienmarkt schaut, wird er getrieben von einigen wenigen US-Tech Firmen.

00:12:29: Das heißt allein schon innerhalb des Aktienmarktes ist die Versifikation wesentlich geringer geworden als sie das mal gewesen ist.

00:12:36: Das macht's tatsächlich deutlich schwieriger!

00:12:39: Auf der anderen Seite sind gewisse Themen wie zum Beispiel KI nicht nur im Bereich... Aktien und Tech vorhanden, sondern die gleichen Themen finden sich auch noch in anderen Teilen des Portfolios.

00:12:52: Also nehmen wir Datenzentren, die tauchen den Infrastruktur auf oder Real Estate.

00:12:57: Nehmen wir Energiegenerierung, vor allen Dingen im Moment noch in den USA aber auch da.

00:13:02: die Nachfrage für Energiedatenzentren wird getrieben von KI.

00:13:06: D.h.,

00:13:07: ich habe auf einmal ein Thema in jetzt schon drei Anlageklassen und mittlerweile fangen ja auch die großen Hyperscaler an ihre Investments mit Fremdkapital zu finanzieren, d.h.

00:13:18: Ich hab jetzt noch dieses Thema in der Fremddkapitalseite.

00:13:21: also das heißt eigentlich muss sich das Ganze eher von einer Risikotreiber Perspektive betrachten als zu glauben dass Eine Esset-Klasse von der anderen völlig anders verhalten wird, weil das grog runde liegende Risiko in dem Fall KI gibt.

00:13:38: aber noch andere Beispiele findet sich in ganz vielen verschiedenen Bereichen wieder.

00:13:41: Und das macht die Diversifikation tatsächlich etwas schwieriger, wenn man eigentlich eine Ebene weiter reinschauen muss.

00:13:48: Auf der anderen Seite ist die Welt aber auch nicht mehr so einseitig US getrieben.

00:13:53: Das heißt ich habe auf der regionalen Seite wieder mehr Möglichkeit zu diversifizieren.

00:13:58: China ist sicherlich Bei vielen in den letzten Jahren als Anlageort ein bisschen in Verrufenheit geraten, man kann auch gerne darüber diskutieren ob es da auch ökonomische Probleme gibt und Menschenrechtsthemen lasse ich jetzt mal außen vor.

00:14:14: Die USA sind nicht frei von Problemen.

00:14:17: Habe ich aber da tatsächlich einen völlig anderen Verlauf des Aktienmarktes?

00:14:21: Die schauen nicht mehr oder die Bekurse da schaut nicht mehr in erster Linie darauf was sie fett macht sondern das kann dann die chinesische Zentralbank oder Regierung sein.

00:14:30: Und das ist dann ja eine Form von Diversifikationen, die ich wirklich eigentlich auch suche.

00:14:35: Sprichst du eher von Risikotreibern als von Anlageklassen?

00:14:40: Ja, eigentlich spreche ich lieber von Risikkotreibern als von anlageklagen.

00:14:43: Das heißt, du guckst aber auch eher nach unten als nach oben

00:14:47: auf gar keinen Fall.

00:14:48: Wenn ich auf unser Credit-Portfolio schaue, dann gucke ich eher nach unten weil da kann ich nur verlieren.

00:14:53: Auf der renditebringenden Seite muss man eine feine Balance finden.

00:14:58: aber was sich mit Risikotreibern meine sind eben Sachen wie Zinsen.

00:15:02: die haben eine massive Auswirkung an verschiedene Dinge im Portfolio.

00:15:07: das sind Risikoaufschläge es ist Illiquidität und sie finden sich in verschiedenen Anlageklassen wieder.

00:15:13: Es kann auch Komplexität sein Und das sind eben Themen, für die ich entlohnt werde.

00:15:18: Und die muss sich im Portfolio vernünftig zusammenbauen in dem Portfoliokontext.

00:15:23: und es ist nicht nur nach unten gucken weil ich sage das Wort Risikotreiber man kann es ja auch als Risikoprämie bezeichnen aber tatsächlich reflektiert das so ein bisschen wie wir bei Anlage nachdenken nämlich Ich nehme als Anleger Risiken in Kauf und im Endeffekt finanziere ich gewisse Risiken und dafür möchte ich entlohnt werden.

00:15:41: Und wenn ich nicht verstehe, warum ich dafür entlohn werden sollte dann investieren wir da auch nicht rein.

00:15:46: Beispiel Bitcoin also natürlich haben viele Leute damit Geld verdient andere haben wahrscheinlich auch Geld mit verloren.

00:15:52: und welche Rolle Bitcoin hat das steht auch gar nichts will ich auch gar nicht debattieren.

00:15:57: aber was der Preis von einem bitcoin morgen ist hat nichts mit dem zu tun dass sich Kapital zur Verfügung stelle damit da produktives draus gemacht wird wie ich das bei einer firma mache sondern es hat einfach nur die frage ob morgen jemand mehr oder weniger für eine einheit zahlt.

00:16:14: und dass ist was wo wir typischerweise nicht rein investieren sondern immer da wo man versteht grundsätzlich langfristig ökonomisch gibt es einen gründ warum jemand geld braucht und dann in britern dazu einem halt auch ne rendite zeit.

00:16:27: Wie bewertest du Gold in dem im direkten Vergleich?

00:16:30: Analog, also tatsächlich auch der Goldpreis ist nur getrieben von der Frage ob morgen mehr Nachfrage da ist oder weniger.

00:16:37: Der Diversifikationseffekt gerade so in den Themen Werte halt, der ist natürlich bei vielen Privat- oder Vermögenen hat das eine wichtige Rolle.

00:16:46: ich glaube aber dass es tatsächlich eher was für ein Privatportfolio ist wenn man das haben möchte und dann auch tendenziell vielleicht sogar lieber physisch.

00:16:55: Wir investieren es aus genau dem Grund, dass es nicht produktiv ist tatsächlich auch nicht in Gold.

00:17:00: Genau wie Bitcoin.

00:17:01: Diesen Gedanken einmal noch weitergedreht ein Hedge Fund würde mit einem vergleichsbar defensiven Risiko Profil in Gold, Bitcoins und aber auch andere Asset-Kassen oder Risikotreiber investieren.

00:17:14: käme so ein Vehikel denn dann für dich infrage?

00:17:17: Hedge funds ist ja sicherlich ein bisschen ein anderes Thema weil das ist das einzige Segment von der ganzen Anlageklasse.

00:17:22: was eigentlich darauf basiert Wenn man das jetzt im eigentlichen Sinne des Hedge Funds denkt, dass es auf Skill basiert ist und irgendwelchen Fähigkeiten entweder durch besondere maschinelle Technologie oder durch besonders smarte Leute die damit eine Rendite erwirtschaften können, die kein anderer verdient.

00:17:44: Das Ganze kombiniert mit viel viel leverage.

00:17:48: Wenn der Markt zu hundert Prozent effizient wäre, dann würde es diesen Hedge Fund Bereich nicht geben.

00:17:54: Ich glaube den Markt ist zu weiten Teilen effiziente aber irgendwelche Ineffizienzen gibt das immer und deshalb gibt es auch eine Rolle für Hedge funds die funktionieren aber aus unserer Sicht nicht auf Basis von Risikopremien jedenfalls nicht die Guten weil die Risikoptremen per se die kriege ich deutlich günstiger sondern skill und Das lässt sich dann entsprechend auch der hedge fund bezahlen.

00:18:14: sind private markets ne treffliche alternative Hedgefunks?

00:18:18: mal ganz banal gefragt erstmal.

00:18:20: Ich finde persönlich, dass das die und auch bei uns im Portfolio die bessere Alternative ist weil es ist viel viel transparenter Es ist viel klarer was gemacht wird.

00:18:31: Das ist viel logischer welcher auch real wirtschaftliche Wert geschaffen wird dementsprechend auch viel viel langfristiger orientierte Anlage in dem Bereich möglich.

00:18:43: also deshalb eigentlich eher die besseren Alternative.

00:18:47: Der Slogan ist Fender eine Demokratisierung einer Asset Klasse Stadt und über Neobroker aber auch digitale Plattformen können jetzt jeder mit Kleinsbetriegen schon in Private Credit, Private Depth und Private Equity investieren.

00:19:01: Ist das für dich ein Fingerzeug in die richtige Richtung oder eher einen Alarm?

00:19:06: Das ist tatsächlich eher einen alarm für mich weil das Problem ist gar nicht... Die Demokratisierung per se, sondern das Problem ist die Liquidität wo keine da ist.

00:19:17: Und das ist auch ein bisschen was man jetzt dieses Jahr an den Märkten vor allen Dingen auf der Private Credit Seite gesehen hat.

00:19:25: etwas liquide zu machen was illiquide ist hat noch nie gut funktioniert und wenn man als kleinste Anleger mit drei Klicks einen Asset kaufen kann dann geht man davon aus dass man es auch mit drei klicks verkaufen kann und das glaube ich ist keine gute Investment Strategie und auch für das System nicht sonderlich sinnvoll.

00:19:44: Wo ich allerdings Demokratisierung für total sinnvoll fände, ist wenn auch Kleinstanleger ein Renten-Portfolio hätten wo sie wirklich nicht rankommen und dass dreißigvierzig Jahre liegt und Geld einsammelt und akkumuliert und dort in Private Markets investiert würde dann wäre das glaube ich einen Mehrwert für die Einzelnen und für das eben zitierte bundesdeutsche Vermögen

00:20:09: Faktor Zinses-Zins würde sich auch noch mal niederschlagen können.

00:20:13: Absolut,

00:20:14: genau!

00:20:14: Also da sind dann ja für solche Zeithorizonte... Das spielt es dann auch keine Rolle ob ich fünfzig Euro im Monat in das Thema anlege?

00:20:22: Da habe ich tatsächlich einen großen Benefit.

00:20:24: aber das muss dann halt sichergestellt sein dass das nicht eine scheinbare Liquidität hat die nämlich in Wirklichkeit nicht vorhanden ist.

00:20:31: und sicherlich auch eines der interessanten Themen rund um Private Markets die aktuell vielleicht zur Überraschung sorgen.

00:20:39: Wenn du vermögen Generationsübergreifend denkst, welche Risiken werden heute aus deiner Sicht systematisch unterschätzt?

00:20:46: Das ist sicherlich die Inflation.

00:20:49: Also das ist sicherly die Nummer eins.

00:20:50: Die Inflacion auf der Investmentseite und die Generationsübergreifende Governance eine sinnvolle Governance auf der eher strukturellen Seite, die sicherstellt dass man langfristig zielkonkurrent arbeiten

00:21:03: kann Das ist interessant.

00:21:05: Das sind ja zwei hochinteressante Themen, die eine sind ja mittendrin in der Familie das andere ist erst mal nur auch ne Emotion ist mit Inflation.

00:21:13: meinst du da dass wir einer das ist auch ein schönes Wort einer Nominalzins Illusion unterlegen sind?

00:21:20: Ich meine den Nominal Zins ist es erstmal vorhanden und wenn man kein Risiko eingeht dann verdient man genau diesen Risikoneutral oder risikolosen an Nominal-Zins der aber, wenn überhaupt gerade die Inflation ausgleicht.

00:21:38: Ja nicht!

00:21:39: Vor allen Dingen nicht, wenn man berücksichtigt dass man noch irgendwelche Kosten hat, man hat Steuern und dann bleibt dann vom Vermögen.

00:21:46: das bleibt dann real nicht erhalten sondern dann hat man einen klaren Vermögensverzehr.

00:21:50: und das ist glaube ich was was man sich sehr sehr vor allem weil das ja kleine Prozente sind und es ist auch in einem Jahr gar nicht so entscheidend.

00:21:58: aber über Generationen drei Prozent jedes Jahr an Kaufkraftverlust.

00:22:04: Das macht dann doch sehr viel aus und das ist sozusagen die erste Hürde, die man erstmal verdienen muss.

00:22:09: Dann hat man irgendwie eine kleine Kostenhürde.

00:22:11: Die muss mal auch verdienen und erst dann kann man Geld verdienen was dann auch konsumiert werden kann oder für andere Zwecke aufgebaut werden kann.

00:22:21: Als zweites Thema hattest du eben hier ein Stück weit das strukturelle Handwerk was über den Übergang von einer Generation auf die andere auf die nächste angeht und im Hinblick auf die Family Governance.

00:22:31: Das ist doch auch schon seit Generationen ein Thema?

00:22:35: Ist es jetzt aktueller denn je, weil eben so unglaublich viel Vermögen quasi zur Transformation bereitsteht?

00:22:41: Das Thema ist schon immer da gewesen dass diejenigen, die das Geld erwirtschaftet haben

00:22:47: oft

00:22:48: glauben, dass sie nicht loslassen können und dass ohne sie das Ganze nicht funktioniert.

00:22:55: Das führt dann auch manchmal zu irrationalen Entscheidungen.

00:22:58: Jetzt haben wir aber mehr Vermögen, was in dieser Übergangsphase vorhanden ist und man sieht große Familien wo das im Streit geendet ist, wo dann Vermögens separiert werden muss.

00:23:10: andere kriegen das deutlich geräuschloser hin.

00:23:13: Das geht ja auch einher mit Erbschaftsteuer.

00:23:16: wie plan ich das?

00:23:17: Wie stelle ich sicher dass die Liquidität dafür vorhandenen ist?

00:23:22: ein, dass die nachfolgende Generation das Geld nicht verfrühstücken kann.

00:23:27: Es gibt ja diese vom Tellerwäscher zum Millionär und wieder zurück in drei Generationen.

00:23:32: mit diesen Aussage gibts tatsächlich glaube ich in fast jeder Sprache.

00:23:35: Das heißt da ist schon bisschen was dran, dass man auch die Vermögenstruktur so gestalten muss, dass sie langfristig nicht verkonsumiert werden kann und nicht zerstückelt wird und immer mehr zerstückelt wird und dann irgendwann nur noch wenig übrig geblieben.

00:23:50: Ist

00:23:51: es einfacher, Wohlstand in Kriegs- und Krisenzeiten oder Nachkriegs-und Krisenzeit aufzubauen?

00:23:57: Oder erhalten einen Wohlstand zu nähern und zu erhalten.

00:24:01: Ich meine wenn man sich anschaut wie viel Vermögen in den letzten Jahren entstanden ist würde ich wahrscheinlich statistisch sagen dass es leichter ist in einer florierenden Wirtschaft mit neuen Ideen auch globale Geschäftsfelder und gewaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

00:24:17: Und die dann zu monetarisieren, also die Anzahl der privaten Investoren.

00:24:22: Wenn man sich die Größe der neuen Vermögen anschaut, dann scheint es aktuell in den letzten Jahren leichter gewesen zu sein, Vermögan aufzupornen als jetzt vielleicht direkt nach Krieg.

00:24:33: Was für Strukturen braucht ist gerade in einer Family Governance?

00:24:37: Um

00:24:38: auch für die darauf folgenden Generation das Vermögend zu erhalten.

00:24:41: Ich

00:24:41: glaube, es ist ganz entscheidend, dass man klares Verständnis über die Anlageziele hat.

00:24:47: Idealerweise sind sie auch noch abgeleitet aus einer Familienkarte, also aus dem was eine Familie insgesamt will und die Ziele daraus ableiten.

00:24:56: Dann bedeutet das ,dass man Entscheidungsprozesse braucht, die angemessen sind für die auch am Ende Expertise auf den verschiedenen Ebenen.

00:25:06: Klingt jetzt sehr hochtrabend soll aber heißen wenn ich Familienmitglieder habe die keine Investment-Expertise haben, dann sollten sie eher bewerten ob das was gemacht wurde richtig ist und ob die Aufgabe richtig erfüllt wurde anstatt dass man sie dazu bringt über Einzelinvestment Entscheidungen zu diskutieren wo ihnen das nötige Fachwissen fehlt.

00:25:27: Genauso wie wenn ich zum Arzt gehe dann diskutiere ja auch nicht mit dem über irgendwelche medizinisch notwendigen Maßnahmen und ob man da jetzt links oder rechtsrum einen Faden ansetzt.

00:25:39: Christian du vergleichst Vermögen gerne mit einer Farm, die man an die nächste Generation übergibt.

00:25:44: Was bedeutet dieses Bild ganz konkret für Entscheidungen, die heute getroffen werden müssen?

00:25:48: Das heißt zum einen mal dass die aktuelle Generationen die Substanz erhalten muss das heißt sie darf die Erträge konsumieren aber darf nicht den Traktor auseinanderschrauben und die Einzelteile verkaufen.

00:26:00: Das heißt auf der Investmentseite dass man in der Lage sein muss zum einen langfristig zu investieren, das Thema Inflation.

00:26:08: Zu verdienen, das heißt aber auch, dass man handlungsfähig bleiben muss und nicht in Situationen reinlaufen darf wo man Liquiditätsengpässe hat und dementsprechend gezwungen ist Sachen zu verkaufen zu einem Zeitpunkt wo man sie nicht verkaufen möchte oder sollte.

00:26:22: Das sind eine andere wichtige Komponente Und es bedeutet auch, Ich sage mal Governance-Seite.

00:26:29: Definieren muss, was mache ich denn eigentlich in verschiedenen Marktphasen?

00:26:34: Wie reagiere ich da drauf?

00:26:36: Wer trifft an welcher Stelle welche Entscheidungen?

00:26:39: und das sind alles Themen die muss sich vorab diskutieren.

00:26:42: Wir haben eben kurz über Covid gesprochen.

00:26:44: wenn ich im März, zwanzig-zwanzig anfange darüber nachzudenken, was machen... Was wollen wir denn grundsätzlich machen, wenn der Marktwanzig Prozent runtergeht?

00:26:52: Da findet man keinen kühlen Kopf mehr für eine sinnvolle Diskussion die auch im Endeffekt durch ein gutes Policy Framework abgedeckt werden, sollten oder ein Investment-Policy Statement vor drin steht.

00:27:05: Wie gehe ich mit verschiedensten Themen um?

00:27:07: Nun ist eine große Familie und erst recht eine große Unternehmerfamilie ja mitunter auch Interessen getrieben was eigene Ziele, Ideen... Und dann geht und nicht nur irgendwo, ja der Pharma-Bauer Landwirt eines reiten Vermögens sondern mit Unterkommen ganz andere Themen dazu.

00:27:25: Wie schafft man es so eine Governance auch

00:27:27: gegen

00:27:28: viele emotionale Öhrungen in Würrungen sicher aufzustellen?

00:27:32: Das ist sicherlich ein Aspekt davon sich zu überlegen Auf welcher Ebene der Governance sind welche Leute involviert Mit welcher Expertise.

00:27:41: Jetzt das bei uns anschaue das Investment-Komitee oder Anlageausschuss.

00:27:46: da sitzt nur Leute, die Investmentkompetenz haben.

00:27:50: Das sind Externe, da sind auch Familienmitglieder drin.

00:27:55: oder die Aufgabenbeschreibung besteht erst mal aus Investmentkompatenz.

00:27:59: und dann die Frage wer kann das am besten erfüllen?

00:28:02: Und ich glaube es ist ganz schwierig wenn man dieses Thema Emotionalität vielleicht auch Bekanntschaften mit in den Anlageprozess reinbringt weil... Ich habe zwar manchmal über diesen Kanal einen Sourcing aber Das ist auch total wertvoll.

00:28:17: Aber dann muss ich natürlich in der Betrachtung des Ganzen die Emotionalität rausnehmen und das schaffe ich nicht, wenn ich als patriarch die Idee mitbringe und sage, dass es eine tolle Idee ist.

00:28:29: Schaut sie euch mal an!

00:28:30: Dann wird es in vielen Konstrukten schwierig zu sagen Nein, die Idee ist gar nicht so toll.

00:28:34: Das ist glaube ich sehr wichtig.

00:28:36: Du sprichst sehr wissenschaftlich trockengetrieben.

00:28:41: Ja, ist gut wenn das darüber

00:28:42: kommt!

00:28:44: Jetzt gibt es Familien oder auch Konstruktionen.

00:28:47: Ich habe Jungs von einer gehört.

00:28:48: da gibt es ein Immobilienpool der nähert sich aus Mieteinnahmen im jährlich siebenstelligen Bereich und die drei Geschwister teilen sich das in der Regel guter Dinge untereinander auf.

00:28:59: Und jetzt tritt er einfach eine Tochter oder einen Sohn aus dem Verbund und sagt, ich habe dazu keinen Bock mehr.

00:29:04: Ich will das nicht!

00:29:04: Das ist mir alles zu viel.

00:29:07: Und jetzt steht da so ein steuerschützendes Vehikel auf einmal im Feuer.

00:29:11: Frage wie kann man sich denn gegen solche Themen schützen?

00:29:17: Oder ist das Familienleben, wie es bei jedem anderem auch irgendwo am Äste funktionieren muss?

00:29:22: Also ich glaube wahrscheinlich auch ein großer Erfolgsfaktor von dem wir investieren die beiden Dinge so weit wie möglich zu trennen.

00:29:31: Familie ist Familie und da schaut das genauso aus, wie bei jedem anderen am Ess-Tisch und da geht es um Love and Happiness Und am Ende ist der Bruder und die Kusine verwandt und nicht LPs in irgendeinem Fonds.

00:29:46: Ich glaube das ist ganz wichtig und das soll auch so bleiben und das muss man auch tatsächlich.

00:29:51: wenn die Familie größer wird muss man das auch bewusst unterstützen dass dieser Zusammenhalt vorhanden bleibt.

00:29:57: Auf der Investmentseite muss aber nicht Einheit darüber herrschen, ob man jetzt das eine Haus kauft oder ob man in den einen Private Equity-Fonds an der Westküste in den USA investiert.

00:30:10: Das ist im Zweifel überhaupt gar nicht relevant, desto größer die Familie und desto irrelevanter ist es auf der Ebene des Küchentisches.

00:30:18: Und deshalb eben diese Trennung auch in der Arbeitsweise wer trifft diese Entscheidung und welche Entscheidung trifft die Familie.

00:30:26: Die Familie muss allerdings über Ziele reden, also das ist eine ganz klare Sache, die man auch nicht delegieren kann.

00:30:32: Also will ich Kapitale erhalt?

00:30:33: Will Ich nur in Venture Capital investieren?

00:30:36: Will ich nur Immobilien machen?

00:30:37: Das sind Themen da kann man beraten zur Seite stehen.

00:30:41: am Ende ist es was eine Entscheidung.

00:30:44: das muss das Familienkonstrukt treffen und danach sollte das ab und zu mal sich Mit der Frage beschäftigen wird das so umgesetzt, wie wir das haben wollen.

00:30:52: Aber nicht mit der Frage jeder einzelne Entscheidung zu überprüfen.

00:31:00: Wer bist du in dem Konstrukt?

00:31:01: Ich bin der Bauer, der vielleicht das Feld beackern darf oder der das Feld beiackert mit dem Team Gießen, Pflanzen,

00:31:09: Trecker fahren,

00:31:10: Ernten genau

00:31:11: und inwieweit bist Du dazwischen?

00:31:14: Landwirtschaftlichen Praxis, der Family Governance so etwas wie das Kit des Ganzen?

00:31:19: Tatsächlich.

00:31:19: Ich meine, das ist schon die Übersetzung von der oft technischen in jeder einzelnen Essertklasse sehr spezifischen Welt mit ihren eigenen Gegebenheiten und ihren eigenen Sprachen auf einen Ebene, die sich dann konzentriert darauf, hat sich das Vermögen grundsätzlich verändert.

00:31:41: Was sind grundsätzliche Treiber, die dazu geführt haben?

00:31:44: Dass das Vermögung sich von A nach B entwickelt hat.

00:31:47: Diese Übersetzung würde ich sagen, dass ist vor allen Dingen die Aufgabe, die da bei mir und uns liegt.

00:31:54: Das ist vielleicht auf der Farbenseite des Produkt dann wirklich so darzustellen, dass man es auch konsumieren kann.

00:31:59: Aber das geht mitunter von der Urmöhre bis hin zum... Solarpennel auf der Scheune.

00:32:04: Absolut!

00:32:05: Das ist aber auch gleichzeitig, ich meine das ist die Herausforderung, aber auch gleichzeitig das Spannende diese Breite an Essetlassen und Themen auch zu bespielen weil da kann ich dann ja wirklich Diversifikationen rausfinden wenn man immer schaut wir machen zum Beispiel wir investieren in Musikrechte genauso wie in Infrastruktur oder auch klassische Aktien und Private Credit in verschiedensten Arten und Weisen.

00:32:32: Und das zu kombinieren in der richtigen Art und Weise auch regional, das macht an einem Prinzip ein gutes Portfolio aus.

00:32:39: Du hast gerade von Übersetzung gesprochen?

00:32:41: Wie kannst du denn sicher gehen dass der gegenüber dich auf der gleichen Frequenz hörst, auf der du funkst bzw deine Übersetzung auch so versteht wie er zu verstehen sollte?

00:32:53: Das ist eine Herausforderung.

00:32:54: Da kann man tatsächlich nochmal die Analogie des Arztes verwenden.

00:32:58: Nicht jeder Arzt ist in der Lage einem auch zu kommunizieren, was jetzt gerade zu tun ist.

00:33:04: Wenn er nur lateinische Begriffe verwendet dann muss ich danach die Diagnose zu Hause bei der KI reinschmeißen um zu verstehen, was man überhaupt hat und ich glaube das ist die Übersetzungsaufgabe.

00:33:16: Das Detail dafür gibt es ja die Experten, die sich damit beschäftigen, was das jetzt bedeutet dass erstmal was ist eine BDC, das eine BDC möglicherweise zu viele Redemptions hat im Private Credit Bereich.

00:33:30: Ob es uns betrifft?

00:33:31: Ob das vielleicht sogar eher eine Anlage Opportunity darstellt?

00:33:35: Das ist technisch, das ist gar nicht so relevant.

00:33:38: wenn ich jetzt raussume und mich frage Ist Private Credit möglicherweise?

00:33:42: Ist das ein systemisches Risiko?

00:33:45: wie ist unser Portfolio dazu aufgestellt?

00:33:47: müssen wir uns Gedanken machen.

00:33:49: dann ist das ne Ebene über die man da sprechen kann und das ist diese Übersetzung.

00:33:54: Wie

00:33:54: austauschbar machst du dich, wenn die Struktur ordentlich aufbereitet ist?

00:34:00: Ich glaube dass eine gut aufbereitete Struktur erstmal die Grundvoraussetzung dafür ist um langfristig vernünftig zu investieren und zu arbeiten.

00:34:09: ich glaube dass immer ein Stück auch von Individuen getrieben ist aber eben auch der institutionelle Prozess ne wichtige Komponente darstellt um Erfolg zu machen.

00:34:20: Austauschbar oder nicht, das ist nicht meine Entscheidung.

00:34:24: Aber eine emotionale Komponentin spielt da auch rein?

00:34:28: Auf meiner Seite!

00:34:29: Naja ich mein wenn man das Ganze aufbaut und dann vorantreibt, dann ist es natürlich schon auch etwas wo man selber auch mit stolz drauf ist.

00:34:37: aber gleichzeitig sollte man auch finde ich seine eigene Rolle nicht überschätzen.

00:34:40: Das gilt glaube ich für viele.

00:34:43: Das universell einsetzbar.

00:34:45: Das

00:34:45: ist glaube ich universelleinsetzbar

00:34:47: Christian, wenn wir uns in fünf Jahren wieder treffen.

00:34:50: Welche heute weit verbreitete Überzeugung über Vermögensanlage wird dann vermutlich nicht Menkel?

00:34:56: Da fallen mir tatsächlich ein bisschen drüber nachgedacht.

00:34:58: aber fallen mir jetzt im Nachhinein drei Sachen ein.

00:35:01: Haben

00:35:01: wir die Fragen vorab geschickt?

00:35:03: Nein!

00:35:04: Aber das ist ein Thema wo ich viel darüber nachdenke weil man natürlich... Ich meine als wir vor zehn Jahren das Ganze aufgesetzt hat da haben wir es so aufgesetzt dass es idealerweise zu dem Zeitpunkt State of the Art war keinen Sinn, irgendwas aufzusetzen was nicht State of the Art ist.

00:35:19: Jetzt ist ja die Frage wie bleibt man State-of-the-Art?

00:35:21: und wenn ich jetzt Portfolien anschaue dann glaube ich sind drei Sachen die mir einfallen diesbezüglich relevant.

00:35:29: einmal glaube ich das Infrastruktur als Anlageklasse einen breiten Weg in Portfolie finden wird einfach weil die auf der einen Seite des Bedürfnis zu finanzieren wichtig ist und gleichzeitig an Diethe attraktiv wirklich ein bisschen differenziert ist.

00:35:45: Das nächste ist, glaube ich, wenn man Vermögensthemen anschaut dann ist es sobald das aus dem Neobroker-Bereich rausgeht immer noch sehr sehr persönlich, sehr viel persönliche Interaktion.

00:35:58: und wenn man sich gerade jüngere Vermögen anschaut, dann ist die Nachfrage nach digitalen Services, glaube auch vielleicht aus Kostengründen, aber tatsächlich wenn ich vor die Wahl gestellt wäre zu gleichen Konditionen denn nicht mit einem Bankberater zu reden oder das online zu machen dann ist glaube ich meine Antwort relativ klar.

00:36:22: Und das letzte was ich mir tatsächlich vorstellen könnte ist dass diese gerade auch aus europäischer Sicht diese Dominanz des US-Aktienmarktes als das Maß aller Dinge für Portfoliorenditen abnehmen wird und man noch viel breiter schauen wird der klassischen Vermögensanlage.

00:36:41: Bereitest du dich auf das Eintreten dieser Hypothesen heute schon vor?

00:36:45: Ja,

00:36:46: ich meine man muss viel mehr an auch in Szenarien denken.

00:36:50: natürlich ist es immer so dass die jüngste Vergangenheit oder die erlebte Vergangenheiten hat einen größeren Wert als Marktphasen diesmal gegeben hat aber man selber nicht erlebt hat.

00:37:02: nichtsdestotrotz glaube ich ist es wichtig über Szenarien nachzudenken, wo eben und wir haben ja schon auch gewisse Teile gesehen.

00:37:11: Wo der US-Dollar nicht in jedem Szenario auf einmal der Safe Haven Asset ist oder wo vielleicht die USA mal nicht global dominierend an den Ton angeben wie irgendwas passiert?

00:37:23: Und das sind Szenarianen da muss man drüber nachdenken und da kann man auch jetzt schon in gewisser Weise dann über die Pros und Cons von Veränderung der Allokation etc.

00:37:34: diskutieren und das ist notwendig ja.

00:37:37: Christian,

00:37:37: vielen Dank für das Gespräch!

00:37:39: Hoffen wir sehen uns nicht erst in fünf Jahren wieder?

00:37:41: Vielen Dank

00:37:42: aber stellen dann trotzdem vielleicht einiges nochmal auf den Prüftat.

00:37:45: Vielen Dank für deinen Besuch.

00:37:46: Vielen dank für die Einladung.

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