Alle stürmen ins Gold – diese DWS-Managerin verkauft

Shownotes

In dieser Folge von „For Professional Investors Only" spricht Christoph Fröhlich mit Tanja Siegrist, Senior Portfolio Managerin im Multi-Asset-Team der DWS in Frankfurt, über die wichtigste Frage in einem Markt voller gleichzeitiger Schocks: Gibt es überhaupt noch sichere Häfen?

Worum es geht:

  • Warum Gold, Staatsanleihen und der Dollar zunehmend gleichzeitig fallen – und was das für Diversifikation bedeutet
  • Die Lehren aus 2022 und warum die Ausgangslage heute eine andere ist
  • Gold: Wogegen es eigentlich versichert, warum Notenbanken aufstocken – und warum die DWS ihre Quote reduziert hat
  • US-Treasuries und Bunds: risikofreier Zins oder politischer Schuldschein?
  • Unternehmensanleihen, Hochzins und die stillen Risiken im Private Credit
  • Jenseits von 60/40: Warum man heute Risikotreiber statt Anlageklassen diversifiziert – und das versteckte Dollar-Exposure im MSCI World
  • Fed unter Kevin Warsh, EZB-Kurs und das Risiko geldpolitischer Fehler

Mehrwert für Hörer: ein konkreter, praxisnaher Blick darauf, wie ein professionelles Multi-Asset-Team in Echtzeit zwischen Gier und Angst navigiert – und welche Denkfehler private wie professionelle Anleger gerade jetzt vermeiden sollten.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung und stellen keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung dar.

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00:00:02: Klar, die Inflationsraten sind auch sehr deutlich angestiegen.

00:00:05: Weil man eben diese klassischen Zweitrundeneffekte beobachtet hat nach dem Energiepreischock.

00:00:10: und doch hat natürlich dazu geführt dass die Zentralbanken sehr deutlich die Zinsen erhöhen mussten.

00:00:14: Und im Markt war das dann so mehr oder weniger das Worst Case-Szenario weil sowohl Aktien als auch Anleihen gleichzeitig gefallen sind.

00:00:23: Wenn der Worst Roller nicht mehr so wichtig ist als für Sehwerwährung es wäre kommt denn als Alternative Währungen damit in Spiel.

00:00:29: Gerade Gold wird sich aber ein sehr eindrottlicher Gewinner.

00:00:32: Aber die Freigestellung ist natürlich auch, wie schnell kann so eine Anpassung präsieren.

00:00:46: Risiko-Hinweis Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung.

00:00:53: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.

00:00:55: Und jetzt geht's los.

00:00:57: Moin Malte Grüß dich Moin

00:00:58: Christoph ich grüße zurück

00:01:00: Malte, ich habe mich jetzt die Tage und auch mit unserem heutigen Gesprächspartner zugleich mit Multi-Asset beschäftigt als Anlageklasse.

00:01:07: Stark!

00:01:07: Das ist ja angesichts multipler Krisen – ob jetzt auf der Aktienseite, der geopolitischen Seite aber auch was die Zentralbanken angeht sicherlich eine recht sportliche Aufgabe?

00:01:18: Genau das ist gerade... Komplexe Situationen.

00:01:21: Wir haben den Iran Krieg, die Straße von Homoz Ditzus und wo kein Schiff mehr durchkommt der Kevin Warsh als neuer Fettchef, der ja eigentlich eher Stabilität bringen soll Trump, der da aber die ganze Zeit im Hintergrund immer noch irgendwie drückt dass die Zinsen nach unten gehen.

00:01:34: wir haben der EZB auch unter Druck Schulden in USA also so viele Shocks gleichzeitig.

00:01:39: Und meine heutige Gesprächspartnerin, die Tanya Siegrist Die muss das alles ein einziges Portfolio gießen.

00:01:46: Das ist sicherlich eine Herausforderung, aber andererseits wenn man sich mal ein bisschen Zeit nimmt und die nächsten zehn, zwanzig Jahre zurückdenkt so richtig bequem war es ja nie in den letzten Jahrzehnten.

00:01:55: Nee das stimmt wir hatten auch viele Krisen und Chocks wobei sich immer sehr schnell das wieder ausgewetzt hat.

00:02:00: eigentlich in den zumindest in den Letzten fünf Jahren seit Corona waren ja immer diese V-Fürmigen Erholungen und meistens ging's sogar höher raus als das.

00:02:07: also man musste nur ein paar Wochen aussitzen.

00:02:09: ich fürchtet diesmal wird vielleicht ein bisschen anders sein wie sie darauf blickt dass hören die Zuschauer gleich.

00:02:15: Was ist denn eine Schlagzeile bei dir dieses Jahr gewesen, wo du direkt zum Handy gegriffen hast und vielleicht auch am Wochenende und gleich mal tiefer durchgebuddelt hast?

00:02:22: Gibt es das?

00:02:23: Nein.

00:02:23: Das gibt's nicht!

00:02:24: Ich hab' auch kein Fernseher mehr zu Hause – ich bin noch nicht so ein Schlag-Zeilen-Junkiemehr.

00:02:28: Ich erinnere aber einen Gespräch.

00:02:29: Ich glaube, dass hattest Du jüngst geführt.

00:02:31: Da sagtet der hingegen über... Machen Sie mal den Test, kaufen Sie mal eine Tageszeitung.

00:02:36: Lassen Sie sie zwei Wochen liegen und lesen Sie dann den Wirtschaftsteil.

00:02:40: Das war der Michael Ape von Hamburger Aktienklub.

00:02:42: Genau, wir hatten

00:02:43: gerade im Podcast.

00:02:44: Und ich glaube da ist viel dran!

00:02:45: Ja ja... Das

00:02:46: ist ne geile Geschichte.

00:02:47: einfach mal und ich glaube wahrscheinlich ist ein Großteil denn hinfällig schon gegessen oder hatte niemals die Brisanz bekommen, die man dem Thema unterstellt hat?

00:02:55: Das stimmt.

00:02:55: bevor wir gleich nochmal weiter quatschen würde ich kurz mal Interviewpartnerinnen heute vorstellen, mein Gast ist Tanja Siegris.

00:03:01: Sie ist Senior Portfoliomanagerin im Multi-Asset Team der DWS in Frankfurt.

00:03:06: Sie hat als Traderin bei der Deutschen Bank angefangen, Zinsderivate bepreist, eigene Risiken gemanagt und sitzt inzwischen seit zehn Jahren bei der DDS auf der Multi Assets Seite wo sie auch im Umfeld vom Konzept Kaldemorgen mitmischt und auch den Invest Credit Opportunities mitverantwortet.

00:03:21: also kurz gesagt sie ist genau die, die morgens nie weiß was der Tag bringt aber deshalb genau auch hingeht.

00:03:26: Wenn jemand erklären kann, ob es in diesen Zeiten überhaupt noch sichere Häfen gibt.

00:03:30: Also dieses Safe Havens, von dem man ja immer liest dann sie.

00:03:34: Darum dreht sich auch das Gespräch im Wesentlichen.

00:03:36: Gibt's Gold?

00:03:37: Sind US-Staats allein und so sind das überhaupt noch sicherer Anlageklassen?

00:03:41: Toll!

00:03:41: Da bin ich gespannt.

00:03:42: Christoph darf ich trotzdem noch ein Thema aufmachen bevor wir rein hören?

00:03:45: Klar

00:03:45: gerne

00:03:46: Wir duzen hier jeden in unserem Podcast.

00:03:49: Wie findest Du das?

00:03:51: Ich finde das gut, ich finde es macht gleich eine gewisse andere Gesprächsatmosphäre als wenn man sich sieht.

00:03:55: Man kommt auch schneller in den direkten Austausch, ich glaube den Robert Habeck hatten wir gesiezt und vielleicht auch ein zwei andere wo man das eine Eminenz ist die man sich nicht getraut hat.

00:04:04: aber wie...

00:04:04: Den Bundeswehrgenerei gedutz?

00:04:06: Den habe ich gedutz!

00:04:06: Das war Chris.

00:04:08: Aber wie stehst du denn dazu?

00:04:09: Ach, ich find' es ist ja jetzt in den letzten Tagen immer mal vorkommen.

00:04:12: Wir hatten ja Martin Souter auf einer Konferenz getroffen.

00:04:15: der hat gesagt einen Du muss man sich erst verdienen.

00:04:17: Gestern die DWS-Kollegin, die hier war.

00:04:20: Die erzählt ja dann auch sie duzt schon ein Großteil ihres Teams.

00:04:24: aber es gibt da immer noch die graue Eminenz Klaus Kaldemorgan Das ist der Herr Kaldemorgen.

00:04:29: Ja das gibt's in vielen Firmen habe ich gehört.

00:04:32: also dass da immer Leute gibt die ganz langweilig sind und die das ganz konsequent machen Dass sich diese Duldskultur nicht mitgehen was ja bei der DWS ganz interessant ist oder auch bei der Deutschen Bank insgesamt dass die eine Duld Skulptur eingeführt haben vor Eineinhalb, zwei Jahren würde ich jetzt mal sagen.

00:04:46: Also selbst Stefan Hobs und so leben das ja aktiv vor.

00:04:50: Wir duzen ja auch alle intern.

00:04:51: Kennst Du das Hamburger Sie?

00:04:53: Nein!

00:04:55: Man nennt jemanden beim Vornamen und sieht es hier.

00:04:58: Das gibt's unter den Kaufleuten.

00:05:00: Also Malte...

00:05:01: Kommen Sie mal bitte.

00:05:02: Kommen sie mal bitte, das ist ja auch wild.

00:05:04: Können wir auch mal eine Folge

00:05:05: machen.

00:05:06: Finde ich sehr gut.

00:05:06: also gebt uns doch mal Feedback wie ihr eigentlich das findet dass wir die Gäste duzen oder wie sie das finden Falls euch das Gespräch durch die nächste Headline-Woche hilft, eine fünf Sterne Bewertung kostet euch weniger Zeit als Trumps letzten Post zu lesen.

00:05:22: Und jetzt würde ich sagen, hören wir mal rein!

00:05:26: Tanja Multi Asset Manager gelten ja so ein bisschen alt wie die Generalisten oder den Portfoliomanagern.

00:05:31: also du musst von allem ein bisschen was verstehen.

00:05:34: in Zeiten wie diesen fühlt sich das gerade eher an wie ein Privileg für dich?

00:05:37: Oder eher wie nachher sagt man ein Stück weit ne Zumutung.

00:05:40: Also ich muss sagen für mich ist... Portfoliomanagement auf der Multieste Seite eigentlich immer ein Privileg, weil wir haben jederzeit die Möglichkeit in allen Anlageklassen zu schauen.

00:05:49: welche Möglichkeiten gibt es gerade?

00:05:50: Welche Opportunitäten tun sich auf und dann eben flexibel das Portfolio in die Richtung zu steuern oder anzupassen.

00:05:56: Das heißt für uns ist das eigentlich Freiheitsgrad, den wir nutzen können im Vergleich zu den klassischen Aktien oder Anleihenportfoliemanagern.

00:06:04: Dass wir da flexibel zwischen den Anleigeklassen wechseln können und natürlich auch schrauben können.

00:06:09: wie ist das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Anlegeklassen im jeweiligen Marktumfeld?

00:06:13: Ich würde mit dir heute gerne über sichere Häfen reden!

00:06:17: Das wird sichere Hafen- oder die Redewendung.

00:06:18: Kannst du das eigentlich noch hören?

00:06:20: Oder ist es inzwischen einer dieser Begriffe dem man in jedem Markkommentar immer wieder liest der, der immer wieder auftaucht aber der eigentlich immer weniger bedeutet?

00:06:27: Also für uns sind sichere Häfen bzw.

00:06:29: ich würde es allgemeiner formulieren, die Diversifikation im Portfolio auf jeden Fall ein sehr wichtiger Bestandteil.

00:06:35: Für uns bei den Kunden ist der Fokus darauf nicht nur Rendite zu generieren sondern eben auch die Risiken im Blick zu haben also die risikoadjustierte Rendite für die Kunden zu optimieren.

00:06:44: und daher ist es für uns natürlich ganz wichtig zu schauen wie spielen die einzelnen Anlageklassen miteinander zusammen?

00:06:50: gibt es vielleicht die Möglichkeit Riesigen die wir beispielsweise auf der Aktienseite nehmen Dadurch zu reduzieren, dass wir ihn in anderen Anlageklassen dann entsprechende Investments tätigen die das Gesamtrisiko des Portfolios runterbringen.

00:07:02: Und da kommen natürlich die sicheren Häfen ins Spiel.

00:07:05: Das ist natürlich immer ein sehr schwieriges Thema gerade im aktuellen Umfeld.

00:07:09: was funktioniert denn überhaupt noch als sicherer Hafen?

00:07:11: also klassisch nennt man da ja gerne mal das Gold aber eben auch Staatsanleihen Hoher Bonität, also US-Staatsanleihen, dort die Staatsanleihen beispielsweise.

00:07:20: Aber eben auch Währung wie der Dollar der japanischen Jänner oder Schweizer Franken und das ist natürlich im Moment gerade ein sehr fragiles Zusammenspiel was wir da sehen.

00:07:30: In der Vergangenheit haben wir häufig gesehen, dass sich diese Anlageklassen in verschiedene Richtungen bewegt haben.

00:07:35: Unterschiedliche Treiber hatten gerade zu Krisenzeiten.

00:07:38: im aktuellen Umfeld.

00:07:39: Sieht es da tatsächlich leider ein bisschen anders aus?

00:07:41: Du bringst deine Expertise an mehreren Forms bei der DWS ein jetzt mal mit Off-Multi-Asset geblickt.

00:07:47: wenn dein Portfolio oder euer Portfolios ein Wetterbericht wäre wie würde die Vorhersage für die nächsten zwei Monate lauten?

00:07:53: Man muss sich, würde ich sagen auch weiterhin auf Turbulenzen einstellen.

00:07:58: Wir haben es eigentlich seit Amtsantritt von Donald Trump gesehen, dass da gerade auf geopolitischer Seite doch immer das eine oder andere Störpelement dazukommen ist.

00:08:06: Wir sehen einmal mit dem Hannes-Konflikt im April, in den letzten Jahren, als er so richtig losgegangen ist, dass die Märkte dadurch mal ein bisschen volatiler geworden sind... Aber beispielsweise jetzt auch zu Beginn des Jahres.

00:08:18: Grönland ist vielleicht auch noch vielen in Erinnerung, heißt Trump das plötzlich erhaben wollte und dann eben jetzt auch gerade seit Ende Februar der Iran Krieg, der die Märkte ja auch durchaus ein bisschen durcheinander gebracht hat.

00:08:30: Und für den Moment sieht es leider nicht so aus als ob sich das deutlich beruhigen würde.

00:08:35: Wir sehen ja weiterhin dass der Konflikt nicht gelöst ist.

00:08:38: Gerade die Straße von Homoostia sehr wichtig ist Für den Ölhandel ist weiter nicht geöffnet für den regulären Verkehr.

00:08:46: Und da sehen wir natürlich auch weiterhin, dass da durchaus ein bisschen Unruhe im Markt da ist.

00:08:50: Gleichzeitig haben wir dann noch andere Themen wie künstliche Intelligenz beispielsweise, wo ja auch sehr viele größere Börsengänge erwartet werden die nächste Zeit und zusätzlich eben auch noch wichtige Themen bezüglich Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik, Staatsdefizite, die eben durchaus auch im aktuellen Umfeld für etwas Unruhen sollen könnten.

00:09:10: Also greifst du schon nach dem Regenschirm oder vertraust du noch auf Sonne?

00:09:14: Grundsätzlich sind wir weiterhin konstruktiv für die Aktienmärkte.

00:09:18: Wir haben schon noch die Hoffnung auf Sonnenschein, aber ich glaube im Moment hatte es auch nicht den Regenschirmen mit dabei zu haben also wirklich auch im Portfolio auf die Risiken genau zu schauen und zu hinterfragen.

00:09:29: macht das jetzt Sinn weiter in den großen Trends investiert zu sein?

00:09:33: in Lebenmaße Man hat ja gesehen, auf der IT-Seite kann es durchaus auch mal ein bisschen volatiler werden.

00:09:39: Also gerade die Halbleiterwerte haben wir durchaus auch mehr Volatilität gezeigt in den letzten Wochen und da ist das natürlich sehr wichtig genau drauf zu achten.

00:09:47: Ist für uns die erwartete Rendite und das Verhältnis zum Risiko was wir dafür im Portfolio haben, ist das für uns dann weiter attraktiv?

00:09:56: Und da ist natürlich immer wichtig denn auch zu sagen hier nehmen wir vielleicht ein bisschen Risiko raus und schauen ob es nicht irgendwo einen anderen Anlage lassen besser allokiert wäre.

00:10:04: Fangen wir mal beim Auslöser an in diesem Jahr.

00:10:06: Du hast ja auch gerade schon die Straße von Homus angesprochen, durch die ja normalerweise rund ein Viertel des sehwertigen Ölhandels läuft.

00:10:12: Die ist ja auch ein bisschen zum Synonym für dieses Markt geworden.

00:10:15: Das ist ja auf viele ein geopolitisches Drama.

00:10:17: Für einen Multi-Asset-Portfolio sind da eigentlich vier Shocks auf einmal, die Inflation steigt... Das Wachstum sinkt, Liquidität wird kritisch.

00:10:24: Die Korrelation verändert sich.

00:10:25: Welcher davon macht dir aktuell am meisten Kopfzerbrechen?

00:10:28: Also für uns ist tatsächlich die Fragestellung wie es sich das auf die langfristigen Inflationserwartungen auswirkt zusammen mit den wissenschaftlichen Aussichten entsprechend die wichtigste Frageställung weil dass natürlich eine sehr wichtige Kombination ist wie man ja beispielsweise auch in zwei tausend zwanzig während des ukrainekriegs gesehen hat.

00:10:47: da waren auf einmal die langfristen Inflation Erwartungen sind deutlich angestiegen.

00:10:52: Klar, die Inflationsraten sind auch sehr deutlich angestiegen.

00:10:54: Weil man eben diese klassischen Zweitrundeneffekte beobachtet hat nach dem Energiepreischock und das hat natürlich dazu geführt dass die Zentralbanken sehr deutlich die Zinsen erhöhen mussten Und im Markt war es dann so mehr oder weniger das Worst Case-Szenario aber sowohl Aktien als auch Anlagen gleichzeitig gefallen sind.

00:11:10: Das heißt viele Investoren die vor allem in den beiden Anlageklassen allokiert sind was ja auch die beiden traditionellen Anlage Klassen sind haben natürlich dann entsprechend sehr deutlich gelittenem Portfolio.

00:11:20: Aber das könnte sich doch Theoretisch wiederholen, oder?

00:11:23: Theoretischer Ja.

00:11:25: Aber von der grundsätzlichen Ausgangslage sieht es diesmal ein bisschen anders aus.

00:11:28: Also in den Jahr-Zweißen-Zweiundzwanzig sind wir ja auf der Corona-Phase direkt rausgekommen.

00:11:34: Das war eine Phase als die Zentralbanken sehr viel Geld in den Markt gebracht haben und so die Geldlänge sehr deutlich eingestiegen ist gleichzeitig auch sehr viele Fiskalprogramme dafür gesorgt haben dass zusätzlich die Wirtschaft unterstützt wird Und die ECB und auch die FED hatten expansive Geldpolitik, also haben wirklich die Märkte deutlich unterstützt.

00:11:54: Das sieht im Moment ja ein bisschen anders aus als auf der EZB Seite sagen Lagarde, die ja die EZP Präsidentin ist.

00:12:02: Ja, regelmäßig sind wir jetzt im neutralen Bereich und dementsprechend ist da auch im Moment nicht wahnsinnig viel Bedarf zu sagen.

00:12:10: Wir müssen direkt die Zinsen sehr deutlich erhöhen.

00:12:13: Die Erwartungshaltung ist schon, dass der EZB was machen wird einfach um die langfristigen Inflationserwartungen weiterhin auf dem aktuellen Niveau zu halten also nicht deutlich über zwei Prozent laufen zu lassen weil das eben das Mandat der ECB als die Preistabilität zu wahren.

00:12:28: Aber die Erwartungshaltung ist jetzt nicht, dass Sie einen vergleichbaren Zinserhöhungszyklus sehen wie wir es beispielsweise in den Jahr-Zwischen.

00:12:35: Und ein wichtiges Argument dafür sind eben diese Zweitrundeffekte, die wir im aktuellen Umfeld zumindest bisher noch nicht sehen und auch erwarten würden das sie deutlich schwächer ausfallen als es in der Fall war, als wir wirklich so eine Preislohnspirale gesehen haben.

00:12:50: Es gibt ja die These, wir müssten uns jetzt an einer Art Stackflation Leid gewöhnen.

00:12:54: Andere sagen das ist nur so ein Temporärer-Ölpreisreflex der es nach der nächsten Feuerpause im Grund auch wieder weg.

00:13:00: Wo stehst du da oder ihr?

00:13:01: und vor allem wie trennst Du?

00:13:03: Wie trennt Ihr im Portfolio das temporäre Signal von einem echten Regimenwechsel?

00:13:08: Also für uns ist natürlich immer sehr wichtig was in den langfristigen Erwartungen und welche Einflussfaktoren sehen wir aktuell?

00:13:17: Und wenn man sich jetzt meinen Schritt zurücknimmt von den Märkten und einmal anschaut, was treibt denn aktuell gerade die Weltwirtschaft?

00:13:24: Dann sind wir da verschiedene Elemente.

00:13:26: Das eine ist natürlich das Thema KI also Digitalisierung.

00:13:31: Wir haben aber auch Demografie beispielsweise und wir haben natürlich auch die Inflationen und Staatsverschuldungen, die auch sehr wichtig sind von den Einflussfaktoren und für uns es dann immer sehr wichtig zu verstehen Diese langfristigen Trends, die wir im Markt sehen, wie werden sie denn beeinflusst von den entsprechenden aktuellen Geschehnissen?

00:13:50: Sollen die dafür, dass sie komplett anders ausgestaltet sind in Zukunft.

00:13:54: Beispiel eben die Inflation.

00:13:56: als dann der Ukrainekrieg losging war relativ klar das die inflation zumindest auf absehbare Zeit etwas höher ausfallen würde.

00:14:04: Im aktuellen Umfeld sehen wir schon, dass grundsätzlich das Inflationsniveau und auch das Zinsniveaux etwas angestiegen ist.

00:14:10: Da werden wir jetzt auch nicht erwarten, dass es direkt wieder aufs Jahrniveau zurückkehrt.

00:14:14: Und das ist für uns dann eben wichtig.

00:14:15: zu der Frage, was bedeutet das dann entsprechend für die Anlageklassen?

00:14:18: Das wird ja für die Bewertung von Aktien beispielsweise aber natürlich auch was bedeutet grundsätzlich für die anleihenseite im Portfolio und da ist es für uns sehr wichtig zu verstehen haben wir jetzt wirklich nur einen kurzfristigen Anstieg beispielsweise auf der Inflationszeit?

00:14:32: also temporär geht die Inflation mal nach oben das ist natürlich auch die Meinung war sehr viele Zentralbänke aktuell noch vertreten.

00:14:39: kurzfristiger Anstieg ist.

00:14:41: Kein dauerhafter Anstiege der Inflationsraten und dann geht die Inflation sukzessive wieder zurück, wenn wir uns allerdings beispielsweise die USA anschauen.

00:14:50: Da sind wir jetzt ja schon auch seit geraumer Zeit über den zwei Prozent Ziel der Fett was die Ininflation angeht.

00:14:55: also ich glaube es ist nicht falsch davon auszugehen dass die strukturelle Inflitionsraten etwas höher ausgefallen.

00:15:02: im Moment.

00:15:03: Lass uns mal ein bisschen Tiefer gehen beim Gold, du hast das gerade schon angesprochen.

00:15:06: Das ist natürlich der sichere Hafen für viele!

00:15:09: Da ist auch ein Datenpunkt, der mich in diesem Jahr sehr fasziniert hat.

00:15:11: Laut ECB halten die Notenbanken jetzt inzwischen mehr Gold als US-Staatsanleihen – Gold bei rund siebenundzwanzig Prozent der Reserven Treasuries bei zweiundzwantzig, was ja ein historisches Novum ist.

00:15:20: Die ECB räumt ja selbst ein, dass der Sprung stark vom Goldpreis getrieben ist.

00:15:23: also zu den Preisen von zwanzig dreiundzwundzig würden die Treasurys noch vornliegen.

00:15:27: Wie viel würdest Du sagen?

00:15:28: Ist davon wirklich eine strategische Umschichtung der Notenbanken?

00:15:31: Und jetzt, wie wir einfache Mathematik und ist das auch ein Stück weit ein Misstrauensvotum gegen den Dollar oder einfach der Preiseffekt von der Rallye die Statistik verzerrt?

00:15:41: Also was man grundsätzlich sagen kann.

00:15:43: Der Goldpreis ist gerade die letzten beiden Jahre sehr stark davon getrieben dass die Zentralbanken gerade in vielen Schwellen nennen deutlich mehr gold in ihren Währungsreserven allokiert haben Und das ist natürlich auch nicht ein ganz neues Phänomen.

00:15:57: China hat bereits um die zwei Tausend neunzehn Jahre angefangen, schon sehr deutlich über Staatsanleihen abzubauen – also US-Dollar aus ihren Währungsreserven zu reduzieren und das in Gold umzuschächten.

00:16:09: Die Bewegung hat dann tatsächlich nochmal deutlich einen Fahrt aufgenommen nach dem Ukrainekrieg als die russischen Zentralbankgut haben einmal eingefroren worden sind.

00:16:18: Und das natürlich bei vielen Schwellennändern dazu geführt hat, dass sie hinterfragt haben wie viel Dollar wollen wir denn im Portfolio bei uns haben?

00:16:24: Das kann ja potenziell sanktioniert werden also nicht mehr zur Verfügung stehen und dementsprechend ist dadurch aus einiges in Richtung Gold umgeschichtet worden.

00:16:31: was wir allerdings auch gesehen haben gerade beim jüngsten Abverkauf um gold den wir seit Ausbruch des Iran Krieges gesehen haben dass die Zentralbanken das teilweise auch genutzt haben, dann wirklich um Dollar zur Verfügung zu stellen.

00:16:44: Also nicht wie man das klassisch kennt anzuseigen wir wechseln unsere lokale Währung in US-Dollar um Unterausteller Puffriel entsprechend dann die höheren Ölpreise bezahlen zu können sondern hier werden dann tatsächlich die Assets einmal verkauft und dadurch werden direkt die Dollar generiert was ja eigentlich auch Sinn und Zweck von einer Reserve ist also sicherzustellen dass dann eben gerade in Krisenzeiten man eben auch dann die US-Dollar Nachfrage weiterhin bedienen kann.

00:17:10: Und was auch ein sehr wichtiger Punkt ist, so hast du ja auch angesprochen, ist der US Dollar noch vertrauenswürdig?

00:17:17: Ist da wirklich noch die Reservewährung der Welt?

00:17:20: und zum aktuellen Zeitpunkt würde ich sagen Ja das wird wahrscheinlich auch sich nicht sehr kurzfristig ändern können einfach weil eben so viele Transaktionen weiterhin in den US Dollar passieren.

00:17:30: gerade im Zuge des Iran Krieges ist ja auch der Petrodollar immer wieder gerne angesprochen worden.

00:17:36: Dem Sprechen wird auch in der Veränderung, gerade von den Härmels-Transaktionen.

00:17:41: In anderer Währung wird auf jeden Fall ein bisschen Zeit brauchen.

00:17:44: Man merkt schon die Tendenz, dass da eine kleine Schrift weg vom US Dollar in Richtung Gold ist, gerade bei den Zentralbanken.

00:17:51: Aber eben auch in letzter Zeit haben viele institutionelle Investoren aber eben auch Privatanleger sich für das Gold begeistern können und das hat man eben auch zuletzt gesehen als dann die Preisbewegungen doch deutlich... stärker geschwankt haben, so deutlich volatiler geworden sind.

00:18:08: Man muss ja aber auch sagen die US-Schulden steigen immer mehr.

00:18:10: über die Fettunabhängigkeit kann man jetzt auch sagen wird zumindest offen diskutiert.

00:18:14: trotzdem flüchten ja nach wie vor noch viele wieder in den Dollar.

00:18:19: ist der jetzt noch ein sicherer Hafen also du hast gerade schon so bisschen geteilt angesagt oder ist es ehrlich gesagt nur der größte Hafen den es mangels alternativen gibt?

00:18:27: Also im Moment ist es wahrscheinlich eher der Fall, dass es tatsächlich sehr viel Nachfrage nach ein Dollar einfach gibt.

00:18:33: Weil eben das Öl in Dollar primär gehandelt wird und dementsprechend seine Preisanstiege auch automatisch mehr Nachfrage da ist.

00:18:41: Wir haben allerdings durchaus gesehen, gerade in den Zweitausendfünfundzwanzig als der Hannes-Krieg oder der Hanniskonflikt zwischen den USA und geführt eigentlich jedem anderen Land auf dieser Welt losgebrochen ist.

00:18:52: Dass der Dollar vielleicht nicht unbedingt immer das stabilisierende Element ist.

00:18:55: also man sieht doch durchaus hin und wieder wenn die Krise oder die Ursache der Krise aus den USA kommen dass es dann eben durchaus auch dazu führen kann, dass ein US-Dollar nicht gut als sichere Hafen funktioniert.

00:19:07: Ähnliches würden wir auch erwarten wenn jetzt die US Wirtschaft auf einmal deutlich schwächer agieren sollte als der Rest der Welt.

00:19:14: Im Moment sieht's nicht danach aus.

00:19:15: also bisher hat man den Eindruck das die USA doch deutlich besser durch die Krise durchkommen als viele andere Regionen.

00:19:22: aber grundsätzlich ist das eben auch ein Element was man durchaus im Hinterkauf behalten sollte.

00:19:26: wenn die wirtschaftliche Entwicklung in den USA nicht so funktioniert, dann sollt ihr eben auch der US-Dollar nicht zu profitieren können in Krisenzeiten.

00:19:34: Und zu guter Letzt ist natürlich auch die wichtige Fragestellung immer von der Währungsseite wie sieht das zinsdifferenzial aus?

00:19:40: Also wenn ich jetzt beispielsweise Euro und US Dollar vergleiche, wie sind die ECB Zinsen?

00:19:45: Wie sind die Zinszen, die die Fett setzt?

00:19:48: Wie ist die Differenz dazwischen?

00:19:50: Und vor allem eben auch die Frageställungen wer erhöht im aktuellen Umfeld beispielsweise deutlich stärker die Zimsen, wenn es auf der Euro Seite passieren sollte kann das natürlich auch dazu führen, dass der Worcesterler eben nicht mehr so stark an Wert gewinnen kann.

00:20:03: Weil eben das Zinsdifferenzial den Euro dann etwas attraktiver

00:20:06: macht.".

00:20:06: Das haben wir ja im vergangenen Jahr gesehen als Donald Trump mit seiner riesigen Zeithafel da in den Rosengarten gerückt ist, dass dann der Euro auch danach im Feld es natürlich zugelegt hat also dass er selber in so einer Risk of Phase ja gewissermaßen zu so eine Art Fluchtwährung wurde.

00:20:19: Gewinn der Europa gerade unfreiwillig an Sicherheitsreputation?

00:20:23: Das war von vielen Marktteilnehmern zumindest ein gewissen Grad die Erwartungshaltung.

00:20:28: Wenn der US-Dollar nicht mehr so wichtig als Reservewährung ist, wer kommt denn als alternative Währung damit ins Spiel?

00:20:34: Klar das Gold.

00:20:35: Es wird ich sagen ein sehr eindeutiger Gewinner.

00:20:37: aber die Freigestellung ist natürlich auch wie schnell kann so eine Anpassung passieren?

00:20:42: und wahrscheinlich ist es was jetzt tatsächlich alle Währungsreserven den US Dollar sind in Euro getreten werden aus unserer Sicht jetzt nicht so wahnsinnig wahrscheinlich.

00:20:50: aber es kann natürlich sein dass das im Bestandteil von einem breiteren Basket dann wird wo dann mehrere Währungen zusätzlich noch eben die Reserven mit reingezogen werden darf und könnte der Euro grundsätzlich profitieren.

00:21:02: Das ist aus meiner Sicht aber eher ein langfristiges Thema, wenn man sich das jetzt kurz- und mittelfristig anschaut, dürften eigentlich die Wirtschaftswachstumszahlen also die Differenz vom Wirtschaftswacht zum USA was Europa relevanter sein?

00:21:16: Und ich habe es schon angedeutet im Moment sieht's tatsächlich so aus als ob die USA da ein bisschen besser durch die Krise kommen und auf der anderen Seite auch wie schon gesagt die Zinsdifferenz zwischen der FET und der EZB.

00:21:27: Da sieht es im Moment tatsächlich ein bisschen umgekehrt aus,

00:21:30: d.h.,

00:21:30: die EZB wird wahrscheinlich die Zinsen die nächste erhöhen und das konnte natürlich dann entsprechend dazu führen dass das zinsdifferenzial wieder ein Teil von dem negativen Effekt auf den Euro was das Wirtschaftswachstum hat abrufern kann.

00:21:45: Noch mal kurz zwei Fragen zu Gold.

00:21:46: Es ist ja eigentlich eine sehr seltsame sichere Hafen wenn man so drüber nachdenkt.

00:21:49: ich meine es hat keine laufende Rendite es hat Lagerkosten ist ja selbst erheblich volatil.

00:21:54: du hast auch schon gesagt Raketenhaft nach oben, jetzt hat sich wieder ein bisschen abgedämpft.

00:21:59: Trotzdem wollen das alle weltweit.

00:22:01: wogegen versichert den Gold heutzutage eigentlich konkret?

00:22:04: Wenn man sich das theoretisch anschaut ist Gold zumindest historisch betrachtet ja einen Stabilisator was der Kaufkraft angeht Grundsätzlich es ist eben eine alternative Währung die jetzt aber nicht so stark gesteuert werden kann durch eine Zentralbank, wie es jetzt beispielsweise beim Euro oder beim Dollar der Fall ist.

00:22:25: Sondern dass es eben wirklich die Möglichkeit seine Kaufkraft relativ stabil zu halten in theoretischer Form über längere Zeit.

00:22:32: Man hat das natürlich in der Vergangenheit viel stärker gehabt als es eben dann noch das Bretton Wood System gab.

00:22:38: Das hat sich jetzt natürlich alles

00:22:39: schon ein bisschen her.

00:22:41: Ja, das ist schon ein paar Jahrzehnte her aber tatsächlich ist es schon auch immer noch weiterhin ein gewisser Gedanke im Hintergrund.

00:22:47: also es wird jetzt kaum.

00:22:48: eine Währung wird mit Gold hinterlegt und nicht anteilig.

00:22:51: Das hat sie schon verändert.

00:22:53: aber grundsätzlich ist eben die Idee dass Gold eine gewisse Stabilität haben sollte was eben die Kaufkraft angeht.

00:23:00: Und da ist dann natürlich die wichtige Frage wie verhält sich der Goldpreis im Vergleich zu anderen Anlageklassen?

00:23:07: Da haben wir es schon gesehen über lange Zeit hinweg, wenn man es beispielsweise mit Immobilien vergleicht war dann relativ gleichlauf zu sehen.

00:23:14: Also dafür hat das tatsächlich ganz gut funktioniert.

00:23:18: aber man sieht eben auch die letzten beiden Jahre hat sich das doch deutlich entkoppelt also auch von den Werttreibern wie man so traditionell beim Goldpreis zieht.

00:23:28: also Realzinsen also wie viel wird mein Geld tatsächlich verzinst wenn ich die Inflation einmal abziehe?

00:23:35: Das ist ein sehr wichtiger Treiber und steigende Realzinsen.

00:23:38: Bedeutend in der Regel, dass es für den Goldpreis negativ ist weil dann natürlich die Fragestellung der Opportunitätskosten ist.

00:23:44: Weil gold in Theorie ja kumpensiert für den Inflationsteil und die Realverzinsungen eben das ist was ich als Differenz habe wenn ich beispielsweise alternativ in Anleihen anlege.

00:23:55: Und dementsprechend ist natürlich der Kostenteil etwas höher in Gold zu investieren wenn die Realzimsen sehr hoch sind im Vergleich dazu wenn sie sehr niedrig sind.

00:24:04: Und da ist für uns natürlich eine wichtige Fragestellung, inzwischen ein Entkoppelungen festzustellen.

00:24:10: In den Jahr- oder Jahrzehnten war das auf jeden Fall zu sehen, dass da keinerlei Koalition mehr darzustellen war und sich doch sehr stark entkoppelt hat.

00:24:21: Im aktuellen Umfeld sieht man tatsächlich wieder die realsten Steigen der Goldpreis Feld.

00:24:26: Aber da ist natürlich auch immer die Frage, ist das jetzt zufällig?

00:24:30: Also was ist Koalition und was ist tatsächlich Kausalität im Umfeld?

00:24:34: Was heißt das für euch im Alltagsgeschäft?

00:24:36: Also reden wir da über eine statische strategische Goldquote, was weiß ich irgendwo zwischen fünf bis zehn Prozent oder mannet ihr Gold inzwischen sehr taktisch fast wie eine eigene Anlageklasse mit einem eigenen Momentum.

00:24:48: Für uns ist Gold tatsächlich schon immer ein separator Portfoliebestandteil gewesen weil er jetzt natürlich auch nicht ganz so stark abhängig ist von anderen Anleitklassen.

00:24:58: also die Idee in Gold zu investieren ist ja tatsächlich, weil die Wertreiber verschieden sind Und weil man eben da auch eine relativ niedrige Korrelation, also einen relativ niedrigen Gleichlauf erwarten würde.

00:25:10: Das ist für uns immer ein sehr wichtiges Argument gewesen um Gold zu investieren und wir haben da schon seit längerer Zeit in den Portfolios eine strategische Opposition.

00:25:18: Wir haben jetzt tatsächlich auch etwas reduziert im Verlaufer des Jahres einfach weil die Schwankungen halt deutlich zugenommen haben.

00:25:25: Also wenn man sich überlegt dass Gold soll für uns ein Gegengewicht sein gegen Aktien beispielsweise, die ja durchaus auch sehr volatile seien können.

00:25:33: Und das ist natürlich die Fragestellung, wenn jetzt dann mein Sicherungsbaustellen auf einmal auch deutlich stärker schwankt macht es da nicht Sinn ein bisschen das zurückzuführen.

00:25:41: Insbesondere wenn wir gerade im Umfeld sind in denen jetzt die Safe Haven oder die sicheren Häfen nicht mehr gern zu sauber funktionieren wie man sich das eben früher vorgestellt hätte.

00:25:51: Klar!

00:25:52: Wenn der Stoßdämpfer dann das Rutteln verstärkt, dann gibt's keinen Sinn mehr.

00:25:55: Du hast ja vorhin schon über Staatsanleihen oder sichere Staatsanleihen, US-Staatsanleihen gesprochen.

00:26:01: Da sind ja auch die Renditen zurück.

00:26:03: also zehnjährige US Papiere liegen jetzt bei über vierundhalb Prozent so ungefähr.

00:26:07: auf dem Papier ist das dann ja auch wieder durchaus attraktiv.

00:26:09: aber die US Defizite muss man ja auch sagen die Sprenger die anderthalb Billionen Marke Sind Staatsanlehnen heute noch wirklich ein risikofreier Zins?

00:26:18: Jetzt mal anführungsstrichen oder bisschen böse.

00:26:19: gefragt ist dass der am besten handelbare politische Schuldschein.

00:26:23: Also für uns ist das natürlich auch ein sehr wichtiges Thema.

00:26:26: Viele Historien sagen ja auch immer Aktienanleihen, dann bin ich eigentlich auf der sicheren Seite und für uns schrauben wir da natürlich sehr genau drauf wie es denn die aktuelle Verzinsung?

00:26:35: Wie ist dann das Rendite-Risikoprofil im Vergleich zu den anderen Anlageklassen, die wir haben?

00:26:41: Und da muss man sagen wenn man jetzt einfach nur stumpf auf die Rendite schaut und das im historischen Kontext nimmt Du hast ja schon angesprochen, zehnjährige US-Staatsanleihen bei vier und halb Prozent ein bisschen drüber.

00:26:52: Bei den deutschen Staatsanleihen sind wir im Zehn Jahresbereich jetzt auch über drei Prozent.

00:26:55: das sind die Wusti haben wir jetzt zuletzt in Zwei Tausend Elf gesehen.

00:26:59: also eigentlich wenn man da so einfach nur den Schad anschaut wenn man sagt dann muss man auf jeden Fall entsprechend was allokieren.

00:27:06: Auf der anderen Seite haben wir ja auch schon angesprochene das Thema Inflation.

00:27:11: Staatsverschuldungen sind wichtige Themen und das sind natürlich strukturelle Treiber, die dafür sorgen könnten dass die Zinsen gerade den längeren Laufzeit über längere Zeit auch etwas erhöht bleiben könnten.

00:27:21: Und für jemanden der jetzt sich überlegt in Anleihen zu investieren ist natürlich die Freigestellung wie riskant es ist dann?

00:27:27: Wie wahrscheinlich ist es denn, dass die zinsen von hier aus nochmal dort steigen können?

00:27:31: und wenn man da ein bisschen weiter zurück schaut in die Vergangenheit, beispielsweise in die Sitziger Jahre sehen wir Da ist auf jeden Fall noch ordentlich Spielraum.

00:27:39: Auf der US-Seite hatten wir Zinssätze, die in den Zehn Prozentbereich waren auch auf deutscher Seite und waren nicht weit entfernt davon.

00:27:46: Dementsprechend ist es natürlich schon eine wichtige Fragestellung ob das jetzt ein gutes Einstiegsniveau ist wenn man sich dann allerdings im Falle von Deutschland beispielsweise anschaut wie sieht denn die Staatsverschildungen aus?

00:27:57: Da sind wir aktuell bei so ungefähr vierundsechzig Prozent, also Staatsschulden im Vergleich zum Bruttoinlandensprodukt und das Fiskaldefizit.

00:28:06: Also wie viele Schulden jedes Jahr eben dann prozentual gemacht werden?

00:28:09: Da sind wer mit dreieinhalb Prozent circa jetzt auch noch einigermaßen moderat unterwegs gerade im Vergleich zu anderen Ländern.

00:28:16: auf US-Seite wird davon ausgegangen dass sie wahrscheinlich wieder bei sechs Prozent oder sogar noch mehr sind Und die Staatserschuldung ist dabei hundertzwanzig Prozent.

00:28:24: Also da würde ich sagen, im Moment müssen wir uns in Deutschland dann noch keine Sorgen machen.

00:28:28: Aber was man natürlich schon auch sieht ist bei den langfristigen Zinsen so ganz unabhängig bewegen die sich auch nicht.

00:28:34: also wenn jetzt beispielsweise in Japan gab es zu Jahresbeginn ein paar mal größere Sorgen bezüglich der Staatsverschuldung aber eben auch im Vereinigten Königreich Frankreich das ist natürlich auch mein sehr beliebtes Thema gerade wenn dann das neue Budget einmal beschlossen werden muss Da sind natürlich schon auch gewisse Risiken, die auch dazu führen könnten dass irgendwie langfristigen Zinsen generell etwas höher bleiben.

00:28:56: Wir würden allerdings jetzt nicht davon ausgehen das es realistisch ist oder sehr wahrscheinlich ist dass wir noch mal auf die Zinsniveaus von den neunzigneunzehnten in einer Zeit gehen.

00:29:05: Und wenn man sich es eben im Portfolikontext anschaut, ist natürlich die Frage Stellung für welches Risiko-Szenario möchte man denn sich absichern?

00:29:13: und da würde ich sagen sind weiterhin langlaufende Staatsanleihen interessant, wenn man davon ausgeht das die Wirtschaft schwächer wird weil das natürlich dann auch keinen stark Flationsszenario notwendigerweise bedeutet sondern man wahrscheinlich eher in Richtung der rezessives Szenario denken würde Und da fallen halt in der Regel dann doch die Zinsen sehr deutlich, weil die Zentralwangen die Zimsen senken können.

00:29:34: Weil die Inflation eben auch dort zurückkommt.

00:29:36: und für das Szenario sind Staatsanleihen aus meiner Sicht weiterhin durchaus interessant im Portfolio aber jetzt halt nicht mehr.

00:29:42: in jedem Szenarier ist diversifikator hier frei

00:29:46: Kann.

00:29:46: ja danke für den Überblick über Staatsanleihen.

00:29:48: du kommst ja vom Credit.

00:29:50: wenn wir uns mal unternehmens Anleihen anschauen Da sieht ja die Gesamtrindieter eigentlich auch erstmal attraktiv aus.

00:29:56: Auch wenn die Sprets, die liegen teilweise nahe von historischen Tiefs bezahlt der Spread heute überhaupt noch für das Risiko oder kaufbar eigentlich gerade Carry und nennt es Diversifikation.

00:30:05: Also

00:30:05: bei Unternehmensanleihen muss man auf jeden Fall auch nochmal differenzieren.

00:30:09: Es gibt ja die Unternehensanleihen Work Relate Qualität also den Investment Grade Anleihen und das gibt dem die Hochzinsanleihen.

00:30:17: im Bereich Investment Grade haben wir auf jeden Fall auch sehr niedrige Spreads.

00:30:21: Aber insgesamt ist die Gesamtrendite im Video schon gerade erwähnt hast, durchaus attraktiv.

00:30:25: also da sind wir im Bereich von nochmal so fünfzig bis sogar teilweise so hundert Basispunkte über den deutschen Staatsanleihen, je nachdem in welchem Bereich man sich da gerade umschaut.

00:30:34: Und da sehen wir durchaus noch die Möglichkeit, auch einfach unter Renditepunkten.

00:30:39: Also wie viel laufende Verzinsung bekommt man dann im Portfolio das durchaus noch als attraktiv zu sehen?

00:30:46: Bei den Hochzinsanleihen sind wir tatsächlich ein bisschen kritischer eingestellt weil eben die Kreditausfallprämie also die Risikoprämie, die man dafür nimmt dass man durchaus auch Unternehmen in der Relativonverschuldung dann ins Portfolio kauft als Fremdkapitalgeber.

00:31:02: Da sehen wir durchaus ein bisschen mehr Risiko, es wird ja auch weiterhin davon gesprochen.

00:31:07: auf Private Cradle Seite gibt's einige Probleme die allerdings aus unserer Sicht jetzt nicht unbedingt dazu führen dass wir eine Wiederholung der Finanzkrise sehen würden im Jahr zwei tausend acht aber die durchaus eben auch gerade im Hochzehnsanlagenbereich für ein bisschen mehr Volatilität sorgen könnten.

00:31:22: Einfach deswegen, weil sehr viele Private Credit Unternehmen als Bereich ist der sehr konzentriert in Richtung Software-Unternehmen aber eben auch sehr viel Datensenter ausbauen.

00:31:35: das heißt hier meine hohe Konzentration im IT-Bereich oder IT Nahen Segment und viele Unternehmen sind tatsächlich ja auch über die letzten Jahre von den Public Markets in Richtung Private Markets gegangen.

00:31:47: Und da könnte es natürlich jetzt auch passieren dass sie dann sagen Wenn auf Private Credit Seite die Nachfrage zurückgeht, viele Retail-Investoren haben ja schon angefangen ihre Gelder abzuziehen.

00:31:56: Die institutionellen Investoren zum Glück bisher noch nicht.

00:31:59: deswegen ist es auch noch einigermaßen stabil.

00:32:02: aber da könnte natürlich das Risiko verstehen dass dann halt eben sehr viel mehr Angebot an Hochzehnsanleihen auf dem Markt kommt.

00:32:08: und da ist natürlich die Fragestellung wieviel Liquidität ist da?

00:32:11: Wieviel Nachfrage ist da von Investorenseite?

00:32:13: Klar das ganze Stichwort der stillen Risiken.

00:32:15: also Ich sag jetzt mal, riskante Emittenten zunehmend im Private Credit ausweichen muss es auch keine tägliche Bereichstellung gibt.

00:32:21: Ich glaube da könnte man nochmal einen eigenen Podcast zu machen.

00:32:24: ich würde mir noch eine Ebene höher wechseln.

00:32:26: wir hatten ja die alte sechzig-vierzig Welt lange die Anlageklassen diversifiziert hat.

00:32:30: Ich glaub man muss mittlerweile an dem aktuellen Umfeld eher so bauen dass man Risikotreiber diversifiziert also das man nicht in allen Szenarien vom selben Faktor abhängig ist.

00:32:39: Kannst du mal einem konkreten Beispiel erklären wie ihr das heute macht?

00:32:42: Ich meine ein Wachstumsschock Verlangt ja ein ganz anderes Portfolio eigentlich, denke ich.

00:32:47: Was vergleicht zu einem Inflationen oder einem Liquiditätsschock?

00:32:50: Oder baut hier so eine Art Portfolios, was in allen Wetterlagen irgendwie halbwegs funktioniert auch mit dem Risiko dass man dann nicht in jeder Phase perfekt glänzt?

00:32:58: Also bei uns ist die Betrachtung auf den Portfoliö immer holistisch.

00:33:02: das heißt wir schauen jetzt nicht.

00:33:03: Wir haben drei vier verschiedene Bausteine und setzen sie einfach zusammen.

00:33:07: Sondern da ist schon auch die Fragestellung, okay wenn ich jetzt auf der Aktienseite entsprechend mehr in Wachstumstitel orientiert bin macht es dann völlig Sinn auf der Zins-Seite mehr oder weniger Risiko zu nehmen?

00:33:17: weil wir eben einfach für uns schauen wie interagieren die einzelnen Portfolie Bausteine.

00:33:24: Klassisches Beispiel ist ja viele nebenfür die Aktien Seite den MSCI World.

00:33:27: Per se auch erstmal nichts dagegen zu sagen als Basis Investment.

00:33:32: aber wenn man sich anschaut wieder MSCI world inzwischen als Index Aufgebautes taglastig, sehr IT-lastig.

00:33:39: Also von der Allokation her ist da doch recht viel inzwischen.

00:33:42: was in den großen Tech-Namen investiert ist die Magnificent Seven aber eben auch noch weitere Unternehmen die eben von dem großen KI Boom profitieren.

00:33:53: und auf der regionalen Seite haben wir dann eine relativ starke Ausrichtung in Richtung USA.

00:33:57: das heißt für mich als europäischen Investor bedeutet es eben auch wenn ich in den MSCI World investiere dann habe ich über setzig Prozent US Dollar Exposure.

00:34:05: Und das sind natürlich auch wichtige Bausteine, die wir uns sehr genau anschauen.

00:34:09: Wenn wir jetzt im Portfolio allokieren was kommt denn genau ins Portfoliorein?

00:34:14: und dann eben nicht nur zu schauen, was ist das für ein Sektor?

00:34:18: Weil Sektoren sind inzwischen ja doch auch sehr inhomogene geworden wenn man sich beispielsweise Kommunikations-Service als Sektur also Kommunikationstienstleistungen anschaut.

00:34:26: da sind natürlich die alten Telekommunikationsunternehmen mit dabei aber eben auch einige andere Unternehmen die dann eher in Richtung künstliche Intelligenz laufen und das ist für uns natürlich auch eine freige Stimmung.

00:34:37: Was treibt denn jetzt tatsächlich dem Bereich besonders stark an?

00:34:40: Und wie stelle ich das Portfolio so auf, dass es in verschiedenen Marktphasen gut funktionieren kann?

00:34:45: sicher nicht in jeder Marktphase dann optimal aber trotzdem lass wir eben sein können von Rendite-Risiko Sicht.

00:34:51: Es ist durchaus einigermaßen ausgebogen zum Beispiel auf das Aktienportfolio bei uns dann schauen.

00:34:57: Da sagen wir jetzt auch nicht, wer gehen jetzt all in auf der Textseite?

00:35:00: Auch wenn das die letzten Jahre das Richtige gewesen wäre, also die maximale Performance gehabt hätte.

00:35:05: Sondern da schauen wir eben auch, dass wir ausbalancierte sind.

00:35:08: Das heißt, wir haben eben auch allokiert in etwas defensivere Titel, die deren Stabilität ins Portfolio bringen sollen aber eben auch ein paar zyklischere Bereiche, die dafür sorgen, falls die Wirtschaft jetzt deutlich anziehen sollte, Und das ist für uns dann immer auch ein wichtiger Bestandteil, die nur zu sagen wir schauen, Diversifikationenaktien anleihen und man vielleicht noch die sicheren Häfen dazu.

00:35:31: Sondern wir schauen auch wirklich innerhalb der Anlageklassen wie können wir uns da entsprechend breiter ausstellen?

00:35:36: Und welche Bedeutung hat das dann beispielsweise für die Allokation in anderen Bereichen?

00:35:40: Also wenn er zum Beispiel aufs Jahr zwanzig zurückschauen, da hatten wir ja relativ niedrige Zinsen.

00:35:45: Das heißt für uns als Total Return Ansatz, also der wirklich auch eine positive Rendite erwirtschaften möchte.

00:35:52: Es ist dann sehr schwierig zu sagen wir investieren in Anleihen die eine Verzinsung von da an null haben.

00:35:57: Deswegen haben wir in dieser Phase dann tatsächlich auch gesagt wir investiert ein bisschen mehr auf der Aktienseite, haben paar mehr Dividendentitel im Portfolio, Anleihen ähnliche Erträge, natürlich mit größerem Risiko erwirtschaften und haben deutlich weniger auf der Anleihenseite allokiert.

00:36:12: Kann ja bevor wir gleich nochmal zwei drei persönlichen Fragen haben über allen schwebt ja eigentlich die Notenbankpolitik.

00:36:19: Du hast ja gerade gesagt daran hängt natürlich auch das Inflationsthema Die Anlein etc.

00:36:23: was an anderen Assetklassen los ist.

00:36:26: In den USA hat Kevin Warsh jetzt eine fast unmögliche Lage, muss man sagen.

00:36:29: Die Inflation liegt über Ziel.

00:36:30: der politische Droge ist ganz klar Richtung Zinssenkung.

00:36:33: dazu erleben wir auch dort ein Energieschock.

00:36:36: in Europa ringt die EZB mit schwachem Wachstum und auch einer neuen Energieinflation gleichzeitig.

00:36:40: Wie preist du als Multiassetmanagerin das Risiko eines Geldpolitischen Fehlers ein, würde ich mal sagen.

00:36:45: Gerade jetzt in Zeiten wo ja die Vorwort-Guidance, man vielleicht weniger trauen kann als früher, sagen wir es mal so?

00:36:51: Im

00:36:51: Moment würde ich auf jeden Fall die Zentralbänke nicht um ihren Job beneiden was ja doch relativ schwieriger ist weil Inflations und Wirtschaftsrisiken gegeneinander abgewogen werden müssen.

00:37:01: Man muss sagen, die EZB hat ein eindeutigeres Mandat.

00:37:04: Da ist ja wirklich das Mandat Preisstabilität und dementsprechend ist da natürlich auch die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass etwas schneller agiert wird.

00:37:12: Und da ist ja auch immer referenziert worden auf den Jahr-Zweißen-Zweiundzwanzig, dass man zwar jetzt nicht davon ausgeht, dass es in einer vergleichbaren Lage ist aber einfach das Gedächtnis.

00:37:21: der Konsumenten weiterhin da ist und viele eben jetzt damit rechnen, dass es potenziell wieder zu einem deutlichen Anstieg der Inflation kommen könnte.

00:37:29: Und daher ist auf EZB-Seite deutlich Wahrscheinlichkeit, dass dort noch mal ein paar Zinsschritte erfolgen sollten.

00:37:36: Ich würde wie gesagt nicht erwarten, das sind komplette Zinserhöhungszüge, also sehr viele Zinschritte sind, wie in den Jahr im Jahr für die Zinssignal.

00:37:43: Aber ein bisschen gegensteuern ist sehr wahrscheinlich, dass das die EZD machen wird einfach um die langfristigen Inflationserwartungen doch einigermaßen zu begrenzen.

00:37:53: Auf der FED-Seite haben wir tatsächlich ein duales Mandat, also die FED soll nicht nur dafür sorgen dass Preistabilität vorherrscht sondern wir haben gleichzeitig eben noch die Aufgabe das sie zumindest auf langfristige Sicht die maximale Beschäftigung die nachhaltig ist entsprechend sicherstellen.

00:38:09: und dieses duale Mandat ist natürlich im aktuellen Umfeld etwas schwieriger zu handhaben.

00:38:14: Wir haben zumindest zur Ende des letzten Jahres eine gewisse Abschwächung auf dem USA.

00:38:19: Arbeitsmarkt gesehen.

00:38:21: Die letzten Datenpunkte, die wir jetzt in den letzten Monaten gesehen haben, sahen tatsächlich wieder etwas stabiler aus.

00:38:26: Also ob sich der Arbeitsmarkt noch stabilisieren würde und die Arbeitslosenquote ist ja auch relativ konstant geblieben über die letzten Monate.

00:38:33: Das heißt für die FED eigentlich wenn man objektiv drauf schaut im Moment das Thema Inflation eigentlich ist wichtiger, dass deutlich stärker Beachtungen haben sollte und sind natürlich auch einige Governors von der Fed-Seite haben das entsprechend schon so kommuniziert, dass es im Moment größere Ziele sein sollte.

00:38:50: Für den Kevin Walsh, der jetzt eben neu als Fettpräsident reinkommt und im Juni seine erste Sitzung hat ist das natürlich dann auch ein gewisses Schwankungsfeld.

00:39:00: Weil Trump ja doch immer relativ deutlich gemacht hat dass er eine sehr starke Erwartung von Zinssenkungen hat.

00:39:07: Und ich würde vermuten im aktuellen Umfeld und mit dem Federal Open Market Committee also dem Komitee das ja die Zinsenfestsetz auf Fetts Seite Es macht nicht nur einen Kevin Worsh immer leingang sondern es ist ja eine Kommittee Entscheidung.

00:39:20: Da wird es durchaus schwierig werden, das jetzt die nächste Zeit umzusetzen.

00:39:23: Dementsprechend wird auch sehr spannend sein zu beobachten ob das Komitee in der letzten Meeting doch etwas stärker in die horkische Richtung also eher in Richtung wir müssen vielleicht dann doch was mit den Zinsen mal machen.

00:39:36: gerückt ist, ob er das dann wieder schafft ein bisschen einzubremsen und auf eine neutralere Sprache dann eben auch in der Pressekonferenz zu wechseln.

00:39:44: Aber es wird sicher sehr interessant sein, zu sehen ob die fetter tatsächlich ihre Unabhängigkeit sehr deutlich demonstrieren kann in dem aktuellen Spannungsfeld.

00:39:52: Daniel vielen Dank für die Einblicke in die ganzen Essetplassen!

00:39:55: Du siehst ja täglich wie sich Anleger zwischen Geer-und-Angst ja auch aufreiben.

00:39:59: was würdest du sagen ist dir eine Sache die du über Geld in den jetzt zehn Jahren bei der Divers herzlichen Glückwunsch an der Stelle gelernt hast?

00:40:05: Die du gerne auch dein jüngeren Ich beim Beruf Ein Stieg verraten hättest.

00:40:09: Also ich würde sagen, das Wichtigste ist immer langfristig zu denken wenn man investiert.

00:40:14: für viele Investoren ist es... Man schaut auf die Börse, man schaut darauf was sich im Portfolio getan hat und wird dann sehr schnell nervös.

00:40:22: Und da ist es gerade auch aus der Erfahrung der letzten Jahre war es doch in der Regel das bessere zu sein.

00:40:29: Ich nehme erstmal einen Schritt zurück und schaue genau drauf Was hat sich wirklich verändert?

00:40:33: Muss ich mein Portfoli anpassen Oder macht das vielleicht nicht Sinn, erst mal abzuwarten und zu schauen?

00:40:38: Wird es sich dann in tatsächlich das ganze Markt einigermaßen austariert hat.

00:40:42: Und dann eben auch eventuell die Möglichkeit zu nutzen wenn's einen stärkeren Rücksetzer gibt, dann eben noch einmal zuzugreifen und entsprechend nochmal ein bisschen mehr Geld in den Markt zu investieren weil das sind in der Regel dann wie Punkte wo viele Privatinvestoren sehr besorgt werden.

00:40:57: Dann sah ich jetzt doch lieber raus aus dem Markt.

00:41:00: aber sehr viele langfristigen Studien haben ihm gezeigt Time In The Market also Die Zeit, die man eben investiert hat ist eigentlich das, was am meisten dazu beiträgt.

00:41:09: Dass man eine langfristig attraktivere Detail-Welt schaffen kann.

00:41:13: Also warst du früher ungeduldiger?

00:41:15: Ja!

00:41:16: Multi-Asset heißt ja auch sich nie ganz festzulegen.

00:41:18: Gibt es im Leben außerhalb der Märkte bei dir irgendetwas, bei dem du komplett und diversifiziert bist – also eine Sache ein Hobby, ein Laster, bei den du zu hundert Prozent drauf setzt?

00:41:28: Also ich muss sagen, ich versuche tatsächlich relativ ausgewogen zu sein.

00:41:33: Egal ob es jetzt beim Sport ist oder bei der Ernährung einfach weil ich festgestellt habe für mich das tut mir tatsächlich besser.

00:41:39: also beim sport habe ich lange Zeit sehr viel Krafttraining nur gemacht aber ich hab jetzt die letzten zeit auch sehr viel mehr Kardio.

00:41:45: also hier regelmäßig laufen beispielsweise und habe sich festgestellt für mich dass tut mir wirklich sehr gut.

00:41:50: sehr vorbildlich Tanja, die letzte Frage.

00:41:52: Stell mal dein Leben als Asset-Allocation da!

00:41:54: Wie viel Prozent Arbeit?

00:41:56: Wie viele Prozent Familie?

00:41:57: Schlaf und wie viel ist herrlich vertrödelstünde da so im Torpendiagramm?

00:42:00: Da muss ich sagen das hängt natürlich sehr stark von der Marktphase ab.

00:42:04: also gerade in Zeiten des Hanneskonflikts oder wenn jetzt der Iran Krieg gerade mit fast stündlichen neuen Headlines ist es der Fokus leider auch im Privatleben dann doch hin und wieder mal auf die Märkte drauf.

00:42:16: Also da erwischt man sich dann doch sehr regelmäßig dass man auf seinen Handy einmal schaut.

00:42:20: Liesbawas hat John denn schon wieder auf seinem Social Media Kanal gepostet, aber ansonsten versuche ich wirklich dann das Wochenende arbeitsfrei zu gestalten.

00:42:28: Das ist auch wirklich meistens produktiv zu nutzen sei es eben Zeit mit Familie, Freunden oder einem Hobby nachzugehen.

00:42:36: In der idealen Welt welche von den Positionen würdest du gerne übergewichten?

00:42:39: Mir macht mein Job wahnsinnig viel Spaß.

00:42:42: Aber wenn das ein bisschen ausgewogener zeitlich wäre, hätte ich natürlich auch kein Problem damit.

00:42:46: aber es gehört einfach zum Job dazu und ich glaube auch Ich würde mich privat durchaus mit den Märkten beschäftigen weil ich natürlich selber Investorin bin, Privatinvestorin Und dass für mich eben sehr sehr spannendes Feld ist.

00:42:57: trotzdem würde ich sagen der Job bietet auf jeden Fall weiterhin ausreichend Zeit dann eben auch für Privates Für die Hobbys.

00:43:04: Also ich würde da im Moment eigentlich an der Auslastung nichts ändern wollen

00:43:08: Macht ja auch Spaß, deswegen machen wir das alles.

00:43:10: Vielen Dank kann ihr für die ganzen Einblicke.

00:43:12: Sehr gerne!

00:43:13: Vielen Dank fürs Gespräch.

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