„Ein Ja ist ein Ja“ – Zwei Privatbanker über das Geschäft mit dem Vertrauen
Shownotes
In dieser Episode von „For Professional Investors Only" (FPIO) – dem gemeinsamen Podcast von DAS INVESTMENT und private banking magazin – spricht Malte Dreher mit Cosimo von Dungern, persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Seeliger, und Till Budelmann. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Privatbank Bergos.
Im Mittelpunkt steht ein Begriff, der im Private Banking wichtiger ist als jede Marktprognose: Vertrauen. Gemeinsam diskutieren die Gesprächspartner, wie Vertrauen entsteht, weshalb Familienunternehmen einen besonderen Vertrauensvorschuss genießen und warum langfristige Kundenbeziehungen gerade in Zeiten von Digitalisierung, Regulierung und geopolitischen Krisen an Bedeutung gewinnen.
Dabei geht es nicht nur um Kapitalanlage, sondern auch um Verantwortung, Unternehmertum, Nachfolge und die Frage, wie man das Vertrauen mehrerer Generationen bewahrt.
Themen der Episode:
- Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Kundenbeziehungen im Private Banking.
- Generationenwechsel: Wie Vermögensinhaber Vertrauen an die nächste Beratergeneration übertragen.
- Familienunternehmen und Privatbanken: Warum persönliche Haftung eine besondere Verantwortung schafft.
- Digitalisierung und Vertrauen: Weshalb technologische Lösungen menschliche Beziehungen nicht ersetzen können.
- Krisenmanagement: Wie Private Banker Kunden in volatilen Marktphasen begleiten.
- Behavioral Finance: Warum Emotionen häufig größere Risiken darstellen als Märkte.
- Langfristige Vermögensplanung über mehrere Generationen hinweg.
- Regulierung und Compliance: Wie Bürokratie persönliche Kundenbeziehungen erschweren kann.
- Unternehmertum und Verantwortung in familiengeführten Privatbanken.
- Nachfolge und Führung: Welche Rolle Vertrauen innerhalb der Eigentümerfamilien spielt.
Erwähnte Unternehmen:
- Bankhaus Seeliger
- Bergos
- Berenberg
- BaFin
- FINMA
- UKE Hamburg
Erwähnte Personen:
- Cosimo von Dungern
- Till Budelmann
- Claus G. Budelmann
- Friedrich-Carl Heidebroek
- Mark Branson
- Alexander Sixt
- Malte Dreher
- Christoph Fröhlich
Weiterführende Links:
Bankhaus Seeliger: https://www.seeliger-bank.de
Bergos: https://www.bergos.ch
Private Banking Magazin: https://www.private-banking-magazin.de
DAS INVESTMENT: https://www.dasinvestment.com
Risikohinweis:
Die Inhalte dieses Podcasts dienen ausschließlich Informations- und Unterhaltungszwecken. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten dar. Alle Aussagen geben die persönliche Einschätzung der Gesprächsteilnehmer zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder.
Transkript anzeigen
00:00:02: Mein Vater war auch einfach eine besondere Begarburg.
00:00:05: Ja, der hat den Leuten wirklich in die Seele geschaut und ich gebe mein Westes das ähnlich zu versuchen...
00:00:11: Ich kann dir helfen!
00:00:12: Ich kann Dir auch meinen Rat geben lieber Kunde aber am Ende ist es deine Entscheidung.
00:00:17: Und mein Vater, der ja auch persönlich haftener Gesellschaft da war und darüber kriege ich jetzt zwanzig Jahre später einen extremen Vertrauensvorschuss.
00:00:26: Und ich nochmal an meinen Vater erinnere Der hat für kreditverträge per Anschlag gemacht Für Professional Investors Only.
00:00:36: Ein gemeinsamer Podcast von Das Investment und dem Private Banking Magazin.
00:00:41: Risiko-Hinweis Die Inhalte dieses Podcast beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Informationen und Unterhaltung.
00:00:48: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
00:00:50: Und jetzt geht's los.
00:00:52: Moin Christoph!
00:00:53: Schön mit dir hier zu sitzen
00:00:54: Moin Malte!
00:00:55: Christoph ich hab ein sehr interessantes Gespräch geführt und zwar mit Cosimo von Dungern Persönlich haften der Gesellschafta des Bankhauses Selinger, die kommen aus Wolfenbüttel.
00:01:07: Und Till ist vom Bankhaus Berghaus ehemals Berndberg Schweiz und Till's Vater war mal persönlich haftener Gesellschafta beim Bankhaus Berndberg Klaus G. Boodlmann eine Instanz des Private Banks.
00:01:18: Mit den beiden mit Till und Cosimo habe ich mich über Vertrauen unterhalten.
00:01:23: also wir haben eine dreivierteste Stunde über das Wort und den Wert von Vertrauen gesprochen.
00:01:27: Vertrauen allgemein oder vertrauen in Private Banking?
00:01:30: Vertrauen Allgemein, was man sich darunter vorstellt.
00:01:33: Aber natürlich gerade im Private Banken aber sowohl aus der Innen als auch aus der Außenperspektive.
00:01:39: also ein Kunde vertraut ja dem Private Banker sein Vermögen an gleichzeitig geht ja mit einem Generationswechsel ein unglaubliches Vertrauen von einer Generation auf die nächste, der Cosimo und der Till.
00:01:51: Die verwalten ja ein Stück weit auch nur das Erbe des Vaters oder des Großvaters.
00:01:55: Und das heißt sie sind ja auch schon mit einem gewissen Vertrauensvorschuss in den Job gekommen.
00:01:59: Sie tragen den Namen man kennt sie und im Endeffekt haben wir ein großes interessantes Gespräch über die Klammer des Vertrauents gesprochen.
00:02:06: und auch angesichts der steigenden Regulierung der Digitalisierung des eher unpersönlichen Umfelds ist es hier umso wichtiger dass es sowas gibt wie echtes Vertrauen persönlichen Bereich der der Kapitalanlage.
00:02:20: Ja, finde ich sehr, sehr spannendes Thema vor allen Dingen auch mit dem Generationenübergang.
00:02:24: also das geht ja auch am Ende auf beiden Seiten also auch wenn der Kunde wechselt aber auch wenn natürlich der Berater wechseln.
00:02:28: Also das ist ja nicht unbedingt eine Einbahnschiene auch wenn Natürlich dass Vertrauen vom Kunden in den Bankberater für die Beziehung das relevantere ist.
00:02:35: um das mal sozusagen.
00:02:36: habt ihr auch über die Rolle von Vertrauen?
00:02:38: Das würde mich jetzt mal interessieren gesprochen im digitalen Rahmen also gerade Jetzt diese ganzen digitalen Banken und Codes gibt.
00:02:45: da spielt es ja auch eine Riesenrolle.
00:02:46: Du hast ja nicht diese physischen Filialen mehr, du hast mitunter gar kein Bankberater mehr oder manchmal gar keine Ortlein wo du überhaupt jemand anrufen kannst.
00:02:53: Da hast du ja nochmal eine ganz andere Rolle von
00:02:55: Vertrauen.".
00:03:09: Verstärken aber gerade diese digitalen Trends.
00:03:12: Den Wunsch nach einem persönlichen Gespräch, nach einer Begleitung.
00:03:17: und gerade wenn es eben um große und komplexe und über Generationen geht, die es brauchte an solches Vermögen aufzubauen sieht sich ein Private Banker eben auch heute noch nach wie vor als Begleiter des Vermögensinhabers und das kam sehr gut drüber.
00:03:28: Wir begleiten euch ja auch sehr gerne hier mit Podcast für die Ohren Pro Woche mehrfach, wenn ihr das gut findet was wir hier machen dann gebt uns gerne fünf Sterne auf jeden Fall egal welcher Plattform ihr seid ob Spotify Apple Podcast Amazon oder wo auch immer dass gerade läuft.
00:03:43: Wir sind da ja auf vielen Plattformen unterwegs.
00:03:45: Moment kurz noch Christoph eine Frage noch weißt du wer unter anderem auch Gesellschafter des Bankhaus Selingers ist?
00:03:51: Nein Die
00:03:52: Familie Mast aus Braunschweig.
00:03:54: Ah, die Jägermeister!
00:03:55: Ganz
00:03:55: genau und es gab auch Jägemeister während des
00:03:57: Gesprächs.
00:03:58: Gott sei Dank war ich da nicht dabei.
00:03:59: Da hast du recht lieber Christoph.
00:04:00: das wäre sicherlich heikel geworden aber ich muss noch kurz was hinterher schieben denn wir hatten einige technische Probleme bei der Aufnahme und das betrifft insbesondere die Stimme von von Till.
00:04:10: dass hat also nichts mit dem Jägmeister zu tun sondern das sind technische Probleme.
00:04:15: und jetzt wünschen wir gute Unterhaltung.
00:04:21: Cosimo, wir sprechen über Vertrauen.
00:04:23: Das ist ja ein ganz starkes Wort!
00:04:25: Was ist denn, wenn wir mal das auf eine persönliche Definition erst einmal bringen?
00:04:30: Was ist deine Definition von Vertrauen?
00:04:32: Ich würde es tatsächlich mit zwei Worten versuchen zu umschreiben.
00:04:35: Als allerwichtigste finde ich bei Vertrauen Ehrlichkeit, dass man wirklich sich die Dinge sagt und darauf verlassen kann.
00:04:42: Und das zweite Wort was ich sagen würde für mich Rückhalt.
00:04:46: Weil ich finde, wenn man weiß dass jemand einem Rückhalt gibt auch in schwierigen Zeiten dann hat das ein ganz hohes Maß von Vertrauen.
00:04:52: also die beiden Komponenten, dass man auch wirklich sagt vertrauen in schwierige Zeiten da bin ich ehrlich aber gibt ihr auch gleichzeitig Rückhalt?
00:04:58: Das sind so die zwei Sachen die mir dazu spontan einfallen.
00:05:02: Also ich würde sagen vertrauen ist erstmal die Überzeugung eines Einzelnen, dass man sich auf jemanden oder eine Situation verlassen kann.
00:05:11: Wenn ich das, wir sprechen ja hier auch als Banker oft aufs Bankgeschäft beziehe dann ist es für den Kunden glaube ich der lässt ja auch los, der Vertrau, der die Kontrolle hat und da ist es so, dass er wissen muss, dass die Bank- oder der Heiselebänker Berater kompetentes, aber zwar hier auch Integer und dass die Banks sicher sind.
00:05:29: und das ist ein Prozess.
00:05:30: Und irgendwann haben wir dann das Vertrauen.
00:05:32: Wenn ein Kunde, man sagt ja auch, man vertraut jemanden seinen Vermögen an.
00:05:36: Wenn ein kunde euch sein Vermögend anvertraut geht der da schon stückweit in Vorleistung oder ist das schon eine Vertrauensebene im Vorfeld erreicht?
00:05:45: Also ergeht in Vorleistung, dass würde ich sagen.
00:05:48: aber einen Vertrauen hat man sich ja auch irgendwie erarbeitet.
00:05:51: und wenn wir jetzt mal auf das Bankgeschäft beziehen und jetzt konkret in unserem Sinne auf das bankhausseliger dann ist da so unfassbar viel Vertrauen durch... eine Vorgeschichte durch handelnde Personen, die vor tätig waren.
00:06:02: Also das sind jetzt bei mir meine Vorgänger als persönlich haftende Gesellschafta und gleichzeitig dann darüber hinaus auch noch mein Vater der ja auch persönlich haftender Gesellschafta war.
00:06:10: Und darüber kriege ich Das ist zwanzig Jahre später ein extremen Vertrauensvorschuss, weil die wissen mein Vater auf den konnte man sich verlassen und auch auf die anderen.
00:06:19: Und gehen dann davon aus dass ich ähnlich ticke.
00:06:21: Insofern ist das ein hoher Vertrauungsvorschuß ja.
00:06:23: Bei dir ist es ja ähnlich.
00:06:24: dein Vater war PHG bei der Beerenberg Bank?
00:06:27: Ist jetzt noch bei der Schweizer Bergos bei dir beteiligt?
00:06:30: Du bist es eben so!
00:06:32: Ist für euch durch die Beteiligung unter dem phg-Status vertrauen eine viel härtere Währung gleichzeitig aber auch macht es den Eintritt gegenüber dem Kunden und zu euch etwas einfacher, weil ihr müsst ja per se als Gesellschaften im Endeffekt um Vertrauen werben.
00:06:49: Und das tragt ihr im Zweifel zwar vor euch her!
00:06:51: Also erst mal kurz zum Begriff Pléhalier, das ist ja ein sehr deutscher Begriff.
00:06:55: Wir sind ja eine Schweizer Privatbank da sind wir in der Aktiengesellschaft, wir jetzt hier niemanden langweilen aber natürlich wir sind Gesellschaft als Familie.
00:07:02: mein Vater ist auch unser Ehrenpräsident und es vollkommen richtig wie du das ansprichst und du hast es ja auch genannt Cosimo.
00:07:09: also ich kriege einen Vertrauensvorschuss aufgrund meines Narbenabs uns auch aufgrund der Institution.
00:07:14: Und dann ist es so, dass man in den Dialog kommt mit einem potenziellen Kunden und da entsteht schon das Vertrauen.
00:07:21: Das Vertraum ist eben schon entstanden und ist aber natürlich auch wahnsinnig schnell zerstört.
00:07:26: Also das ist ja ein Vertrauen, sich in einer Sekunde zu zerstören, aber ich mache ewig lange das aufzubauen.
00:07:31: Ich habe da wirklich tolle Bedingungen und versuche einfach in dem Geiste, was war das?
00:07:36: Aber was macht es denn mit euch beiden quasi?
00:07:39: Mit eurem Namen zu haften bzw.
00:07:42: zu sehen, dass ihr im Endeffekt mit eurem Unternehmen ja über Generationen schon so stark verbandet seid... Kann man sagen, es gibt eine positive Börde?
00:07:51: Ich würde ganz klar sagen ja.
00:07:52: Aber jetzt ist natürlich eine hohe Verantwortung und ich würde auch sagen, man ist drin in der Sache da kommt man nicht raus Und das muss man dann auch sehr, sehr ernst nehmen also diese Verantwortung.
00:08:01: Ich glaube aber Das ist ja unser Problem der heutigen Zeit dass kaum noch Menschen Verantwortung übernehmen möchten und können und das quasi wenn man mal Richtung Geschäftszuge geht in einem Unternehmen und wir sehen das ja auch viele Familienunternehmen die erfolgreich sind die übernehmen Verantwortung Die sind da wirklich drinnen und deswegen glaube ich ist es ein hohes gut Und würde, glaube ich dem einen oder anderen Börsen notierten.
00:08:20: Oder auch Aktiengesellschaft Wutun wirklich die Verantwortung dann dafür zu übernehmen.
00:08:25: und das sage ich mir halt immer Ich muss die Verantwortung übernehmen.
00:08:27: Ich möchte die Verantwortung Übernehmen und da ist mein Beitrag.
00:08:31: Ich empfinde es aber als wie du sagst positive Bürte.
00:08:37: Also man hängt schon mit Haut und Haaren drin, das ist so.
00:08:40: Und man hat sich auch dafür entschieden.
00:08:42: Das ist ja kein Automatismus.
00:08:44: Man geht ja auch selber als Risiko und investiert hier nicht nur die besten Jahre sondern im Zweifel sein ganzes Berufsleben.
00:08:50: Ich kann mal für mich sprechen und so klingt es bei dir ja durch dass vor allen Dingen auch Freude.
00:08:55: Freude aber eben auch Verantwortung Aber die hat jeder Unternehmer.
00:08:59: Man geht mit den Themen ins Bett, man wacht morgens wieder auf.
00:09:02: Man gibt das nicht, wenn man die Bank verlässt, dass dann an der Garderobe ab.
00:09:06: Sondern es ist immer an einem dran!
00:09:08: Aber das bewert ich mich negativ.
00:09:09: Cosimo Sprach aber gerade von größeren Unternehmen fadet Vertrauen als Währung so ein bisschen aus je größer und beliebiger und auch austauschbarer man als Unternehmen wird?
00:09:20: Also wie immer gibt es gute und schlechte Beispiele.
00:09:22: Da gibt's sicherlich auch gute Beispiere für große Unternehmen, aber ich glaube das gerade in einem kleinen Unternehmen und gerade mit Familienkontext ist das höchste Gut und ist unser Alleinstellungsmerkmal.
00:09:33: Insofern ist es besonders ausgeprägt bei kleineren Unternehmen so würde ich
00:09:36: antworten.".
00:09:37: Und
00:09:37: es ist auch eine Frage
00:09:38: der Fristigkeit... Wenn man Mensch in einem großen Unternehmen ist, das ist ja auch ein Hach zu verziehen.
00:09:43: da hat man dann Seil drei oder fünf Jahres vertracht.
00:09:46: Und da geht es auch darum, dass ja der Druck des Kapitalmarktes ist, dass man performt und zwar kurzfristig – und ich glaube die Ander einfach mehr Zeit!
00:09:54: Und wir können auch mal nein sagen nicht zu einer Idee, die vielleicht kurzfristige Profite verspricht aber langfristig auch Gefahren mit sich bringt und dann kann man nochmal die Gefahren stärker im Blick haben.
00:10:05: also... Das finde ich als privilég, aber das was bei dir durchklingt und was ja auch deine Frage impliziert.
00:10:12: Bei den großen läuft es anders!
00:10:14: Und gerade bei den großen Balken... Da ist eine ganz andere Bewegung.
00:10:17: doch ob nahe der Härte
00:10:19: Wie könnt ihr euch diesem Wettbewerb stellen?
00:10:21: Authentizität wirklich Authentzität also auch sagen was man was dass was man sagt auch zu tun um mit aller Kraft das ausstrahlen Das habe ich ja vorhin schon angedeutet, wir brauchen das.
00:10:32: Wir brauchen es in der Welt aber besonders natürlich auch in Deutschland und wir brauchen dass Mittelstände oder wir brauchen ganz besonders im Bankgeschäft Und das ist eine Tugend die früher ausgeprägter war so würde ich mal höflich formulieren und weniger ist also wirklich da sein, authentisch sein und auch für das stehen was man sagt.
00:10:48: Also was wir sehen profitiert total davon weil die Menschen sich noch so etwas sehen in dieser volatilen schnelllebigen Zeit.
00:10:54: Das heißt aber auch dass es ein Stück weit was eine Kundenbeziehung angeht da etwas mehr passgenauigkeit und weniger beliebigkeit bedarf.
00:11:02: Richtig, also du kannst natürlich... Das ist ein guter Punkt!
00:11:04: Du bist nicht die Lösung für alles und man muss ja auch ganz klar sagen wie Digitalbanken erobert den Markt und das wird sich durchsetzen, es wird immer mehr kommen aber dann in dieser Nische.
00:11:13: wenn wir jetzt mal das Thema Prowled Banking nehmen da ist das umso wichtiger und deswegen glaube ich profitieren wir im Wesentlichen davon.
00:11:20: Und wenn ich das ergänze darf?
00:11:22: Man nimmt es uns ja ab Das ist bei großen Instituten so, da denkt man auch mal sehen ob er in drei Jahren noch da ist mit dem ich hier gar spreche.
00:11:29: Und das ist ja auch unser Vorteil dass wir wie ich vorhin sagte wir wir hängen hier drin und wenn wir die lange Frist betonen und wenn wer auch mit den Kunden zusammen alt werden wollen oder ob die ganze Familie betreuen das es ernst gemeint und das ist denke ich auch glaubwürdig und da haben große Institute natürlich ein ganz anderer Ansatz auch einen ganz anderen Druck.
00:11:49: Gleichwohl macht ihr das ja auch aus einem gewissen kaufmännischen unternehmerischem Anspruch heraus.
00:11:54: Das heißt, ihr werdet auch KPIs erfüllen wollen.
00:11:57: Ihr werdet euch messen müssen innerhalb des Ökosystems der Privatbanken.
00:12:02: Das heisst für euch ist die Taktung ein bisschen schneller geworden als sie noch vor zwanzig oder dreißig Jahren war?
00:12:06: Überhaupt
00:12:07: keine Frage und wir müssen ja moderne Management-Methoden und Instrumente nutzen sonst geraten wir ins Hinterstreffen.
00:12:15: Es ist gerade dieser Mix dass man was die Technologie angeht mitmarschiert und du hast diese Kennzeilen genannt, die sind auch für uns relevant.
00:12:23: Aber am Ende – wir reden ja über Vertrauen!
00:12:25: Ist Vertrauen menschlich?
00:12:26: Und um State of the Art Instrumente zu nutzen ist das eine oder das andere ist aber sich in die Augen zu gucken und dieses Vertrauen aufzubauen.
00:12:34: Das ist das Gerät nicht aus der Mode.
00:12:37: Das ist wahrscheinlich sogar vor dem Hintergrund der technologischen Revolution noch wichtiger.
00:12:43: Kunde, vertraut euch sein Vermögen an.
00:12:57: Ihr seid dafür verantwortlich aber gleichzeitig müsst ihr ja auch ein gewisses Versprechen abliefern.
00:13:01: Die korrelierende Erwartung des Kunden mit eurem täglichen Geschäft.
00:13:04: Ja das ist tatsächlich eine größte Herausforderung würde ich wirklich sagen die Draminenz weil... Das ist auch die Beziehung.
00:13:10: Es sind eher freundschaftliche Beziehungen, die man mit den Kunden hat und also wir trennen schon klar zwischen Kunde und Freund aber trotzdem sind es Freundschaftsähnliche Beziehungen und da hat man wirklich eine Verantwortung Verpflichtung.
00:13:21: insofern hilft da auch wieder nur was ich gerade gesagt habe Ehrlichkeit wirklich klar benennt und immer wieder darauf hinweist es gibt Verluste das kann auch zum Totalverlust führen Und wichtig ist dass wir das benennen und das ist dann am Ende.
00:13:33: das finde ich immer ganz wichtig.
00:13:34: Ich kann dir helfen ich kann dir auch mein Rat geben lieber kunde Aber am ende ist es deine Entscheidung.
00:13:38: Also sehr klar und ehrlich sein, und Erwartungsmenschen machen.
00:13:42: Das ist ganz wichtig in dieser Situation.
00:13:44: Und das wiederum passiert aber auch gar nicht mehr so oft.
00:13:47: Beobachte ich zumindest, dass wir wirklich auch... sehr, sehr ehrlich ist.
00:13:50: Da hat vielleicht der Großbänker, der im Vertrieb ist nicht mehr den Mut oder auch den Rückhalt jetzt wo wir wieder beim Thema sind.
00:13:57: Man muss ja auch Rückhalt haben um das zu tun und dass es bei uns besonders ausgeprägt und natürlich dann auch eine Chance.
00:14:03: Ja man muss den Kunden am Anfang halt wirklich gut verstehen.
00:14:06: und du sagst manchmal geht das auch ans Freundschaftliche auf wenn man das dann immer stark trennen sollte.
00:14:11: Nicht um was ist Freundschaft, was ist Geschäft?
00:14:13: Aber man muss es gut verstehen.
00:14:14: und wenn ich deine frage... Ich weiß nicht ob ich sie richtig verstehe Malte.
00:14:18: Du sagst is da eine Korrelation zwischen zunehmenden Vertrauen Und vielleicht Portfolio-Risiko Struktur Es darf natürlich... Also es muss ja nur sein je besser man jemanden kennt desto besser kann man das auf den Maß schmeidern.
00:14:31: Man muss ja auch verstehen wie ist der Risiko?
00:14:33: Appetit Der ist ja sogar dynamisch.
00:14:35: Mich Viele Leute denkt am Anfang wenn Sie beginnen zu investieren Sie können viel mehr Risiko ab weil sie dann in der Krise erleben.
00:14:41: Das Schlimmste ist natürlich, das erst in der Kriese zu erleben und dann prozyklisch praktische Verluste einzulocken und im falschen Moment dann konservativ zu werden.
00:14:50: Und das ist unsere Aufgabe, dass gleich am Anfang herauszulesen – und das kann man natürlich besonders gut wenn man sich in der kunde noch öffnet.
00:14:59: Also Vertrauen hat ja auch was damit zu tun, dass der Kunde dann alles erzählt oder sehr viel zumindest die Familie in Hintergründe und was es da so alles gibt.
00:15:06: Und ich glaube, das sind wir als kleine feinen Privatbanken.
00:15:10: Echt ein Worte!
00:15:11: Nun ist der Risiko empfindende sehr subjektive Wahrnehmung.
00:15:14: Ich kann ja wenn ich langfristig anlege und es geht mal zehn-zwanzig Prozent runter denn weiß ich ja am langen Ende wirds schon noch gut werden.
00:15:21: So war es zumindest in der Vergangenheit immer.
00:15:23: Wir wissen ja aber selber auch, wie Kunden funktionieren.
00:15:25: wenn das ordentlich runterknallt kurz vom Wochenende und gleichzeitig geht Gold auf Old-Time High dann hat man am Sonntag auf einmal oder Montag die Anruf von sagt Mensch Herr Budehmann!
00:15:34: Wie viel Gold habe ich eigentlich?
00:15:35: Und was ist denn damit den Aktien los?
00:15:37: Will auch sagen Am Ende müsst ihr ja auch fast mit einer gewissen therapeutischen Begleitung jemandem dazu bringen zu erkennen dass Risiko eben auch Teile der Rendite Erwartung sein muss.
00:15:47: So
00:15:47: schenke ich.
00:15:51: und die Anrufe kriege ich übrigens dann immer schon auch am Wochenende.
00:15:54: Und gerade jetzt in dieser Zeit, ich spreche hier nun mal die amerikanische Zollpolitik an und auch die Außenpolitik auf wenn das heute ja ein zeitloser Podcast ist aber das wird sie wahrscheinlich so schmählich ändern.
00:16:05: da sind die Emotionen um Spiel und die Emotion hat ja die Verhaltensökonomik so wunderbar entlarvt Die sind eine verdammt gefährliche Sache.
00:16:14: Und du hast gesagt, therapeutisch das ist ein interessantes Adjektiv in dem Zusammenhang.
00:16:19: Aber man muss schon auch handhalten und man muss vor allen Dingen Hand halten in der Krise und in der Regel ist Strategie treu oder eher im Stress dann noch mal nachzulegen zumindest in den letzten zweitreich großen Krisen immer der richtige Weg gewesen ja und dass es ganz wichtig
00:16:37: Also ich kann das auch noch mal betonen, was du gesagt hast also dieses therapeutische wirklich den Kunden mit dem Sprechen ganz ausgeprägt und eine der wichtigsten Fähigkeiten in unserer Institution bei Bankhaushäliger.
00:16:47: Dass man da ist dann auch in diesen Krisen und seelische Betreuung macht.
00:16:50: Und da kannst du natürlich... Also was Till gesagt hat, es ist ganz wichtig, du musst großes Erwartungsmenschen machen aber wenn's dann passiert, dann musst du sprechen und beruhigen, wirklich beruhigend vor Fehlern bewahren.
00:17:02: Und gleichzeitig, wenn du jemand die Panik kriegst, musst du natürlich das vielleicht mal zulassen.
00:17:07: Es ist ja seine Entscheidung von den Kunden, also es ist eine interessante Mischung und da würde ich gar nicht sagen gibt's falsch und richtig sondern dann muss man empathisch auf die Situation reagieren und tatsächlich Lebensbeatung machen.
00:17:17: Und wenn ich das nochmal ergänzen darf?
00:17:19: Wenn ich mich jetzt an die letzten Krisen erinnere... Also ich nehme mal die ganz großen Bewegungen hier der Covid-Shock Februar, März, Jahr zwanzig, dann auch Limen, wenn man da lang genug gewartet hat und manchmal waren sogar nur ein paar Monate, dann war ihr alles schon wieder.
00:17:35: Wir haben aber auch in der Historie ganz andere Phasen.
00:17:37: Also wenn man sich zurück erinnert, zweitausend bis zweitausend drei da ist der Dachsmail von achttausenden auf zweitaunzeihundert gefallen und dann ist nicht nach wenigen Wochen oder Monaten wieder alles gut.
00:17:48: und da lernt man oft.
00:17:50: oder ist die Gefahr dass man den Kunden dann erst wirklich kennenlernt und im Idealfall hat man das vorher schon getan.
00:17:55: Schlimmstenfalls geht die Beziehung oder die Kundenbeziehung verloren.
00:17:59: idealerweise geht man gestärkt daraus
00:18:01: Absolut, also wenn man zusammen Krisen durchgestanden hat und sagen wir mal mehr falsch als richtig gemacht hat gemeinsam in der Regel berät ja die Bank und am Ende entscheidet der Kunde dann stärkt es das.
00:18:13: Und wenn man wieder an so eine Klippe kommt, dann erinnert man sie auch gemeinsam wie man das die letzten Male gemacht hat.
00:18:19: Also wir haben ja teilweise Kunden... Die hat mein Vater schon vor vierzig-fünfzig Jahren akquiriert und ich darf Sie heute betreuen und da hilft das wirklich.
00:18:27: Auch gerade jetzt wenn ich an den letzten paar Jahre denke erinnerte sich oft gemeinsam und hält dann Kurs.
00:18:33: Und ist dann gemeinsam ein paar Monate oder quaterne später zufrieden, dass es wieder gut gegangen ist.
00:18:38: Stichwort mal sowas wie etwa wie Fachexpertise wenn ich zu meinem Hausarzt gehe oder schlimmer muss zum Operateur denn vertraue ich den schon blind?
00:18:46: da is einer am UKE und der macht meinen Blinder am Oder.
00:18:49: was auch immer ich vertrauen bin Ich habe aber auch null Ahnung von dem ganzen Geschäft.
00:18:53: So war es ja im Banking teilweise vor dreißigvierzig Jahren auch.
00:18:56: Heute gibt es lauter kleine digitale Helferleihen, die Kunden haben mitunter ihre digitalen Depots und sind bei euch belastet.
00:19:03: dieser neue Kenntnisstand des Gegenüber – mitunter manchmal die Beziehung?
00:19:07: Ich würde sagen, tatsächlich mutig eher nein.
00:19:10: Es ist für unser Geschäftsmodell sogar eher hilfreich weil es so viel Information da ist sehr positiv aber das musst du erst mal sortieren und das ist gar nicht so einfach und da ist Vertrauen extrem wichtig dass du dann wirklich auch selbst wenn du erfahren bist auf deinen erfahrene Bankberater Betreuer oder jetzt in dem Fall an uns zukommst.
00:19:30: was Till vor gesagt hat wollte ich auch nochmal sagen eigentlich diese Vertrauen über Generationen, insofern besonders ausgeprägt ist bei uns und bei dir glaube ich auch das Leute die mein Vater früher betreut hat dann auf mich zukommen.
00:19:41: Und das Interessanteste ist eigentlich beim Menschen, die gar nicht Kunde bei uns waren, die jetzt aber tatsächlich meinen Vater kennengelernt haben, auf mich zu kommen, die sind dann siebzig, müssen jetzt ihre Erbe regeln und überlegen sich eigentlich wen kann ich vertrauen?
00:19:55: Wer ist eigentlich in der nächsten Generation noch da?
00:19:57: Das ist tatsächlich eine Sache wovon ich persönlich ziemlich profitiere wie als Bank dann extremes Vertrauensvorschuss kriegt.
00:20:03: Und da jetzt um die Frage dann nur wieder konkret zu beantworten, sind diese Massen an Informationen und Digitalisierung eigentlich eher erschwerend weil du das gar nicht weißt.
00:20:11: aber du weißt dann sozusagen du hast eine Person auf die dich verlassen kannst so ne Institution.
00:20:15: Ich denke du hast hundertprozentig recht bei den gewachsenen Beziehungen.
00:20:18: dies gibt.
00:20:19: Aber bei neuen Beziehung hast Du schon einen Punkt Malte?
00:20:23: Du hast uns beispielsweise nur UKE gebracht Da hat man ja einfach keine Haare Und da vertraut man einfach nur, dann kommt der Herr Doktor und dann wird das gut.
00:20:30: In unserem Geschäft, wenn ich jetzt vor allen Dingen an den Aktienmarkt denke... Da ist es so ein bisschen wie beim Fußball.
00:20:37: Da ist ja jeder nicht.
00:20:38: die WM steht von der Tür.
00:20:39: Jeder ist Bundestrainer und weiß genau, wie aufgestellt werden muss.
00:20:43: Das ist am Aktienmarkt nicht ganz unähnlich!
00:20:46: Dann liegt's aber wieder an uns ehrig zu sein und auch nicht Dine zu versprechen, die man später nicht halten kann.
00:20:52: Manchmal auch zu sagen, wenn man das schon in der Anbahnob merkt Das passt hier einfach nicht.
00:20:58: Dann auch ehrlich zu sagen, wer hat ein wunderbares Gespräch?
00:21:01: Aber ich denke wir sind nicht gemacht für sie!
00:21:03: Der letzte Punkt ist ganz wichtig und viel gesagt hat der gehört mich auch so weiter zu.
00:21:06: Man muss ganz oft nein sagen und deshalb fordert Mut dass man sagt das passt nicht Wir sind nicht die richtige Bank und das auch wirklich so zu meinen und es dann tatsächlich auch sehr oft so.
00:21:14: Also warum sollen Kunde wenn er alles besser weiß und die ganzen Informationen hat was ja vielleicht auch richtig ist Warum soll das da nicht digital machen?
00:21:20: Das gehört ihr auch so weit dazu.
00:21:21: also... für die Menschen, die es entweder nicht wissen.
00:21:25: Nicht möchten oder auch noch mal eine dritte Expertise dazu also sich beraten lassen möchten da sind wir die richtigen.
00:21:30: aber es gibt sehr viele schlaue menschen die es alleine machen können.
00:21:32: das gehört auch dazu.
00:21:33: wie findet man denn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die diesen oder euren narrativen stückweit folgen und eben nicht den abschluss suchen no matter what comes?
00:21:43: Da habe ich zwei Punkte die ganz wichtig sind sind wir wieder bei unserem wortautenzität.
00:21:49: man muss das wirklich vorleben und meinen Da ist man erstmal selber dran.
00:21:53: Und bei uns und das ist sowieso unser ganzes Bankhaus-Team, gibt es keine einzelne Entscheidungen.
00:21:58: Es ist immer eine Teamentscheidung.
00:21:59: Das kann man dann nur zusammenlösen also muss sich dann auch Partner dazuholen die einem helfen.
00:22:04: Also die gleich ticken und dann helfen die richtigen Leute zu finden.
00:22:07: Insofern kann man das nur gemeinschaftlich tun
00:22:09: Und ich kann ergänzen, dass das wahrscheinlich wirklich die größte Herausforderung ist als Geschäftsleiter einer Bank in die richtigen Leute zu finden.
00:22:17: Weil Banking so viele Leute streben ja auch ins Banking weil hier ordentlich bezahlt wird.
00:22:22: Das ist was anderes glaube ich wenn man beim Passor werden möchte oder Lehrer oder vielleicht auch Arzt.
00:22:27: bei uns geht es halt doch ums Geld und das bringt nicht unbedingt immer die nettesten Leute zusammen und deshalb muss man das Fachliche immer vorausgesetzt.
00:22:35: das kann man ja noch am besten abprüfen.
00:22:37: Aber charakterliche Integrität, das steht überall und man kann natürlich niemanden in die Seele schauen.
00:22:42: Man muss seinen Bestes versuchen und da habe ich auch keinen Patentrezept.
00:22:45: In den Gesprächen, die man ja führt – und wir führen viele Gespräche bis wir dann zusammenkommen – das Gefühl zu haben, dass fühlt sich richtig an und da kommt es dann mehr auf den Bauch an als auf Tabell.
00:22:55: Hatte dein Vater es da leichter als du?
00:22:57: Sehr
00:22:57: gute Frage!
00:22:58: Wenn ich das hier so sagen darf, ich glaube mein Vater war da auch einfach eine besondere Begabung.
00:23:03: Ja der hat den Leuten wirklich in die Seele geschaut und ich gebe meinen Bestes das ähnlich zu versuchen.
00:23:09: Heute haben wir natürlich mehr Informationen zur Verfügung.
00:23:12: Die Leute sind besser zu screenen als damals aber dafür ist es heute.
00:23:17: viele sind auch stromlinienförmig.
00:23:19: Viele können sie überhaupt nicht verkaufen!
00:23:21: Das is... Ich würde wahrscheinlich sagen, dass er es doch ein bisschen einfacher hatte und trotzdem will ich damit nicht seine Leistung schläge.
00:23:28: Wie ist das bei dir?
00:23:29: Ich würd sagen, es ist gleich!
00:23:30: Das hat sich nicht verändert.
00:23:31: Es war schon immer das Herausforderungen zu was es gibt die richtigen Leute zu finden – schon immer.
00:23:35: Da macht man auch Dinge falsch.
00:23:37: Ich glaube, das bleibt unverändert.
00:23:38: Also wie Tildak, das ist die größte Herausforderung und das ist wichtig.
00:23:41: aber es war schon früher schwer und ist auch heute schwer.
00:23:43: Ihr verwaltet ja ein Stück weit auch quasi das Erbe eurer Väter.
00:23:47: War das damals als ihr den übernommen habt?
00:23:49: Auch sowas wie ein Vertrauensvorschuss... von einer Generation zur nächsten?
00:23:53: Ja, bei mir ist es besonders.
00:23:55: Ich habe fünf ältere Geschwister und mein Vater hat relativ spät die Reprivatisierung vorgenommen, dass ich überhaupt in das Privileg kam diese Chance zu nutzen.
00:24:03: Das muss man ganz klar sagen.
00:24:04: Insofern war dann ja ein extremes Vertrauen da, aber auch das gehört jetzt bei uns in meinem konkreten Beispiel dazu auch des Vertrauen meiner Mitgesellschaften und unserer Mitgesellschafters.
00:24:13: Und insbesondere muss ich hier auch noch mal sagen mein Vorgänger was übrigens auch nochmal eine interessante Perspektive ist.
00:24:18: Mein Vorgenger Friedrich Heidelberg hat mich ausgesucht.
00:24:21: der wollte mich weil er gesagt hat der passt Und wir haften jetzt zum Beispiel auch noch fünf Jahre danach, wenn wir ausschalten.
00:24:28: Insofern ist das eine interessante Perspektive hat man tools um auch langfristig zu denken.
00:24:32: insofern war da extrem viel Vertrauenschuss von vielen Personen meinem Vater natürlich auch aber den anderen Gesellschaften und meinen Vorgänger.
00:24:39: Du
00:24:39: sprach gerade von Privileg.
00:24:41: War es für dich immer schon die Sichtweise dass es ein Privilegg ist in diese Nachfolge zu treten?
00:24:46: oder hast du dich irgendwann mal gefragt meine Güte ich wäre doch lieber Pastor oder Lehrer geworden?
00:24:50: Also bei mir was nicht klar Dass sich die nachfolge antritt.
00:24:52: Es war immer ne Überlegung Aber wir sind ja einer von sechs Familien, die an dieser Bank beteiligt sind.
00:24:57: Insofern war klar das ist vielleicht eine gute Option aber es ist nicht sicher und deswegen habe ich mich dann ja unabhängig gemacht.
00:25:03: Ich war ja wie du weißt zwölf Jahre bei Bermac und war da auch richtig gerne und war dann am Ende schon in der ganz interessanten Entscheidungsfrage bleibe ich bei Beremack oder gehe ich zu seliger?
00:25:13: Und dass...ich würde nicht sagen, dass das eine besser oder schlechter ist also war fünfty-fifth die viele haben gesagt warum gehst denn dahin?
00:25:19: und viele haben auch gesagt er ist doch super.
00:25:21: Am Ende ist es eine Frage, was möchte man?
00:25:23: Und ich habe mir dann gesagt, ich möchte Unternehmer werden und ich möchte diese Verantwortung übernehmen.
00:25:28: Ich hab tatsächlich bei Seliga auch immer das Gute gesehen.
00:25:31: also wenn Till jetzt über den Passoren spricht oder den Arzt... ...ich habe tatsächlich diese ganz hohe moralische Komponente in mir drin wo ich gesagt habe da habe ich eine perfekte Plattform um das auszuleben und dann unternehmerisch.
00:25:42: Also auf jeden Fall war es am Ende einfach eine Entscheidung.
00:25:47: Und dein Vater ist Banker geworden.
00:25:49: Wie sah der Staffelstab damals aus?
00:25:51: Oder was hat deinen Großvater, deinem Vater übergeben?
00:25:53: bzw.
00:25:53: Was hat dein Vater dir übergeben?
00:25:55: Weil vielleicht wolltest du ja auch eher irgendwo in die Forschung gehen Wissenschaft und nein rein in die Bank.
00:26:01: Ja also bei meinen Großvaters den ich leider nicht bewusst mehr erlebt habe weil der Verhältnis basically früh gestorben ist war es einfach so dass er einen guten Freund hatte den Baron Bernberg.
00:26:12: Und da hat er gemerkt, weil mein Vater nicht so der theoretische Typ war.
00:26:16: Hat ihn doch mich gefragt über Heinrich kann ich meinen Sohn bei euch mal eine Ausbildung machen?
00:26:21: und so ging das los.
00:26:22: Also das war jetzt gar nicht Staffelholz, sondern das war ja die einen Wuch.
00:26:25: Ich glaube ein Vater ist auch der allererste Bankler überhaupt gewesen hier in unserem Starnbauern.
00:26:30: Und zwar beide Linien Väterlich-und Mütterlicherseits.
00:26:33: Und da ist wahrscheinlich eine der ganz wenigen Unterschiede.
00:26:36: Wir haben ja hier jetzt in einer ganz analoge Situation, was unsere Häuser angeht und was unsere Familien angeht, die Makusimo.
00:26:42: aber ich habe ja Schifffahrtskaufmann gelernt und ich war eigentlich auf einem ganz anderen Track.
00:26:47: Ich bin noch Eisekind gegen Satz zu dir und es war eigentlich nie geplant dass ich in die Fußstapfen trete jemand bei Beerenberg gesagt, Mensch Herr Budelmann jetzt studieren sie in Köln.
00:26:58: Bevor Sie ihm ganz in die Schifffahrt abhauen kommen sie doch mal einen Sommer nach Zürich.
00:27:02: ich höre euch jetzt hier und auch die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht langweilen, das mach's kurz.
00:27:07: Ich hab mir dann was ausgedacht Und dann hat mich quasi die normative Kraft des Faktischen reingesaubt Aber als Fachmann!
00:27:14: Nicht als Grundpritz!
00:27:16: Und dann führte eins zum anderen und jetzt sitze ich hier Und ich glaube, meinem Vater macht das große Freude und die Zusammenarbeit ist mir ganz sicher dass ich ihn in vielen Jahrzehnten auf diese Zeit zurückblicke.
00:27:28: Wie wunderbar, dass wir diese ganze gemeinsame Zeit am Kunden zusammen hatten.
00:27:32: Aber es war nicht geplant und es war ja fast zufällig!
00:27:36: Ihr seid beide jetzt in einer Branche unterwegs die stark reguliert wird immer stärker reguliert wurde.
00:27:41: über die vergangenen Jahre.
00:27:43: auch verhältnismäßig kleine Privatbanken müssen sich heute eine Compliance-Abteilung und aufrichtensichtsrechtliche Themen quasi leisten können wie ne Großbank.
00:27:51: inwieweit Torpidiert die Aufsicht echtes Kundenvertrauen oder Kundenbeziehung?
00:27:56: Sie macht es ein schwerer, das muss man schon ganz klar sagen.
00:27:58: Das ist wahrscheinlich der wesentliche Trend, den wir in den letzten zwanzig Jahren gesehen haben, dass die Hörigkeit dem Menschen abgenommen hat und das macht es wirklich schwer einer Kundenbeziehung weil... die meisten Dinge, die wir dem Kunden geben müssen.
00:28:11: Die will er einfach gar nicht!
00:28:12: Der will kein Papierstapel.
00:28:14: Er möchte eine Beratung haben zum Werbpapiergeschäft und das ist heutzutage kaum noch möglich.
00:28:19: ansofern muss ich leider sagen dass die Regulierung sehr erschwerend für unser Geschäftsmodell und auch die Art und Weise wie wir es betreiben mit dem Vertrauen Wir müssen uns dem stellen um den Weg zu finden wie wir im Rahmen des Gesetzes dann dennoch mit dem hohen Gutvertrauen agieren können.
00:28:35: Erst rechter und man stellt es sich praktisch teilweise auch recht albern vor, ihr erkennt Kunden seit Generationen.
00:28:40: vielleicht spielt man im gleichen Tennisverein oder trifft sich beim Schützen fest?
00:28:44: Und gleichzeitig hat man denn irgendwann ein Telefonat und man muss sagen so lieber Kunde jetzt geht hier die Anlageberatung los!
00:28:49: Und muss das mitunter aufzeichnen das Gespräch?
00:28:51: Ja... Das ist verrückt.
00:28:52: Es ist wirklich verrückt und da wünschen wir uns natürlich dass der Regulator Dinge zurückdreht.
00:28:58: Ich finde, dass momentan eine ganz gute Welle ist.
00:29:00: Also ich find schon das die Regulatorik sich bemüht als wenn man jetzt mal die Barfin positiv verfolgt.
00:29:04: Die gibt sich richtig Mühe die Dinge voranzutreiben und zu entlasten.
00:29:07: wir hatten ja auch den Barfinpräsidenten Ham Branson vor einem Jahr bei uns der sich einer Privatbank ausgesucht hat ihr besuchen möchte haben es sehr gefreut und da sehe ich schon wohl wollen.
00:29:17: aber sie sind auch limitiert in dem was Sie machen können.
00:29:19: Das ist ja über zwanzig Jahre gewachsen.
00:29:21: Und dann haben wir auch unser Thema mit Europa.
00:29:23: Es ist ja nicht nur Deutschland, sondern auch Europa Gesamtplädoyer für Deutschland, dass wir einfach mutiger werden und auch einfach mal sagen gewisse Dinge machen will in Deutschland nicht.
00:29:34: Und wir haben den Mut uns dazu widersetzen und trotzdem glauben wir an die EU.
00:29:37: Ja wenn ich das ergänze darf vor euch hier in Deutschland besitzen der Gartier in Hamburg ist es die Barfin bei uns ist die Filmmaar.
00:29:44: Ganz grundsätzlich ist es in der Schweiz etwas weniger stark ausgeprägt und trotzdem ist das natürlich wichtig.
00:29:51: Wir haben sehr gutes Verhältnis zur Finmar, aber wenn ich mal nochmal zu deiner Frage zurückkomme – und ich noch einmal an meinen Vater erinnere – der hat für Kreditverträge per Anschlag gemacht.
00:30:01: Das ist heute nicht nur zeitgemäß oder auch nicht erlaubt und wir streben's auf mich an weil Vertrauen gut ist, aber Kontrolle ist auch nicht schlecht und blindes Vertrauen ist dann auch falsch.
00:30:10: Aber es ist definitiv das ganze Thema Regulatorik auch von der Kostenseite her.
00:30:16: Wir sind ja kleine, feine Adressen wie sie wundertzwanzig Leute ihr seid glaube ich ehelische Größe da ist es... ist das auch eine Herausforderung weil wir investieren in diese Bereiche und wir haben da Top-Mitarbeiter und Sie nehmen das ernst.
00:30:28: aber das ist natürlich was anderes wenn man ne Zehntausend Mann Bank ist Und deshalb ein sehr, sehr relevanter Post.
00:30:34: Zudem könnte man eigentlich einen eigenen Bock raßmachen.
00:30:36: Es muss ja eurerseits schon Überlegung geben wie es mit der nächsten Generation weitergeht beziehungsweise wieder eine Übergabe funktioniert Wie hilfreich können denn da Beiräte sein?
00:30:46: Berater Kursüme du bist ja noch sehr jung.
00:30:48: Was macht das mit dir?
00:30:49: Das ist ja nur geliehendes Erbe wenn du so willst.
00:30:52: Ja, also das macht extrem viel mit mir.
00:30:54: Und ich würde auch sagen, sie sind wieder mal ein Privileg aber alles hat seine Zeit und ich versuche für diese Zeit in der ich wirken kann... Ich muss ja auch gesund bleiben, kann ja auch sein dass es mir morgen schlechter geht, muss sich ja meinen Beitrag leisten.
00:31:05: Das ist tatsächlich eine ganz hohe moralische Komponente auch wo ich sage Es geht nicht um mich, es geht um die Banken!
00:31:10: Es geht um unsere Unabhängigkeit und das ist ganz ausgeprägt.
00:31:13: Ich glaube, Unabhänigkeit ist ein gutes Stichwort weil ich habe mal von dem Alexander VI mit dem ich mich unterhalten hab der auch ein großes Unternehmen hat, Börsen notiert.
00:31:20: Auch gabenenzial ein großes Thema.
00:31:22: Der hat mal gesagt für diese Nachfolgeentscheidung war für ihn das allerlichtigste die Unabhängigkeit der Entscheidung auf beiden Seiten.
00:31:29: also sowohl sein Vater und es ist ja auch ein bösentiefes Gesellschaft war unabhängig wenn du nicht gut genug bist wirst du's nicht.
00:31:37: Und er wiederum war vorher auch sehr erfolgreich und war dann auch Unabhängigkeit.
00:31:41: Ich glaube, das ist ganz wichtig!
00:31:42: Das ist mein Vorschlag oder meine Empfehlung für eine nächste Generation... ...dass man unabhängig ist.
00:31:49: Trotzdem kann man dem ja offen gegenüberstehen.
00:31:51: Deswegen sind Berater, das war ja deine Frage.
00:31:53: Zum Beispiel uns der Beirat hat eine extrem hohe Bedeutung.
00:31:57: Das ist ganz, ganz wichtig.
00:31:58: Nicht nur neben Governance aber auch wirklich... ...Beirat ist ja beratend da.
00:32:02: Also würde ich sagen ein wichtiges Tool dort.
00:32:04: Menschen zu haben, die am helfen.
00:32:06: Das
00:32:06: kann ich auch ruhig für uns bestätigen.
00:32:08: alles was du gesagt hast bei uns ist es nicht der Beirat sondern der Verwaltungsart und da sind ja die ganzen Unternehmer die bei uns auch beteiligt sind drin und das sind natürlich ganz beeindruckende Persönlichkeiten und und tolle Ratgeber und Begleiter Und dieselbe müssen ja auch ihre Nachfolge reden und da ist hier die Buhlmann-Familie ein ganz kleiner Teil nur.
00:32:27: aber vielleicht kann ich noch eine persönliche Sache hier einflechten.
00:32:30: Ich habe jetzt zwei Jungs diese in elf und dreizehn gerade noch Und der eine hatte gerade ein Vorstellungsgespräch bei einer Schule und ich hatte mit ihm vorher noch nie über Bank gesprochen.
00:32:41: Auf einmal, als er dann gefragt wird von dem Lehrer, gibt er also zu erkennen dass er auch zukünftig für die Bank arbeiten würde, für die schon seinen Großvater und Vater arbeiten würden – das war doch ein sehr schöner Moment!
00:32:52: Was daraus wird wissen wir hinter Janne nicht.
00:32:54: Jetzt ist Vertrauen und hier auch so einen Erbe zu verwalten kann ja mitunter mal ne Last werden.
00:33:00: Beneidet ihr da nicht manchmal so Kollege Leichtfuß, der um neun ins Büro geht?
00:33:04: Um fünf zum Tischtennisverein und dann macht er noch die Hecke hübsch bevor er sich an den Grill stellt?
00:33:09: Alter das weiß ja gar nicht was ich mache.
00:33:11: Vielleicht finde ich ja genau dieser Kollege.
00:33:12: Es gibt Momente glaube ich Da ist das so.
00:33:14: Ich bin jetzt dreieinhalb Jahre in der Bank.
00:33:16: Mit jedem Tag mehr empfinde ich das als unfassbares Privileg Und freue mich einfach.
00:33:20: Insofern würde ich deine Frage stand jetzt klar mit Nein beantworten, aber es gab in diesen dreieinhalb Jahren auch mal Momente wo man einfach nur sehr hohe Verantwortung gespürt hat und das wird sicherlich im Berufsleben auch weiter so sein.
00:33:31: Aber die Freude, dass Privileg überwiegt ganz klar
00:33:35: Zweiundzwanzig Jahre dabei, auch wenn natürlich da ist eine Veränderung gegeben hat zu einem bestimmten Zeitgruppe was die Relevanz der Bank für unsere Familie anging.
00:33:43: Aber da gibt es natürlich auch schwierige Stunden und wie du das beschreibst.
00:33:49: Leichtigkeit ist dann in den schwierigen Stunden nicht angesagt und da empfindet man vielleicht du hast ganz am Anfang von Bürde gesprochen?
00:33:56: Da ist es tatsächlich eine Bürde aber da findet man raus Und auch da gilt, dass man jede Krise die man überwältigt hat.
00:34:04: Vielleicht ist Krise ein großes Wort.
00:34:05: Die macht einen dann auch stärker und kettet einen nur noch mehr an dir zu
00:34:09: sagen.
00:34:09: Abschließende Frage an euch beide seid ihr dadurch das ihr im familiären und unternehmerischen Umfeld so viel Verantwortung aber auch Vertrauen aufladet?
00:34:18: Auch im privaten Bereich eher zugänglich und so authentisch weil man sagt ich will einfach Vertrauensvolles um mich herum haben oder messt ihr Vertrauen anders vielleicht als jemand, der eben nicht dieses Privileg oder diese Bürde hat?
00:34:32: Also ich mache keinen Unterschied zwischen von mir, also mein privaten Leben und dem Bankleben.
00:34:36: Ich bin die gleiche Person privat wie beruflich.
00:34:39: das noch zwar deutlich wenn ich deine Frage richtig verstanden habe.
00:34:41: Also ich hab vor meinem Vater immer gelernt und so ist es auch tatsächlich bei Seliger ein Ja ist ein ja und ein Nein ist ein nein Und das versuche ich wirklich ganz klar mein Leben lang durchzuziehen.
00:34:52: Also jetzt werde ich auch wieder sehr moralisch, aber ich versuche tatsächlich nicht zu lügen!
00:34:57: Ich mache auch keine Notlüge und insofern das ist ein hoher moralischer Anspruch den ich habe, denn ich habe mich auf so privat wie behoflich, insoferen keine Trennung und bin da gleiche Mensch zu Hause wie in der Bank.
00:35:06: Da
00:35:07: spricht auch der Chris dass es auch also ist da verbindet und ich kann das nur auch für mich jetzt mal ganz selbstbewusst einen Anspruch nehmen.
00:35:14: Es ist nicht so wenn man mich dann nachdem er mich privat kannte beruflich erlebt oder umgekehrt, dass man auch immer denkt das ist ein ganz anderer Mensch.
00:35:21: Das wäre ja auch schrecklich.
00:35:22: dann wären wir Schauspieler und nein ehrlich sein!
00:35:25: Und man müsste jetzt andere Leute fragen wie man mich erlebt.
00:35:28: aber ich denke daß sich schon ein zugänglicher Typ bin und das ist auch die Vorhossetzung hier für unser
00:35:33: Geschäft.
00:35:34: Vielen Dank fürs Gespräch
00:35:35: Danke.
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