10 Milliarden Pfund: Was der Nuveen-Schroders-Deal für Europa bedeutet

Shownotes

Die Themen dieser Folge:

Deal-Details: 10 Milliarden Pfund, 29% Aufschlag auf Börsenkurs Was Nuveen mit Schroders wirklich kauft: Wealth Management, Private Markets, Europa-Zugang Warum dieser Deal anders ist als andere Fusionen

[04:14] Konsolidierung in der Branche

Warum es zu viele kleine Player gibt JP Morgan investiert 500 Mio. Dollar in IT – kleine Asset Manager nur wenige Millionen Die Zukunft: Entweder riesig oder hochspezialisiert werden

[08:35] Exkurs: Commerzbank & Kapitalmarktunion

Warum die Commerzbank vermutlich italienisch wird Das Paradox: Alle wollen Konsolidierung – aber nicht bei sich selbst

[09:10] Maltes Reise nach Dänemark: Global Evolution

Boutique spezialisiert auf Frontier-Markets-Anleihen Warum diese vergessenen Schwellenländer interessant sind Interview mit Witold Bahrke, Senior Macro and Allocation Strategist at Global Evolution

[13:37] Aktives Management: Trendwende oder nur ein gutes Jahr?

Scope-Analyse 2025: 30% der Fonds schlagen Benchmark Deutschland: Von 2% auf 34% – SAP war der Grund Mittelstand: 40% Wertzuwachs durch Infrastruktur & Verteidigung

[16:06] Japan & USA: Die Gewinner und Verlierer

Japan: 36% der Fonds erfolgreich USA: Nur 17% – Trump-Zölle als Faktor

[17:31] Fazit: Core-Satellite wird das neue Normal

ETFs als Core, aktive Manager als Satelliten Wer nur "Indexschmuser" ist, hat keine Zukunft

Weiterführende Informationen:

Global Evolution: globalevolution.com Scope-Analyse zu aktiven Fonds 2025 Nuveen wird ab 2025 Sponsor beim Williams-Formel-1-Team

Über den Podcast: "For Professional Investors Only" ist der Podcast von DAS INVESTMENT und private banking magazin für Vermögensverwalter, Portfolio Manager, Family Officers und alle, die professionell mit Geld arbeiten. Hosted by Christoph Fröhlich & Malte Dreher.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich glaube, dass die Kommerzbank italienisch werden wird.

00:00:03: Sprich zumindest alles dafür meiner Wahrnehmung nach.

00:00:07: Mit ein paar Hundert Milliarden.

00:00:08: Aber wie lange können die noch so spezialisierter Häuser bleiben?

00:00:12: Nur in seiner Region bleibt der kommt nicht weiter.

00:00:14: Die bauen jetzt gemeinsam was, was sie alleine auch nicht hätten schaffen können.

00:00:18: Der, der übernommen würde weigert sich hat, das ist ja auch nicht alles Friendly Fire, was da kommt.

00:00:23: Eine Bank oder ein Asset Manager wie J.P.

00:00:25: Morgan haben einen IT und Technik Budget von fünfhundert Millionen Dollar Für

00:00:34: Professional Investors only.

00:00:37: Ein gemeinsamer

00:00:37: Podcast von Das Investment und dem Private Banking Magazin.

00:01:06: zu ganz schön viel Fame gekommen vergangene Woche.

00:01:08: Hast du gesehen, dass die Welt unseren Podcast aufgenommen hat und redaktionell verarbeitet hat?

00:01:14: Den Habeck-Podcast.

00:01:15: Ja dein Gespräch mit Habecks und dem Martin Lück wurde so gefühlig gefragt hast.

00:01:19: Genau, gefühlig ja, sehmsüchtig!

00:01:21: Aber was man wirklich sehen muss Christoph und wir posten das auch alles auf LinkedIn oder so ist schon irre wenn man sich einmal auf politisches Feld begibt, was da kommentiert würde.

00:01:31: ich glaube Wir haben bei dem Habeckt Post

00:01:37: Ja, total.

00:01:37: Das ist ein Riesenthema, merkt man auch immer noch – obwohl er ja gar nicht beim Amtes die Leute beschäftigt.

00:01:42: und man merkt aber auch wenn man den Podcast jetzt hier hört, dann hat man die Themen zuerst und muss es nicht in der Welt lesen.

00:01:47: Müssen wir mehr mit Politikern sprechen?

00:01:49: Ich habe darauf eigentlich keinen Bock!

00:01:51: Nein ich glaube wir bleiben mal in dem Territorium wo wir sind, aber wenn natürlich mal sich was anbietet, ohne Frage gerne.

00:01:56: Ich

00:01:56: möchte gerne mit Jörg Kucki sprechen.

00:01:58: Worüber?

00:01:59: Über seine Zeit bei Goodman Sachs wie man der SPD beitreten kann Und ja, wie er so die Finanzbranche bewertet und was wir hier uns leisten.

00:02:08: Was Altersvorsorge angeht.

00:02:10: Kapital Know-how, Finanz know how – das ist sehr ein furchtbar schlauer Kopf.

00:02:14: Definitiv!

00:02:15: Ich vermisse den auch in der aktiven Politik.

00:02:16: Können wir mal auf die Bucketlist für zweizig fünfundzwanzig setzen?

00:02:20: Lieber Herr Cookies, melden Sie sich bitte.

00:02:22: Ansonsten würde ich mal mit der News der Woche einsteigen.

00:02:24: Zumindest war es das für mich.

00:02:26: Nuvine übernimmt Schroders für knapp ... Zehn Milliarden Pfund, fand ich eine Überraschung.

00:02:31: War ja gestern überall vermeldet worden.

00:02:32: haben wir auch groß mitgenommen wurde auch sehr viel gelesen.

00:02:35: Ich habe dann auch noch mal eine Analyse gemacht.

00:02:37: war das für dich überraschend oder wusstest du es schon?

00:02:39: Nein, ich wusste das nicht!

00:02:40: Das war für mich genauso überraschen.

00:02:41: aber wie ist der Zufall so will war ich am Mittwochabend noch mit dem Alexander Bravitz dem Schroders Head in Frankfurt essen

00:02:49: und wo?

00:02:50: im Rausch

00:02:51: klingt gut ist da der Nameprogramm Ja

00:02:53: Aber er hat nichts gesagt.

00:02:54: Ja, okay.

00:02:55: Muss ich hin?

00:02:55: Aber es bricht ja für seine Professionalität also nichts verraucht.

00:02:58: Also vielleicht mal kurz ein paar zu den Eckdaten.

00:03:01: Nuvine zahlt knapp zehn Milliarden Pfund fürs Schroders.

00:03:03: Das entspricht einen Aufschlag von neunundzwanzig Prozent auf dem Börsenkurs.

00:03:06: Wer da mal die Aktie aufmacht, der wird da einen ordentlichen Sprung nach oben sehen.

00:03:10: und zusammen steht er jetzt mit Nuvin und Schroder zusammen in Assetmanager mit zweikmal fünf Billionen Dollar Assets an der Management.

00:03:16: Also schon richtig groß kann man sagen.

00:03:18: Und interessant ist, als ich mir mal die Zahlen genauer angeguckt habe das NUVIN auch mehr zahlt als bei vergleichbaren Deals.

00:03:23: Also BNP Paribas im letzten Jahr hat ja AXA Investmentmanagers übernommen und das war deutlich günstiger.

00:03:28: Warum also so viel?

00:03:29: Ich glaube NuVin kauft hier drei Dinge, die sie selbst nicht haben.

00:03:32: Das erste ist das ganze europäische Wealth-Management.

00:03:35: Strauders verwaltet über hundert Milliarden Pfund für Privatkunden für Family Office Stiftungen.

00:03:39: Die haben ja auch ein Königsbezug richtig meinte

00:03:41: Absolut!

00:03:42: Bei Kasselner fliegt das Geld der Royates

00:03:44: Das ist ja quasi der direkte Draht auch zu den vermögen Europäern, denen die haben und den Nouveen jetzt auch ihre US-Produkte anbieten kann.

00:03:50: Zweitens haben sie eine starke Privatmarktsparte, Schwerdors Capital bringt da viel mit und kombiniert mit Nouveien wird das eine richtig große Private Marketsplattform.

00:03:58: Drittens interessant fand ich die geografische Verteilung – Nouvean ist zu über neunzig Prozent in den USA aktiv und Schwerders bringt fast zwei Tritte Europa und ein Viertel Asien mit ein.

00:04:07: also die passen perfekt zusammen.

00:04:09: Malte wenn man das so sieht was würdest du eigentlich sagen?

00:04:12: Ein Kauf von Assets oder ist das ein Kauf vom Vertrieb?

00:04:14: Das ist meiner Wahrnehmung nach einem Kauf von beiden.

00:04:18: Oder es sind zumindest zwei Puzzleteile, die ganz hervorragend zueinander passen.

00:04:21: Du hast das ja auch ganz treffig geschrieben wenn wir über vorangegangene Diets sprechen gerade unter etwa gleich großen Häusern denn ist aus Kostensicht und Konsolidierungsdruck sicherlich n sinnvoller Move gewesen.

00:04:32: ob das weiter nach vorne gedacht nen strategischen Wert hat.

00:04:36: Das wage ich mitunter zu bezweifeln.

00:04:38: hierbei bei dieser Übernahme quasi glaube Da treffen sich zwei Systeme, die sich ganz trefflich ergänzen werden.

00:04:44: Und ich glaube das hat mir wirklich einen richtig strategischen Wert.

00:04:48: Spannend ist ja auch das Show.

00:04:49: Das war ja gar nicht in Not.

00:04:50: also wir hatten hier auch ein Transformationsprogramm schon durchgezogen sind auch schon weit gekommen.

00:04:54: Hatten die Kosten gesenkt und aufgeräumt.

00:04:55: was denkst du?

00:04:56: War das clever geplant langfristig oder war das jetzt eher ein Zufall?

00:04:59: und es wurde ein bisschen hübscher gemacht?

00:05:01: die baut.

00:05:02: Also ich glaube, ich habe es gestern auf Blumen wirken bisschen gelesen und die...dies London City hat darüber immer spekuliert.

00:05:08: Und gesagt, die Familie verkauft ist irgendwann, die sind ja auch schon alle ein bisschen älter und im Operativen auch schon gar nicht mehr drin.

00:05:13: aber es soll wohl jetzt doch wo's denn gestern announced wurde eine richtige Überraschung gewesen sein kurzum irgendwie immer schon in den Rumors drin gewesen.

00:05:21: Aber jetzt die Tatsache selbst hat entweder überrascht weil das ist ja auch ein Haus mit über zweihundertjähriger Geschichte

00:05:27: Genau war ja auch Titelgeschichte mal im vergangenen Jahr bei euch.

00:05:30: Umgekehrt bekommt ja auch Schwoders jetzt Zugang zu einem riesigen US-Markt.

00:05:33: Also Nauvin bringt ja auch einiges mit, die gehören jetzt zu – ich weiß gar nicht wie sie ausgesprochen werden – TIAA also diesen großen Altersvorsorgeanbieter der USA?

00:05:41: Ich glaube das ist so etwas wie das Versorgungswerk der amerikanischen Lehrer, also einen sehr großer Insti verbunden.

00:05:48: Na ja okay spannend weil da entsteht natürlich durch den Zusammenschluss auch so eine… Private-Plattform nennen, also so ein Bieter der wirklich das gesamte Spektrum auch abdeckt.

00:05:57: Also die haben klassische Aktienvorungs, die haben illiquide Privatmarktinvestments... Das ist ja auch das was viele Instis heute wollen!

00:06:02: Also nicht mehr nur Aktien oder Bonds sondern alles unter einem Dach.

00:06:05: Ganz genau und wie eben schon gesagt ich glaube es ergänzt sich halt trefflich bei anderen.

00:06:10: Kannst du sagen, alles klar?

00:06:11: Wir streichen aus zwei Fonds einen immer weg.

00:06:13: Also wir halbieren das Angebot um dann in der Konsolidierung herbaus neue Kraft zu schaffen.

00:06:17: Ich glaube jetzt ergrenzt es sich wirklich.

00:06:19: Es gibt nichts doppelt.

00:06:20: im Gegenteil Der eine bringt links was mit und der andere bringt rechts was mit.

00:06:23: Ich glaube Schroders ist hierzulande auch noch die bekanntere Marke würde ich sagen.

00:06:27: Aber das interessant fand ich ja vor ein paar Wochen.

00:06:29: Werden sie auch gemeldet weiß mich natürlich auch persönlich interessiert.

00:06:31: Da bist Du jetzt ja nicht so drin.

00:06:33: Nur Wien ist seit Januar auch Sponsor beim Williams Formel I Team.

00:06:36: also das Logo klebt dann jetzt prominent auf den Rennwagen.

00:06:39: Das zeigt natürlich auch, die wollen einfach noch mehr Sichtbarkeit haben.

00:06:41: Auch in Europa, wo ja vor mir eins nach wie vor ein großes Thema ist.

00:06:44: Ich bin in diesem Spiel nicht dabei!

00:06:46: Es

00:06:46: sind übrigens sehr viele.

00:06:47: The Goldman Sachs ist auch mit drin eine Uni Credit und so.

00:06:49: Also es gibt relativ viele Player an unserer Branche, die da sind.

00:06:52: Was glaubst du denn?

00:06:52: Solche Megafusionen sind das jetzt die Zukunft?

00:06:55: oder was heißt das für die anderen Player?

00:06:58: Das klingt ja so hart mittelklassiges Spektrum mit ein paar hundert Milliarden.

00:07:01: aber wie lange können sie noch so spezialisierter Häuser bleiben?

00:07:04: Ich

00:07:04: glaube wir werden die nächsten zehn Jahre eine unglaubliche Konsolidierungswelle erleben.

00:07:08: Wir werden das bei Banken sehen, wir werden das beim Börsen sehen.

00:07:10: Wir werden es im Assetmanagement sehen weil es einfach viel zu kleinteilig ist.

00:07:14: und wenn es dann auf der europäischen oder politischer Ebene im Endeffekt erstmal eine richtig homogene Landschaft gibt, dann muss man sich doch fragen warum braucht es denn europaweit noch Zweiundzwanzig Börschen und alleine Deutschland mit Sechzehn Regionalbörsen in etwa?

00:07:27: Also kurzum Das wird alles sich konsolidieren.

00:07:31: Da ist natürlich auch viel Politik dahinter, gerade die Franzosen möchten über etwas die Deutschen und Italiener.

00:07:37: Aber am Ende des Tages wird es sich das alles konsolidirieren.

00:07:40: Und wir hatten ganz interessante Gespräche in Frankfurt.

00:07:44: Wir mussten überlegen eine Bank oder ein Asset Manager wie JP Morgan haben einen IT- und Technikbudget von fünfhundert Millionen Dollar pro Jahr.

00:07:55: Und jetzt musst du dir mal überlegen, du bist ein kleiner Asset Manager und du musst dich den Herausforderungen der Digitalisierung und der Technik stellen oder so.

00:08:03: Da gibt es kleine Asset-Manager.

00:08:04: die haben zwei drei Millionen im Jahr an Budget für Technik und JP Morgan hat fünfhundert Millionen.

00:08:11: Haben sie nicht uns sogar schonmal CD stecken?

00:08:13: Milliarden in KI?

00:08:14: Ja in KI aber Technik an sich nur fünfhundert Millionen jedes Jahr an budget.

00:08:19: und wenn du dir diese Kräfteverhältnisse anguckst dann ist das ja Lichtesjahr auf der Hand dass es dazu Verschiebungen kommt, die mehr als tektonisch sind sondern die am Ende dieses ganze Spiel auf die ganz großen Säulen aufstellen und im Endeffekt wird es die kleinen Spezialisten drum herum gehen.

00:08:35: Aber du siehst das ja diese ganze Debatte der Kapitalmarktunion, die seit Jahren geführt wird und die alle eigentlich immer von der Idee gut finden wollen.

00:08:41: aber dann hast wir jetzt mal sowas wie mit der Kommerzbank diese geplante Übernahme und dann finden Sie's hier doch nicht mehr so toll.

00:08:47: also wenn man es selber übernommen wird ist die Kapitalmarkt Union da nicht mehr eine gute Sache.

00:08:51: Ja, gut das ist ja das alte Spiel.

00:08:53: Ich glaube dass die Kommerzbank italienisch werden wird.

00:08:56: Das spricht zumindest alles dafür meiner Wahrnehmung nach.

00:08:59: aber das ist üblich.

00:09:01: der der übernommen wird.

00:09:02: Der weigert sich an euch das ist auch nicht alles Friendly Fire was da kommt.

00:09:05: Aber am Ende des Tages ist so eine Konsolidierung ja auch gut und schafft dann auch Platz für Neues.

00:09:10: Da war es ja jetzt zumindest bei Schwarters Nauvin wenn man das liest einvernehmlich Sag mal du wenn wir jetzt schon über kleine Spezialisten auch mal gesprochen haben Du warst ja auch Hast du letztens erzählt im Podcast unterwegs?

00:09:20: Nicht nur jetzt in Frankfurt, sondern auch vorher.

00:09:21: Erzähl mal ein bisschen von deinem Trip.

00:09:22: Ich bin von Hamburg aus nach Colding gefahren.

00:09:24: das ist ich glaube eine Stunde hinter der dänischen Grenze.

00:09:27: also ich bin erst einmal mit einem Zug über Flensburg und Schleswig.

00:09:30: Das hatte fast was Meditatives dadurch einen Schnee getüdelt.

00:09:33: Und in Colding kleine süße Stadt.

00:09:34: Sechzigtausend Einwohner Studenten statt sitzt Global Evolution.

00:09:38: Das ist ein Rentenfonds-Boutique die spezialisiert es auf die emerging markets Die Staatsanleihen machen und ein Office noch in London haben, da werden die Corporates kross gemacht.

00:09:49: Und da war ich einen Tag unterwegs.

00:09:51: Haben diese schönen Konferenzräume noch?

00:09:55: Das sind drei Konferenzräume, wenn du so willst nach den Kontinenten der Emerging Markets richten.

00:10:01: also es gibt Afrika, die Karibik und Asien und entsprechend sind die auch eingerichtet.

00:10:06: großartig ganz toll gemacht.

00:10:08: Link zu dem Bild pack ich dann in die Show Notes.

00:10:09: Da hatten wir mal drüber berichtet.

00:10:11: und wen hast du da getroffen?

00:10:12: Ich habe getroffen den Witold Barke, ehemals Senior Economist von Nordea jetzt seit zwei Jahren bei Global Evolution auch im Portfoliomanagement Team Und Wir haben uns über Die Schwellenländer und da besonders über die Frontier Markets unterhalten.

00:10:26: das sind ja die wenn Du so willst Erst noch in den Status der Schwellenländer hereinwachsen wollen.

00:10:33: Das sind immerhin hundert drei Länder.

00:10:35: Ja, vereinigten Arabischen Emiraten und Co.

00:10:37: sind da mal relativ groß drin?

00:10:38: Die sind da drinnen, dann Lateinamerikanische Länder noch ein bisschen Osteuropa viel diese kleinen asiatischen Staaten ganz spannend Und wir haben uns darüber unterhalten wie es eben zu einer wirklichen Verschiebung des rendite Risikoverhältnisses dieser Länder ist im direkten Vergleich mit dem DEM, also den Develop Market.

00:10:58: Und alles was die Develop Markets die vergangenen Jahrzehnte ausgezeichnet hat stabile konjunkturelle Lage kaum Inflation wenig Verschuldung und verhältnismäßig wenig Verscheinungen all diese Vorteile oder Stabilität zeigen jetzt die Frontiermarkts

00:11:17: Alles klar.

00:11:17: dann hören wir da mal kurz rein

00:11:21: Verhältnis von Randite zu Risiko.

00:11:23: Ganz klar, das ist einmalig hoch.

00:11:25: Wir haben ja wie gesagt über den seit Auflegungsschernstrategie – das ist Ende Jahrzehnte – haben wir eine Rendite die über dem von amerikanischen Heilsanleihen liegt bei einer Volatizät, die vergleichbar ist zu dem was wir im Bereich der G-Sieben Staatsanleihen sehen also dass es das ganz übergeordnet.

00:11:43: Dann quasi als Ableitung dessen Der Prime Selling Point ist natürlich der Pro Cabby.

00:11:49: wie gesagt, zwölf Prozent.

00:11:54: Dann haben wir natürlich diese gleichzeitig den Diversifikationsvorteil durch das niedrige Beta zu globalen Risikofaktoren in einer Welt die immer unsicherer wird und auch aufgrund dieser, sagen wir mal folgswirtschaftlichen Regime wechseln, die wir mit momentan durchmachen.

00:12:12: Euroinflation,

00:12:13: hohe gebolgische Risiken Neu erfunden fiskale Großzügigkeit muss nennen darf im Bereich der industrialisierten Länder.

00:12:23: Frontiermärkte haben niedriger, eine geringere Verwundbarkeit gegenüber sämtlicher dieser Faktoren.

00:12:31: Um das einmal auch zusammenzufassen gerade diesen Faktor eben oder zu vereinfachen auch.

00:12:35: Schwellennänder gelten ja mitunter so als Risk on risk off Märkte.

00:12:39: Das heißt sobald es da ein bisschen stressiger wird drängen sich die herscharende Investoren durch im Zweifelsfall viel zu kleine Drehtüren raus aus den Märkten.

00:12:50: Das ist bei den Frontiermärkten eben nicht der Fall, weil A da sind wenig ausländische Investoren bisher drin und B wer da drinnen isst Domestik also inländisches Geld?

00:13:01: Und das ist nicht so schnell auf der Flucht!

00:13:04: Weil wo solls denn hin?

00:13:05: Genau es gibt nicht so viele Touristen in dem Bereich wie jetzt zum Beispiel im Bereich der traditionellen Hardwährungsanleihen der Fall ist.

00:13:11: Wo man dann auch für viele gerade ja ich nenne es jetzt Touristen auch Investoren, die nicht quasi dedicated EMD-Investoren sind.

00:13:20: Dort auch hin in dieses Segment reingehen wenn der Risikopetit steigt

00:13:25: usw.,

00:13:26: die aber ganz schnell wieder weg sind, wenn es dann ein bisschen rauer wird.

00:13:31: und das ist hier ganz klar nicht der Fall!

00:13:37: Siehst du, Christoph?

00:13:37: Das ist doch hochinteressant und zeigt auch ein weiteres Mal dass es eben für besondere Nischen echtes und aktives Management braucht.

00:13:44: Und ich glaube zu dem Thema hast Du uns auch was mitgebracht!

00:13:46: Genau das vielleicht das letzte Thema jetzt auch für diese Sendung.

00:13:49: Scope Analysiert ja jedes Jahr, wie so aktive Fonds sich gegen ihre Benchmark schlagen.

00:13:54: Das war ja mitunter ein bisschen deprimierend die vergangenen Jahre.

00:13:57: Jetzt haben sie halt auch untersucht das Ganze für zwanzig-fünfundzwanzig und das Ergebnis ist dass dreißig Prozent also immer in zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr das geschafft haben.

00:14:05: da würde ich jetzt mal sagen es kein Triumph aber schon eine klare Trendwende.

00:14:08: vor allen Dingen wenn man sich die einzelnen Kategorien anschaut wird's halt richtig spannend.

00:14:12: Der krasse Ausreißer war Deutschland.

00:14:14: Da waren im Vorjaar zwei Prozent der Fonds die das geschafft habe umgenut.

00:14:17: nicht anders zu sagen Es war nur ein einziger Und jetzt ist das hoch auf vierunddreißig Prozent, also ein Riesensprung.

00:14:23: Interessant ist halt auch das Warum?

00:14:24: Das ist ganz simpel gesagt SAP gewesen.

00:14:27: Crazy!

00:14:28: Im Index, wenn du dir den MSCI Deutschland kaufst, ist die Aktie halt ein Riesen-Schwergewicht.

00:14:33: Die liegt ja auch über zehn Prozent Gewichtung, ich glaube irgendwie zwölf, fünf oder irgendwas.

00:14:37: und einen Phone Manager darf er nicht mehr als zehn Prozent maximal reinpacken.

00:14:40: Die meisten sind ja sogar ein bisschen drunter und die Aktien liefen zwanzig, fünfundzwanzig schlecht

00:14:44: Verrückt.

00:14:44: und jetzt ist ja das ist ja auch jüngst.

00:14:46: Ich glaube gestern kann, dass es Siemens jetzt auf Platz eins hat SAP als wertvollstes deutsches Unternehmen

00:14:52: auf platz zu sein.

00:14:53: So genau verfolge ich das mal gar nicht.

00:14:54: interessant war auch, dass das mittelständische Aktien fast vierzig Prozent im vergangenen Jahr zugelegt haben.

00:14:59: also da kam ganz viel an.

00:15:01: Hast du das so mitbekommen?

00:15:02: Dass der Mittelstand hier so abgeht?

00:15:03: in der Böse

00:15:04: Nein aber nein Im gegenteil hätte wer ich auch nicht drauf gekommen weil man hört die ganze zeit immer eigentlich ist jetzt wieder Zeit für Nebenwerte und Small Caps.

00:15:11: müssen wir wieder kommen.

00:15:14: seit drei Jahren fast schon gepredigt, aber es schön wenn das Momentum jetzt mal auf der Seite des Mittelstandes ist.

00:15:18: Ja die profitieren offenbar von einer ganzen neuen Fiskalpolitik also Infrastruktur Investitionen im Verteidigungsausgaben Klimaschutz.

00:15:24: Also das kam den ganzen deutschen Mittelständlern zugute.

00:15:27: was denkst du denn?

00:15:27: Ist das für dich jetzt schon eine echte Trendwende oder war's jetzt einfach ein gutes Jahr für aktive Manager?

00:15:32: Ich glaube es ist ein gutes ja gewesen.

00:15:35: ich würde mir aber wünschen dass nicht immer mantraartig wiederholt wird das aktives Management sich nicht lohnt.

00:15:44: wichtig gut machen und das Jahr für Jahr können keinen gefallen.

00:15:47: Ich glaube aber auch, aber es ist jetzt nicht wirklich exklusives Wissen.

00:15:50: Wir haben einfach zu viele der Volker Schilling sagt immer so net Index-Schmuser die sich einfach gar nicht trauen sich ein bisschen vom Vergleichsindex wegzubewegen und dass sie da immer wieder im Endeffekt eine schöne Statistik kaputtmachen ist schon ärgerlich und die braucht ehrlicherweise gesagt niemand.

00:16:06: was stimmt total Bei.

00:16:08: die höchste Quote hatte Japan, da waren über sießunddreißig Prozent der Fonks, die ein Index geschlagen haben.

00:16:12: Über das Japan-Compact haben wir ja auch schon im vergangenen Jahr hier auf dem Podcast gesprochen.

00:16:16: Bei US-Fonks sankt die Quote deutlich, da war nur noch siebzehn Prozent ihre Benchmark geschlagen.

00:16:20: Da war das ganze Zeugewitter von Trump also der S&P.

00:16:25: Five Hundred hat damals ja fast zwanzig Prozent in ein paar Tagen verloren und dann hat er zurückgerudert, dann hat die Böse sich wieder geholt und wer da falsch positioniert war kann man sagen Tja, Pech gab's!

00:16:34: Generell, wer zu stark auf US gesetzt hatte.

00:16:36: Der hat jetzt Jahrzehnte zwanzig fünfundzwanzig einfach kein gutes Jahr.

00:16:39: Was für eine Ableitung würde es denn da rausfällen?

00:16:41: Also heißt das für professionelle Investoren jetzt mal simpel gesagt ETFs bleiben, dass Beta und Aktiv wird wieder stärker zur taktischen Komponente?

00:16:49: Das würde mich freuen wenn es dann so ist.

00:16:51: ich glaube aber, dass Aktiv es künftig schwerer haben wird bzw wirklich nachhaltig zeigen muss, dass es auch aktiv bleibt.

00:16:59: Ich glaube, dass inzwischen der das Core-Segment einer Assetallokation aus ETFs bestehen wird und man sich einfach seine kleinen Satelliten dazu auflädt, ob das thematische Ideen sind oder eben sowas wie Frontier Market.

00:17:13: Und auf der Rentenseite – das wird wahrscheinlich die Spielart der kommenden Jahre sein und ist es ja heute auch schon ein bisschen.

00:17:19: Ich würde mir allerdings wünschen dass im Endeffekt es zu einer Konsolidierung kommt und eben wie gesagt die Fonds, die nachweislich den Index nicht schlagen irgendwie ein Stück weit in Hintertreff geraten und ein stückweit die Berechtigung verlieren.

00:17:31: Ja, kann man sagen was haben die Geschichten jetzt nur Wien und aber auch Scope zu gemeinsam?

00:17:36: Also du siehst wer nun seiner Region bleibt der kommt nicht weiter.

00:17:39: Die bauen jetzt gemeinsam etwas das ihr alleine auch nicht hätten schaffen können also eine globale Plattform über alle Anlageklassen.

00:17:44: umgekehrt zeigt dass andere auch.

00:17:45: die Welt wird komplexer.

00:17:46: wenn man nur noch mit Standardlösungen arbeitet lässt es möglicherweise Chancen liegen.

00:17:49: Das ist das eine.

00:17:50: und du hast natürlich immer wieder, wenn jeder jetzt auf Standard-Lösung sitzt, dann hast du natürlich wieder Opportunitäten.

00:17:55: Und das ist ja das ganz Geile im Geschäft nicht?

00:17:57: Wenn jetzt irgendwie neun von zehn auf ETFs auf Standard wahresetzen oder so, denn is einer da der Lucky Punch, der sagt okay ich mach's genau anders!

00:18:06: Und wenn es dann aufgeht, ist das richtige.

00:18:09: kurzum... ...wenn alle da irgendwie im Mainstream mitgehen ergeben sich auch wieder auf die anderen Seite Opportunität.

00:18:14: Karpo Steingrad würde sagen, danach kann nichts mehr kommen.

00:18:16: Ich würd' sagen wir beenden die Folge auch.

00:18:18: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:18:19: Malte hat Spaß gemacht und nächste Folge wird wieder mit einem Gast sein richtig?

00:18:22: Wunderbar!

00:18:23: Ich freue mich.

00:18:24: Schönes Wochenende.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.