"Wir haben Geld, aber keine Zeit" – Ein General und ein Asset Manager über Europas Zukunft
Shownotes
Über die Gäste:
Chris Badia ist General a.D. der Luftwaffe der Bundeswehr und blickt auf 40 Jahre Militärerfahrung zurück. Er gilt als einer der führenden Experten für moderne Verteidigungsstrategien und berät heute Unternehmen und Politik zu Sicherheitsfragen.
Hagen Schremmer ist Deutschlandchef von BNP Paribas Asset Management und verantwortet unter anderem den BNP Paribas Easy Bloomberg Europe Defense ETF sowie einen aktiven Fonds zur europäischen Autonomie und Resilienz.
Erwähnte Investmentprodukte:
BNP Paribas Easy Bloomberg Europe Defense ETF BNP Paribas Europe Strategic Autonomy Fonds
Relevante Zahlen aus dem Gespräch:
15+ Milliarden Euro: In Rüstungsfonds seit 2022 geflossen 1,5 Billionen Euro: Geplante Investitionen in europäische Resilienz bis 2030 10 Billionen Euro: Deutsche Festgeld-Anlagen mit Investmentpotenzial 3,5%+ BIP: Neues NATO-Commitment für Verteidigungsausgaben 4-6 Jahre: Mindestdauer für Entwicklung von Hochwertfähigkeiten
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00:00:00: Man denkt heute den Konflikt über diese fünf Dimensionen, nämlich angefangen vom Weltraum Cyber, Land, Luft, See und das muss alles zusammengebracht werden.
00:00:08: Und wir deshalb ganz eigenes Selbstbewusstsein brauchen und gerade auf europäischer Ebene auch die Notwendigkeit die Kräfte zu bündeln und damit das Fund, mit dem wir wochern können, nämlich den großen Binnenmarkt.
00:00:18: Ich bin auch kein Befürworter der Werbpflicht, ich bin ein Befürworter der Dienstpflicht für alle.
00:00:23: Wir sprechen über zehn Trillion an Geldern, die nicht Kapitalmarkt, sondern im Festscape-Bereich.
00:00:31: Es ist unglaubliche Beträge.
00:00:45: Risiko-Hinweis.
00:00:46: Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen, sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung.
00:00:52: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
00:00:54: Und jetzt geht's los.
00:00:56: Hallo, Moin, Christoph.
00:00:57: Schön, dass wir wieder im Podcastraum sitzen.
00:00:59: Wir hocken ja hier häufiger als in der Redaktion.
00:01:01: Und wer die Habe-Kfolge von uns verfolgt hat, der wehnt uns ja eigentlich irgendwo zwischen der Investmentkonferenz mit Echisauern und meinem Trip nach Genemark.
00:01:10: Ist aber nicht so, wir hocken wieder im Podcastraum.
00:01:12: Das stimmt, wir schieben noch eine Folge dazwischen gewissermaßen und zwar zu einem wichtigen Thema, das Thema Rüstung.
00:01:19: Rüstung, kann man schon sagen, verlangen Tabu an den Kapitalmärkten.
00:01:21: Jetzt mittlerweile ist es eines der heißesten Investment-Themen in Europa, aber ich glaube auch weltweit.
00:01:26: Wir haben auch gerade eine aktuelle Geschichte im Heft dazu gemacht bei das Investment, wo wir auch zeigen, dass in weniger als drei Jahren von null auf mehr als fünfzehn Milliarden Euro das ganze Volumen gewachsen ist.
00:01:37: und plötzlich diskutieren Assetmanager, diskutieren Berater, Anleger über Verteidigungsfähigkeit, über Wörter wie Resilienz, über Geopolitik.
00:01:44: Ich erinnere auch, dass... Seit ein, zwei Jahren in Webinar oder Konferenzen auf einmal auch Militarier eingeladen werden.
00:01:55: Also viele generelle AD.
00:01:57: Das stimmt.
00:01:57: Wir
00:01:58: hatten
00:02:00: ja auch
00:02:01: schon auf dem Private Banking-Kongress die Florence von der NATO, die uns da ganz interessante Einblicke erzählt hat, war ein spannender Vortrag.
00:02:07: Und bevor wir da jetzt aber gleich noch mal tief in das Gespräch mit dem Hagen Schremmer von BNP Pari bei Asset Management einsteigen und dem ehemaligen Luftwaffen-General Chris Bardia, Wollte ich mal kurz mit dir darüber sprechen, warum dieses Thema die Finanzbranche eigentlich gerade so beschäftigt?
00:02:21: Oder warum ist viele ja auch noch ein Stück weit irritiert?
00:02:23: Malte, wann hat es denn du das Gefühl, hey jetzt ist das ganze Thema Rüstung, Verteidigung endgültig im Mainstream angekommen?
00:02:29: Also natürlich, ein Stück weit auch so im privaten Kontext, wenn dich auf einmal bekannte Fragen ja, hast du auch rein Metallaktien?
00:02:36: Also darüber hat man ja die vergangenen zwanzig Jahre nicht
00:02:38: gesprochen.
00:02:38: Hast du rein Metallaktien?
00:02:39: Nein, leider nicht.
00:02:40: Zumindest aus Rendite Aspekten hätte man sie ja gerne gehabt.
00:02:45: Aber das sind so die Themen, die werden natürlich auch von den Medien immer aufgegriffen dann natürlich und auf einmal schauen eben auch Private Equity-Häuser, danach, wo man irgendwelche Beteiligungen hat und auf einmal alte Steine unternehmen werden dann auf einmal zu modernen Panzerschmieden.
00:02:58: Also das hat den ordentlich Momentum bekommen vor zwei, drei Jahren.
00:03:02: Ich habe das auch gesehen, vor ein paar Jahren war ich in Berlin auf dem Barconvent, also das ist die größte Spirituosenmesser, das ist immer in der Messerhalle Berlin.
00:03:09: Und da war auf der anderen Seite der Messerhalle, ich bin da immer erst auf der falschen Seite ausgestiegen und da war eine Dronenmesse und dachte mir auch so, ja krass, eine Dronenmesse.
00:03:17: Also ich dachte so in diese kleinen DJI-Dinger und so war das damals krass, dass man damit eine ganze Halle füllt.
00:03:21: Mittlerweile wissen wir alle, dass der ganze Krieg darüber funktioniert.
00:03:24: Also da sieht man auch, wie sich das verändert hat.
00:03:26: Es
00:03:26: gibt auch ein ganz steiles Start-up in Kassel, das heißt Swarm Biotics, die arbeiten mit Kaka-Daken.
00:03:35: Also mit echten Kaka laken.
00:03:37: die kriegen so kleine cyborg rucksäcke hinten offenpanzer geschnallt und die werden dann übertriegsgebiet abgeschmissen und die sind ja recht resilient auch gegenüber strahlungen und allem was da so eingesetzt werden kann.
00:03:51: und dann macht sich so eine kleine cyborg kaka lakenarmee auf die suche und kann eben auch gucken ist da noch irgendwo leben unter den trümmern also unglaublich.
00:04:00: die sind gesiedelt worden vor einem halben jahr mit Erneut zehn Millionen Euro.
00:04:04: Ach krass, noch nie gehört.
00:04:05: Aber das hat man in vielen Gesprächen, merkt man ja, oder das ist zumindest mal mein Eindruck, das Thema oder das Interesse an dem Thema ist definitiv da.
00:04:11: Also alle interessieren sich für Rüstung, aber irgendwie auch noch mit angezogene Handbremse.
00:04:15: Also nach dem Motto Rational haben wir das alle verstanden, dass das wichtig ist, aber emotional sind wir damit noch nicht ganz durch.
00:04:20: Siehst das auch so?
00:04:21: Ja, ich sehe das auch so und ich denke auch gerade so, dass emotional, rational, dass der auch ein bisschen widersprüchig.
00:04:28: Am Ende, wenn man wirklich den Experten zuhört, dann kommt ja auch im Endeffekt schnell das Argument, dass eine Aufrüstung dahingehend auf Sicherheit bringt, weil jemand sich dann eben sagt, die greif ich nicht an, niemand käme auf die Idee, die USA anzugreifen.
00:04:42: Also haben wir durch eine gewisse Abschreckung schon allein ein Status quo erreicht, der uns ein Stück weit Sicherheit gibt und deshalb ist das sicherlich aus vernünftigen Gründen sinnvoll wieder aufzurüsten.
00:04:54: Ich fand auch ganz interessant in dem Gespräch, was du mit Robert Habeck und den Martin Lück von Franklin Templeton hattest, über diese neue Bewertung, würde ich es mal nennen, auch von Investitionen in Militärgüter.
00:05:05: Also, dass jetzt ein Panzer nicht ein totes Investment ist, sondern dass man damit ja auch Forschungen finanziert im weitesten Sinne.
00:05:11: Ja, oder dass man zumindest Investitionen in Rüstungsgüter auch mit einem gewissen Innovationscharakter versieht.
00:05:18: Und das war ja auch, kam ja auch in dem Gespräch hoch.
00:05:19: Also das Internet gibt es ja auch nur, weil da hat sich das Militär Gedanken gemacht hat über neue, artige Kommunikationswege.
00:05:25: Und deshalb können im Endeffekt Innovationen aus der Rüstung ja durchaus auch auf die zivile Innovationskraft abstrahlen.
00:05:33: Darum geht es auch ein bisschen in dem Gespräch mit dem Chris Bardia und dem Hagen Schremmer, das schon mal als Kleintaser, bevor es auch gleich losgeht, vielleicht nochmal die letzte Anmerkung.
00:05:41: Unsere Analyse im Heft hat auch gezeigt, dass das Thema vor allen Dingen von Privatanlegern getrieben wird und Beratern, also jetzt weniger institutionelle Investoren.
00:05:48: Wir waren ja auch neulich bei Norddea, haben wir ja erzählt, die haben ja auch den Empower Europefonds, der über fünfhundert Millionen gesammelt hat, auch primär Privatanlegerberater.
00:05:55: Wie nimmst du das Thema Private Banking war?
00:05:57: Naja, es gibt ja die Warburg Bank hier, die einen eigenen Rüstungsfonds auch hat.
00:06:01: Der war sehr erfolgreich, es gibt große ETF und es gibt eben im Private Equity Bereich jetzt viel Venture Capital, die eben wirklich in Defense anlegen.
00:06:11: Und ich glaube, da ist das Thema auch in der Breite des Wales Management und eben auch in den Startups und der Private Equity Szene angekommen.
00:06:20: All diese ganzen Eindrücke und die Spannungen, die wollen wir jetzt noch weiter vertiefen mit zwei Perspektiven, die ein bisschen weiter reichen als unsere reine Marktbeobachtung.
00:06:27: Insofern viel Spaß beim Gespräch mit Chris Bardia, Luftwaffengeneral AD und Hagen Schremmer, Chef von BNP Pariba, Asset Management.
00:06:36: Viel Spaß!
00:06:37: Europa steht vor neuen sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und darüber spreche ich heute mit Chris Badier, General der Luftwaffe der Bundeswehr AD und Hagen Schremmer von BNP Paribas Asset Management.
00:06:50: Hagen, die Zeitenwende hat Olaf Scholz vor nun vier Jahren ausgerufen, doch erst im vergangenen Jahr ging das, ging der ganze Hype um Rüstungsfonds so richtig los.
00:06:58: Warum hat das eigentlich so lange gedauert?
00:06:59: Eigentlich sind wir doch eine Branche, die relativ schnell auf Themen ausspringt.
00:07:03: Stimmt.
00:07:05: Und ich glaube, es liegt auch nicht an der fehlenden Innovationskraft der Branche.
00:07:08: Die Frage ist zwischen dem Erkennen, dem Ausrufen einer Zeitenwende und dann den dahinter liegenden Entscheidungsprozessen und auch Investitionsentscheidungen, die mit den Jahren kamen, ist doch einiges noch an Zeit ins Land gegangen.
00:07:22: Sprich letztes Jahr erst das Commitment der NATO-Staaten, die die Investitionen auf dreieinhalb plus anderthalb Prozent hochzufahren.
00:07:32: Unser
00:07:33: Schuldenpaket ja auch.
00:07:34: Das deutsche Schuldenpaket und natürlich dann auch die die Entscheidungsprozesse, die sowohl auf der politischen Seite, aber dann auch im Beschaffungswesen natürlich Zeit nehmen jetzt.
00:07:43: Klar haben wir ein anderes Umfeld, wo nicht nur große Zahlen im Raum stehen, sondern eben auch eine Planbarkeit und eine Langfristigkeit der Investitionsmaßnahmen auch für Unternehmen und damit auch für Investoren eine ganz andere Perspektive und ein anderes Potenzial geben.
00:07:59: Im vergangenen Sommer habt ihr den BNP Paribas Easy Bloomberg Europe Defense ETF aufgelegt.
00:08:05: Warum habt ihr euch denn bewusst für ein ETF mit einem europäischen Fokus entschieden und jetzt nicht ein globales Verteidigungs- und Sicherheitsuniversum gewählt?
00:08:12: Gleichzeitig haben wir auch noch einen Vore aufgelegt auf der aktiven Seite, der sich um die europäische Autonomie und Resilienz kümmert.
00:08:19: Gleiche Frage und im Zweifel gleiche Antwort, weil wir hier schon ein Thema haben, welches für Europa nochmal eine andere Bedeutung hat.
00:08:27: Einerseits gibt es einen definitiven Investitionsstau und ich hatte es eben schon ausgeführt und Europa muss massiv nachholen und die Planbarkeit, die ich gerade ansprach, gibt für europäische Unternehmen, sei es im Defensebereich.
00:08:41: Aber dann eben auch im Bereich der der Lieferkettensicherheit und der Energiesicherheit und allem, was dranhängt, gibt natürlich eine ganz andere Perspektive und damit auch ein Cashflowprognose und ein Planungshorizont.
00:08:53: Zweite Perspektive ist, dass in Europa jetzt das Commitment der Investitionen massiv hochgefahren ist.
00:09:00: In den nächsten vier Jahren bis zwanzig drei, sondern anderthalb Trillion, also Billionen Euro, investiert werden in die Resilienz.
00:09:09: Das ist natürlich ein Potenzial, von die Wirtschaft profitieren wird und dann hoffentlich auch die Investoren.
00:09:14: Und hinzu kommt natürlich, dass wir hier die europäischen Unternehmen nach wie vor auf dem Bewertungsniveau haben, welches auch attraktiver an vielen Stellen ist als bei Amerikanern, plus dass die Planbarkeit in Europa aus unserer Sicht höher ist.
00:09:32: Chris, wenn wir heute von Sicherheit sprechen, ist ja auch ein sehr breiter Begriff.
00:09:36: Welche Rolle spielt denn da noch das klassische Militär?
00:09:38: kannst du ja vielleicht mal kurz ein bisschen zu deiner Vita erzählen.
00:09:42: Und wie gewichtest du dann auch Themen wie Saiba, was da heute rein spielt, das ganze Energiebereich, kritische Infrastruktur?
00:09:48: Also... Ich habe jetzt ein Fortjahre Militärerfahrung hinter mir.
00:09:52: Und das ist das, was du sagst, das ist schon richtig.
00:09:54: Früher haben wir eben diese ganz klare Trennung gemacht, äußere Sicherheit, innere Sicherheit, äußere Sicherheit war dann immer stark mit dem Militär verbunden.
00:10:00: Das hat man seitens Deutschland, aber auch seitens der NATO insgesamt, also die Staatengemeinschaft, das hat man eigentlich überkommen seit so zweitausendzwundzwanzig.
00:10:09: Als man gesagt hat, wir müssen Absteckung und Verteidigung anders denken.
00:10:12: Und da ist ihm dieser Resilienzgedanke, den hatten wir ja schon gerade angesprochen, der ist überall da und heute ist eben Sicherheit kannst du nur resilient gesamtstaatlich nach innen und nach außen denken.
00:10:24: Und dann geht es jetzt genau darum, wo setzen wir an?
00:10:28: Ich kann also nicht mehr hingehen und das heute so verstehen, dass ich aus den Erfahrungen heraus große Panzerverbände oder große Flugzeugverbände, sondern ich muss, man denkt heute den Konflikt über diese fünf Dimensionen, nämlich angefangen vom Weltraum Cyber Land Luftsee und das muss alles zusammengebracht werden.
00:10:46: Und da gehe ich eben hin und muss eben schauen, gerade die Digitalisierung, künstliche Intelligenz, die ganzen Weltraumanwendungen, wenn wir Cyber Offense, Cyber Defense, Cyber Lagebilder.
00:10:57: All diese Dinge muss ich heute ganz anders denken.
00:10:59: Warum?
00:11:00: Weil ich durch diese Innovationskraft, die Europa insgesamt, der besitzt, deswegen kann ich nur unterstützen, weil die Europa so viel Innovationskraft da ist, aber wir müssen das zusammenbringen, wir müssen den Willen zusammenbringen und dieses gemeinsame Handeln zusammenbringen und dann mit neuen Technologien und Innovationen diese Kampfkraft so steigern, dass wir vor allem mit dem, was wir haben, dass wir das so unterstützen, dass wir dann auch diese Abstreckungsfähigkeit eben haben.
00:11:22: Aber Resilienz ist ja ein sehr, sehr starkes Wort.
00:11:25: Woran erkennt man denn jetzt ganz praktisch, ob ein Land an sich, aber auch ein Unternehmen, im kleinen Resilient, aufgestellt ist?
00:11:31: Ich gebe immer gerne das Beispiel, wir können immer gerne immer nach Finnland und nach Schweden gucken.
00:11:35: Dann sieht man, wie ein resilienter Staat aufgestellt sein muss.
00:11:37: Was ich immer erkläre ist, in Deutschland gibt es einen guten Begriff, das sind die Blaulichtorganisationen.
00:11:43: Also jeder, der so ein Blaulicht hat, vom THW bis zur Feuerwehr bis zum Krankenwagen, wenn der ganze System so aufgestellt ist.
00:11:50: An Resilienz heißt ja sozusagen eine Rücksprungfähigkeit.
00:11:53: Also ich erleide jetzt irgendeinen Schock, aber ich bin dann relativ schnell wieder in eine Lage, wieder in normale Verfahren zu kommen.
00:12:01: Das versteht man ja eigentlich unter Resilienz.
00:12:02: Und wenn die alle zusammen, wenn die so resilient in sich geschlossen sind, dann ist der Staat insgesamt leistungs- und abschneckungsfähig.
00:12:10: Und dann zeichnest du auch ein Bild, eben gegenüber, der sich vielleicht mal überlegen mag, will ich da irgendwie eingreifen, will ich da irgendwie... Was immer einmal ein Schild dafür mag, überlegt sich zweimal, was das macht.
00:12:22: Vielleicht darf er ja gänzen an dem Thema.
00:12:24: Wir haben das natürlich im Verteidigungsbereich, aber Resilienz in der Wirtschaft ist im Prinzip ja das Gleiche.
00:12:28: Wir haben es während Covid gesehen, dass die Lieferketten nicht sauber oder nicht stabil genug waren mit der Versorgung von Arzneimitteln und ähnlichem.
00:12:35: Wir sehen jetzt durch den Einmarsch in der Ukraine, dass wir in Deutschland auch sehr stark uns energieabhängig von russischem Gas gemacht haben.
00:12:45: Und die Kette der Beispiele würde weitergehen.
00:12:46: Also insofern auch hier Resilienz letztlich als eine Vorbereitung auf Eventualitäten und eine Absicherung der Standardprozesse und dann einfach zu gucken, was kann ich eigentlich aus eigener Kraft sichern und wie kann ich mich positionieren, sodass eben mein Geschäftsmodell langfristig stabil und meine Position am Markt eben auch langfristig tragbar ist.
00:13:08: Aber der Einmarsch in der Ukraine ist jetzt vier Jahre her, Covid sogar schon fünf, fünf und ein halb Jahre.
00:13:14: Wie?
00:13:15: Oder sind wir da jetzt eigentlich schnell genug bei der ganzen Sache unterwegs?
00:13:19: Oder ist es so, dass am Ende Grundlichkeit sich schon noch auszahlen wird?
00:13:22: Was wir früher hatten, war Zeit, aber kein Geld.
00:13:25: Und jetzt haben wir Geld und keine Zeit mehr.
00:13:27: Also gerade aus militärisch gesprochen.
00:13:28: Und das ist genau der Punkt.
00:13:30: Weil du vorher auch Kanzler Scholz angesprochen hat, also die Zeiten, wenn er ausgerufen hat, da war immer meine Wahrnehmung.
00:13:35: Das war völlig richtig, was er gemacht hat.
00:13:36: Die Analyse war auch richtig und alles, was dahinter stand.
00:13:38: Aber alle haben so nach dem Motto, schauen wir mal.
00:13:41: Das hat sich ja jetzt.
00:13:42: aber zum einen, was wir in der Ukraine sehen, diese Trinnigkeit der Handlung und jetzt gerade, was geopolitisch gerade in diesem Jahr alles passiert ist, wir haben keine Zeit mehr.
00:13:52: Aber ist das allen bewusst?
00:13:53: Es setzt sich mehr und mehr durch, würde ich sagen.
00:13:56: Aber es zahlt auf die erste Frage ein, warum hat es so lange gedauert?
00:13:58: Also dieses klassische, die Worte höre ich wohl, allein fehlt der Glaube.
00:14:02: Also zu sehen, okay, ist das jetzt ein Statement und danach warme Luft oder wird es entsprechend auch umgesetzt und weiterverfolgt?
00:14:10: Und ich glaube, diese Diese Nachhaltigkeit auch in den Entscheidungsprozessen und in der Notwendigkeit, was zu machen, ist jetzt in vielen Köpfen vorhanden.
00:14:19: Gleichzeitig kriegen wir natürlich auch regelmäßig vorgeführt, geopolitisch, dass alte Freundschaften und Partnerschaften eben auch nicht mehr so selbstverständlich sind.
00:14:28: Und wir deshalb ganz eigenes Selbstbewusstsein brauchen und gerade auf europäischer Ebene auch die Notwendigkeit, die Kräfte zu bündeln und damit das Fund, mit dem wir wuchern können, nämlich den großen Binnenmarkt.
00:14:39: auch ins Feld führen.
00:14:40: Aktuell, siebenundzwanzig Staaten, wo jeder sein Süppchen kocht, gibt uns halt nicht das Gewicht auf der weltpolitischen Bühne.
00:14:47: Du hast ja gerade die fünf Dimensionen angesprochen.
00:14:51: Was davon ist denn aus deiner Sicht aktuell am dringendsten oder wo wird noch unterschätzt, wie verletzlich Europa eigentlich ist?
00:14:58: Am dringendsten sind diese zwei neu hinzugekommenen Domänen, nämlich der Weltraum, also Space und Cyber.
00:15:06: Warum?
00:15:07: Aus mehrfacher Hinsicht.
00:15:08: Die sind zunächst mal keine klassischen militärischen Domänen, sondern die sind, wie wir sagen, dual use, also zivil militärisch genauso entscheidend wichtig.
00:15:16: und in Europa, wenn du schaust, zum Beispiel der Weltraum, der ist ja zivil dominiert.
00:15:22: Und warum ist es so wichtig?
00:15:23: Weil du musst immer Und das ist nicht nur im Militärischen.
00:15:27: Wir müssen die Informationsdominanz haben, um überhaupt die Lage zu betreifen, um Politik und allen anderen eine Entscheidungsgrundlage zu liefern.
00:15:33: Und deswegen müssen wir wesentlich
00:15:35: mehr
00:15:36: im Weltraum machen, weil von dort eben die ganzen Kommunikation, Aufklärung, Navigation, das passiert ja alles.
00:15:41: Wir müssen das jetzt aber gleichzeitig über alle Cybermaßnahmen.
00:15:45: Wir wollen ja keine korrompierten Daten haben.
00:15:47: Wir wollen ja keine falschen Meldungen haben.
00:15:49: Also es geht immer einher, damit das gesichert ist und auf dieser gesicherten Grundlage dann entsprechend Entscheidungen treffen können.
00:15:55: sind wir europäisch noch nicht so weit, wie wir sein sollen.
00:15:58: Das sind auch noch Dinge, wenn wir heute sagen, ja, da müssen wir uns von den USA halt abkoppeln.
00:16:02: Das wird eben schwierig, weil die USA in diesen Bereichen eben über alle Fähigkeiten verfügt, die auch in Teilen bereitstellt.
00:16:09: Und da sind wir noch ein Stück weit abhängig davon.
00:16:10: Haben
00:16:11: wir das überhaupt die Leute für?
00:16:13: Also, man muss nicht mal eins sehen.
00:16:14: Ich nenne nur mal Deutschlandlandschaft, was wir für eine Hochschullandschaft haben.
00:16:17: Wenn ich mir die Bundeswehruniversität als Beispiel in München anschaue, mit welchen Disziplinen die antreten, von Quantum Computing, da ist alles da.
00:16:24: Wir müssen es nur mal heben.
00:16:26: Wir haben, glaube ich, immer immer auch so diesen Reflex gehabt.
00:16:29: Na ja, heute in Amerika kaufen wir vielleicht jeder.
00:16:31: Nein, wir müssen das, was wir in Deutschland und in Europa haben, ganz anders fördern und wir müssen das jetzt mal zusammenführen.
00:16:36: Also das Technologie, aber der primäre Treiber, um Europa wirtschaftlich unabhängiger aufzustellen?
00:16:42: Technologie nicht nur, wir haben es ja gerade gesehen, Europa braucht eine neue Sicherheitsarchitektur, denn Europa muss sich zunächst mal aus sich heraus schützen, abschrecken können.
00:16:54: und diese Mittelmächte, die Europa eben hat, die müssen jetzt ganz anders nochmal zusammenstehen und das nochmal ganz anders sozusagen umsetzen.
00:17:02: Ja, ich wollte letztlich ergänzen, natürlich haben wir eine Menge Potenziale in Europa und viele technische Entwicklungen sind ja auch hier in Europa vorangetrieben worden.
00:17:09: Und die Skalierung ist dann oftmals in andere Länder gerade in die USA auch gegangen.
00:17:14: Und ich glaube, eine Planbarkeit und nachhaltiges Auftragswesen hilft.
00:17:21: einmal dem europäischen Markt.
00:17:22: Und was wir nicht brauchen, und das geht sicherlich über die Investmentprogramme hierin weg, ist auch die Frage, wie liquide ist eigentlich der europäische Kapitarmarkt.
00:17:31: Und das ist oftmals für Unternehmen ein Grund gewesen, in den USA zu gehen, dass einfach die Skalierung und die Kapitalaufnahme am Markt durch Equity und Update Instrumente einfacher waren.
00:17:45: Und da wir in Europa noch eine Menge Luft nach oben, das einfach mal positiv zu formulieren.
00:17:49: Jetzt mal auf die Finanzmärkte nochmal geschaut.
00:17:51: Welche Rolle kann denn den Asset Manager in diesen ganzen Prozess überhaupt spielen?
00:17:55: Also geht es da um Kapitalen, die richtigen Unternehmen zu lenken?
00:17:57: Geht es da um Transparenzschaffen, die natürlich auch zwangsläufig hergeht?
00:18:01: Würdest du sagen, ihr seid auch ein gewisser Filter für Qualität für Unternehmen?
00:18:05: Und wie gießt man das auch am Ende in investierbare Strategie, ohne das Ganze ein bisschen zu sehr zu vereinfachen?
00:18:11: Ich glaube alles genannte.
00:18:12: Zum einen klar kanalisieren die Asset Manager und die Sammelstellen, Kapital und versuchen es natürlich dorthin zu leiten, wo wir das größte Potenzial sehen.
00:18:22: Also insofern ist das Investieren in diese Zukunftsindustrie oder in die Unternehmen, die die Resilienz für uns darstellen, ist ein Thema, was nicht nur durch staatliche Gelder, sondern durch die Kombination aus staatlichen Töpfen, aber eben auch durch private Gelder hinbekommt.
00:18:41: Und da sind die Kapitalsammelstellen in der kritischen Stelle.
00:18:44: Zweiter Punkt ist natürlich das Thema Research- und Selektion.
00:18:48: Weil gerade in so einem neuen Ökosystem wird nicht jedes Start-up dann das Unicorn sein oder... Ja, aber eben auch im klassischen Bereich.
00:19:00: nehmen wir das Thema, den man mal weg von Defense auf die Resilienz, wenn ich ein Unternehmen habe, das eben keine ... langfristige Energiestrategie hat.
00:19:10: hat es auch ein Problem.
00:19:11: Also insofern auch das Thema Energie-Sicherheit, das ganze Thema Chips Act in Europa, also eben auch die lokale Entwicklung von Digitale Kapazitäten sind Themen, wo die Kanalisierung durch Asset Manager stattfinden kann und eben Researchen absoluten Mehrwert stiftet.
00:19:27: Deshalb auch ganz bewusst nicht nur der ETF, der natürlich ganz klar das Thema Defense spielt, sondern eben im Bereich Strategic Autonomy das Feld etwas weiter definiert und insofern auch da eine klare Selektion und Filter an.
00:19:42: Aber du hast ja vorhin schon gesagt, es fehlt jetzt nicht mehr an Geld, sondern an der Zeit.
00:19:47: Vielleicht auch ein bisschen beides, aber jetzt riecht sehr viel Geld auch durch diese ganzen Fonds, die aufgelegt werden, auch durch den ETFs etc.
00:19:53: Das heißt, Es braucht schon die Kapitalmärkte, um auch wirklich langfristig dieses Wachstum zu schaffen, weil selbst wenn wir jetzt noch mal in fünfhundert Milliarden aufnehmen vom Staat, das wird nicht reichen.
00:20:01: Genau so, weil wir müssen die Langfristigkeit sehen und das ist ja in Ursula von der Leyen hat es ja immer recht gut beschrieben, diese dritte Säule der Finanzierung, also das wesentlich mehr Kapital aus dem Privatmarkt in diesen Markt fließen muss, aber schon... auf der Basis, dass man in Europa und dass alle verstanden haben, wie wichtig Verteidigung eben auch für die Autonomie Europas ist und dass man sich da aufstellen muss.
00:20:24: Also ich glaube, in diesem Verständnis ist auch ein sehr gutes Miteinander.
00:20:28: Und deswegen, was auch gerade angesprochen wurde, Der Markt wächst ja auch und die Gelder, die jetzt staatlich bereitgestellt werden, können unter Umständen auch nicht immer genau all die mitfördern, die aber förderungswürdig sind und mit tollen Technologien nach vorne kommen.
00:20:43: Und so ergänzt sich der Markt aus meiner Sicht und deswegen kann man das nur begrüßen.
00:20:47: Sobald es ja auch im Ende viele militärische Technologien ja auch in die Wirtschaft landen und dann natürlich auch ein Wirtschaftswachstum auch nochmal ankommen.
00:20:52: Genau.
00:20:53: Und einen weiteren Aspekt ist natürlich das Grenzüberschreitende.
00:20:57: Wir haben zwar gesagt, wie sehr wir uns alle wünschen, dass wir eine europäische Strategie haben und die Kräfte hier bündeln, aber viele der... öffentlich in der potentiellen politischen Töpfe sind halt nach wie vor eng definiert in ihrem Fokusraum.
00:21:14: Und da sind private Investoren halt deutlich pragmatischer und eben weniger an ein politisches Kölk überbunden.
00:21:22: Jetzt habt ihr ja die Strategie im letzten Sommer aufgelegt.
00:21:25: Welche Fragen aber auch vielleicht auch Sorgen stellen dir denn Anleger zu dem ganzen Themenbereich?
00:21:30: Ist ja ein doch relativ neues Thema, mit dem sich ja wahrscheinlich zwangsläufig jeder ja auch irgendwie privat beschäftigt.
00:21:34: Hat ja jeder eine Haltung zu.
00:21:37: Die Nachfrage ist in der Tat sehr hoch und wir sehen es jetzt nicht nur bei unseren Produkten, sondern im gesamten Markt.
00:21:42: die Erkenntnis der Notwendigkeit für Investitionen in Verteidigungsfähigkeit, aber auch in Abschreibungsfähigkeit enorm wichtig ist, genauso in die Absicherung der Europäischen Industrie, also insofern die Erkenntnis und auch die Akzeptanz, dass das ein langfristiges Thema ist, dass auch Investitionspotenzial da ist und dass durch die Planbarkeit der Investitionen eben auch hier stabile Geschäftsmodelle sind, das ist mal ganz klar auf der positiven Seite zu vermerken.
00:22:11: Fährerweise haben wir in Deutschland und ich glaube, in gesamter Europa eine lange, lange, lange Friedensdividee hier erleben dürfen und sind damit, ich will nicht sagen, durch ein Röschenschlaf, aber in eine gewisse idealistische, so eine vielgut Stimmung gekommen, wo das sich mit dem Thema Defense oder Verteidigungsfähigkeit oder auch mit dem Problem auseinanderzusetzen ist natürlich im ersten Schritt etwas Unangenehmes.
00:22:39: Und das sind die kritischen Diskussionen.
00:22:41: Wir kommen gerade aus einem Vortrag im Rosengarten, wo die Diskussionen, die Fragen im Nachgang, sich eben genau um das Thema, welche Gefahren lauern da draußen, was könnte passieren, was wäre, wenn schon sehr die Diskussionen dominiert haben.
00:22:54: Und insofern, wenn ich kritische Punkte suche, dann ist es eher die Sorge, als die Einerkennung des Problems.
00:23:01: Also dass das jetzt nicht von heute auf morgen aufgebaut wird, diese ganzen Lieferketten, Fabriken und Co.
00:23:06: Das ist ja klar.
00:23:07: Aber über was reden wir denn da eigentlich?
00:23:09: Wie schnell kann denn Europa hier eigentlich aufhören?
00:23:10: Also reden wir da über Jahre oder reden wir jetzt eigentlich ganz ehrlich gesagt über Generation?
00:23:14: Nein.
00:23:16: Wir charakterisieren das immer in drei Schlagworten.
00:23:21: More, faster, everywhere.
00:23:24: Es ist more, charakterisiert man so, wir haben einen gewissen Nachholbedarf, wir müssen selbst Munitionsbestände müssen aufgeführt werden, Sanitätsmaterial muss aufgeführt werden, also das ist der eine Bereich an diesem Moor.
00:23:36: Der andere Bereich an diesem Moor ist Neutechnologien und da ist es schon so, das spielt auch mit diesem Everywhere zusammen, also wenn ich wieder über Weltraum, über solche Dinge in der Achte gehe.
00:23:46: Natürlich ist es so, dass sich gewisse klassische Fähigkeiten, die schon vorhanden sind von denen, die hier auch beherrschen der Manufaktur und all diesen Dingen, Die kann ich relativ kurzfristig sicherlich herstellen.
00:23:56: Aber eine Hochwertfähigkeit, sagen wir so, wenn es ganz schnell geht zwischen vier und sechs Jahren, bis das ja wirklich geplant ist, bis umgesetzt ist, bis alles da ist, das bringt mir jetzt zurück zu dem Punkt.
00:24:06: Wir können heute nicht einfach hingehen und sagen, Amerika mit deinen Hochwertsfähigkeiten, alles gut, wir machen das alleine.
00:24:12: Wir müssen diesen geordneten Übergang haben auf Augenhöhe, im Interessensausgleich zu sagen, wir verstehen, ihr müsst andere Schwerpunkte bedienen.
00:24:19: Wir brauchen aber noch Teile von dem, was ihr zur Verfügung stellen könnt und wir bauen parallel dazu auf.
00:24:24: Und deswegen ist dieses FASTER Wir müssen damit auch Verfahren abkürzen, die ganze Bürokratie.
00:24:31: Also da gibt es ja die vielfältigsten, die wenigstens nicht alles in den Meinzelnen aufziehen.
00:24:34: Aber dieses Moor habe ich erklärt, faßter.
00:24:36: Wir müssen da wesentlich schneller werden, auch in der Gesetzgebung, in der Vorschriftengebung.
00:24:41: Und dann muss man über alle Bereiche, über diese fünf Domänen denken.
00:24:45: Und nur so in diesem gemeinsamen nach vorne gehen, können wir auch die militärischen Fähigkeiten dann hochbringen.
00:24:49: Aber das geht nicht über Nacht.
00:24:51: Also braucht es dieses ganze Zusammenspiel aus Militär, aus Staat, Technologie, Technologiebetreibern, Finanzwelt auch am Ende.
00:24:57: Was muss denn da aber Politik, aber auch unsere Gesellschaft an sich mal besser machen?
00:25:01: Du hast ja gerade schon ein bisschen gesagt, wir hadern oder haben jetzt vielleicht gehadert so ein paar Jahre mit dieser neuen Wirklichkeit auch.
00:25:06: Aber was sind denn da konkrete Punkte, gerade auch mal mit Blick auf Politik?
00:25:10: Und also zunächst mal, wir brauchen eine breitere Diskussion.
00:25:15: Die Politik, so wie ich sie wahrnehme, wenn es um Verteidigung geht, wenn es um diese Bereitschaft geht, dass man auch persönliche Einschränkungen hin nimmt.
00:25:22: Dann ist das eine punktuelle Diskussion.
00:25:23: Das ist keine breitige, seltschaftliche Diskussion.
00:25:26: Ich nehme mal Polenad, vier Komma, fünf Prozent.
00:25:29: Und es ist nicht nur Polen, Baltische Staaten, Rumänien, wenn man dort in den Ländern ist und sich mit den Leuten unterhält, die wesentlich näher an der Bedrohung leben, für dieses völlig klar welche Prioritäten da sind.
00:25:39: Das ist aber auch natürlich, weil die Politik das auch erklärt.
00:25:42: Und das ist natürlich nicht angenehm, den Leuten zu erklären, wir müssen gewisse Einschränkungen hinnehmen.
00:25:46: Nur eins muss doch auch völlig klar sein.
00:25:49: Wenn Sicherheit nicht gegeben ist, die Sicherheit für staatliches Handeln für unsere Grammatikratie nicht gegeben ist, dann muss ich mir über eine Rentnerhöhung auch keine Gedanken mehr machen.
00:25:57: Also, das muss man mal ganz plakativ umsetzen.
00:26:00: Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel.
00:26:01: Ich bin ja schon ein bisschen älter.
00:26:03: Als wir den grünen Punkt und den gelben Sack und die gelbe Tonne eingeführt haben, das war ein Riesenaufschrei in ganz Deutschland, haben die Politiker aber mit Ihnen ihre Wahlkreise und überall mit hingenommen, haben erklärt, warum es sinnhaft ist, für die Umwelt einzustehen und heute redet kein Mensch mehr darüber.
00:26:17: Also ich will nur sagen, es ist nicht so, dass es nicht geht.
00:26:20: Es muss diese politische Bewegung da sein, es muss der Wille da sein, es muss parteiübergreifend.
00:26:24: Das ist ein Thema, das muss parteiübergreifend passieren.
00:26:27: Einige Dinge gab es ja auch schon mal, dass jeder einfach mal zur Bundeswehr gegangen ist.
00:26:31: früher und jetzt sind das wieder riesen Diskussionen.
00:26:33: Im Übrigen, wenn ich es einwirfen darf, ich bin auch kein Befürworter der Werbpflicht, ich bin ein Befürworter der Dienstpflicht für alle.
00:26:39: Männer und Frauen, ein Jahr, Minimum für alle.
00:26:43: Dann wird nämlich eine gesamtstärtliche Resilienz und Verteidigungsfähiger Start daraus.
00:26:48: Jetzt haben wir ja gerade beleuchtet, was wir auch noch für Herausforderungen vor uns haben als Gesellschaft, als Staat, als Industrie.
00:26:54: Was macht euch denn trotz all der Herausforderungen noch Hoffnung für die Zukunft von Europa haben?
00:26:59: Also für mich zunächst mal, ich sehe das ja das Potenzial, dass da ist, wenn ich mich in die Bundeswehr reinschaue.
00:27:05: Das Potenzial, dass da ist, wenn ich in Hochschulen reinschaue.
00:27:08: Das Potenzial, dass es auch da ist, wenn ich... Firmenbesuche.
00:27:11: Da ist enorm viel Motivation, da ist Verständnis da.
00:27:14: Da muss man dieser Zusammenhalt, muss noch mal da sein.
00:27:17: Das ist das eine, die technologischen Vorsprung, den wir haben, diese Bereitschaft, was wir ja auch gerade diskutiert haben.
00:27:23: Es sind ganz, ganz viele Punkte da.
00:27:24: Für mich ist es jetzt mal entscheidend, diesen Willen umzusetzen und diesen Willen, nicht nur Deutsch, sondern europäisch, das so nach vorne zu bringen und ich bin da absolut positiv, dass man das machen kann.
00:27:34: Wenn ich vielleicht da einen Schritt drauf lege, also auf der einen Seite, ob jetzt der Not geschuldet oder aus eigener Überzeugung sei dahingestellt, aber die Notwendigkeit in Europa zusammenzurücken und die Kräfte zu bündeln und die Bewegungen in die Richtung sehen wir.
00:27:50: Das ist etwas, wo ich glaube, es kann eine total positive Entwicklung sein, einfach sich auf eigene Stärke und auf das eigene Potenzial zu besinnen und ein anderes Selbstbewusstsein aufzubauen.
00:28:02: Insofern bin ich da optimistisch, dass wir jetzt in die richtige Richtung uns bewegen, auch wenn der Weg noch weit ist.
00:28:07: Der zweite Aspekt.
00:28:08: Ich hatte ja vorhin gesagt, dass die Kapitalsammelstellen eine wichtige Rolle auch spielen, um diese Investments zu unterstützen.
00:28:16: Für Deutschland hoffe ich persönlich und ich glaube, das gilt auch für die gesamte Investmentindustrie, dass die Erkenntnis und die Wahrnehmung.
00:28:28: dass eben auch private Altersvorsorge Kapitalmarkt basiert sein sollte und muss, um einfach auch unsere demografischen Herausforderungen und die Rentensysteme letztlich zu unterstützen.
00:28:40: Das kann auch nochmal eine Welle und ein Befreiungsschlag sein, der uns einmal nach vorne bringt, weil das wirtschaftliche Wissen damit automatisch wachsen wird, wenn sich jeder damit auseinandersetzt.
00:28:55: Aber zum Zweiten, weil es uns noch mal ein ganz anderes Potenzial freigibt, welches werden wir jetzt in Europa investiert bekommen, auch noch mal wirtschaftlich entsprechend erheben wird.
00:29:05: Und wir sprechen über zehn Trillion an Geldern, die nicht Kapitalmarkt, sondern im Fairscape-Bereich, letztlich unterlegt werden.
00:29:12: Es ist unglaubliche Beträge.
00:29:15: Also Hoffnung ist da.
00:29:17: Vielen Dank euch beiden für die.
00:29:18: Ganz eine Einblicke, das ist ein Thema, was sicherlich viele von unseren Lesern und Zuschauern auch beschäftigt.
00:29:23: Vielen Dank fürs Zuschauen und lassen Sie uns gemeinsam dieses neue Selbstbewusstsein aufbauen.
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