Drei Bankwelten, 300 Kunden: Wie Nicole Krug Private Banking in Wedel macht

Shownotes

Nicole Krug ist Portfoliomanagerin im Private Banking der Stadtsparkasse Wedel. Vor Wedel war sie bei der Citibank und bei der Degussa Bank – drei Häuser, drei völlig unterschiedliche Logiken. Im Gespräch mit Christoph Fröhlich, aufgezeichnet auf dem private banking kongress im September 2026 in Hamburg, erzählt sie, was von jeder Station übrig blieb.

Das Gespräch ist auch deshalb interessant, weil Krug an mehreren Stellen dem widerspricht, was man erwarten würde. Ihr Haus arbeitet mit offener Produktarchitektur und berät bewusst auch an der Deka vorbei. ETFs kommen in der aktiven Beratung nicht vor – nicht aus Prinzip, sondern weil viele Kunden das Schlagwort ohne den Inhalt mitbringen. KI spielt im Team kaum eine Rolle.

Der Kern ihrer Arbeit ist etwas anderes: Aufklärung. Die Angst vor dem Wertpapier nehmen, mit kleinen Beträgen anfangen, einen positiven Wiederholungseffekt erzeugen. Dass ihre Kunden selbst in Stressphasen ruhig bleiben, führt sie genau darauf zurück.

Themen der Folge

  • Von der geplanten Kripo-Laufbahn über die Volksbank in die Finanzbranche
  • Was von Citibank und Degussa Bank im Sparkassen-Private-Banking übrig bleibt
  • Offene Produktarchitektur: warum „Best-of aus jedem Marktsegment" statt Verbundlogik
  • Warum ETFs kein Beratungsgegenstand sind und was Kunden stattdessen brauchen
  • Der Kunde, der acht Prozent bei täglicher Verfügbarkeit und null Risiko möchte
  • Generationenübergreifende Beratung und der Vermögensübergang an die Kinder
  • Private Markets über Versicherungslösungen und wo die Altersgrenze liegt
  • Der reale Arbeitstag: drei bis fünf Gespräche à anderthalb Stunden
  • Kunden mit vorgefertigter KI-Meinung und das Aha-Erlebnis danach
  • Vertrauen in Stressphasen: warum das Telefon beim Zoll-Crash stillblieb
  • Wann aus einem Kunden fast ein Familienmitglied wird

Transkript anzeigen

00:00:02: Jetzt bei der Sparkasse mache ich ausschließlich nur noch das Private Banking und bin da jetzt nur noch spezialisiert auf Anlage, wobei mir aber das Generalisten wissen natürlich

00:00:14: zugutekommt.

00:00:15: Ein Kunde hat ja nie nur ein Interesse.

00:00:19: auch in aktuellen Zeiten sind wir erstaunt wie ruhig unsere Kunden tatsächlich bleiben und wir schieben es einfach dadurch dass wir sie gut vorbereiten und ein gutes Konzept bearbeitet haben so dass Sie's verstanden haben ... wie sie investiert haben, was sie investierte.

00:00:44: Risiko-Hinweis Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung.

00:00:51: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.

00:00:53: Und jetzt geht's los.

00:00:55: Moin Malte.

00:00:55: Moin

00:00:56: Christoph

00:00:56: Malte.

00:00:57: ich hab auf dem Private Banking Kongress Deswegen gibt es vielleicht noch Hintergrundgeräusche Dort habe ich mit Nicole Krug gesprochen.

00:01:03: Sie ist Portfoliomanagerin bei der Stadtsparkasse Wedel und hat vorher bei der Citibank und bei der Degusserbank gearbeitet, also quasi drei sehr unterschiedliche Bankwelten erlebt als die Großbank dann die Degussa- und dann die Sparkasse oder Stadtsparkasse mitten im überschaubaren Einzugsgebiet.

00:01:20: warst du schon mal ein Wedel?

00:01:21: Ja,

00:01:21: ich mag wedel richtig gerne.

00:01:23: Warum?

00:01:24: Da ist einmal das Theaterschiff Batavia.

00:01:28: Richtig

00:01:29: geil!

00:01:29: Scheiße, wir müssen das.

00:01:30: Wir dürfen ja... Unsere geschätzte Kollegin Victoria hat gesagt, wir dürfen keinen Geil mehr machen!

00:01:35: Wir machen jetzt Folgendes, für jedes Geil machen wir fünf Euro in Schwein und da spenden wir an die Arche Hamburg.

00:01:42: Ja sehr gut.

00:01:43: Also ich packe jetzt fünf rein und versuche mich zu disziplinieren.

00:01:47: also Wedel liegt an der Elbe und da gibt es so kleine Seitenarme und auf einem dieser Seitenarme so in der Nähe des Hafens liegt das Theater Schiff Batavia.

00:01:55: Das ist da festgemacht Und da ist ein kleines Restaurant drin und im Sommer haben die immer so quasi auf grüner Wiese neben dem Schiff die Villa-Kunterbund nachgebaut.

00:02:04: Es gibt Pipi Langstumpf richtig gut!

00:02:05: Also für kleine Kinder, als meine Kinder klein waren, waren wir wieder jeden Sommer.

00:02:09: Richtig super!

00:02:10: Um die Ecke ist die achtundzwanzig grad strandbar Wedel Da sitzt man auf Liegestühlen, kriegt eine Pizza, gibt Cocktails, da ist ne Palme... ...und die Kinder buddeln im Elbstrand.

00:02:22: Also ich finde Wede super.

00:02:24: Und ihr seid da mal hingefahren, weil das auf einem Schiff ist?

00:02:26: Weil Kindertheater hast du ja auch in Hamburg!

00:02:28: Nein, weil es wirklich richtig nachgebaut ist.

00:02:30: Das ist richtig draußen eben auch.

00:02:32: man sitzt auch auf solchen... Auf Bierbänken und das sind auch so Leinschauspieler denn Annika und Tommy und Pibi und dann kommen die ganze Baggast herum gerannt.

00:02:42: Und weil's draußen eben stattfindet, das macht Spaß.

00:02:45: Ja, das kann ich mir vorstellen, da sehe ich dich auch eher.

00:02:47: Siehste

00:02:47: wohl.

00:02:48: Genau zurück zum Thema.

00:02:50: also wir sprechen ... im Gespräch darüber, was von Citibank und Degusser übrig bleibt.

00:02:55: Wenn man jetzt in Wedel Portfolios managed weil sie am Ende jetzt natürlich die entscheidet auch... ...was in die Depots ihrer Kunden kommt.

00:03:02: Sie sind übrigens auch nicht so dekarhörig um das mal sozusagen... ...natürlich arbeiten die mit den Decaturls aber die können hier schon auch links und rechts selbst entscheiden.

00:03:09: Das finde ich ja mal ganz spannend.

00:03:10: Dann haben wir über das Handwerk gesprochen also wie aus vielen Markteinschätzungen... ...am Ende eine konkrete Entscheidung wird.

00:03:15: Und ich habe sie auch gefragt wenn ich sie einen ganzen Tag lang begleiten würde... Ich erwarte, wo sie die meiste Zeit mitverbringt.

00:03:23: Und ich würde sagen wir hören jetzt mal das Gespräch im besten gleich in voller Länge und vorher bitte gerne fünf Sterne geben.

00:03:31: Klasse!

00:03:32: Gute Unterhaltung.

00:03:41: Nicole wie hat dein Interesse an Geldanlage?

00:03:44: An Kapitalmärkten eigentlich angefangen?

00:03:47: oder wolltest du schon von klein auf bei der Stadtsparkasse Wedel arbeiten?

00:03:50: Nein also angefangen hat das ganze durch ein Schüler Praktikum Im Prinzip, wo ich sagte, ich will zur Polizei.

00:03:58: Und dann sagt er nee das ist doch nicht meins hatte dann Freunde die in der Bank

00:04:02: waren

00:04:03: und habe bei einer Volksbank einjähriges Praktikum gemacht und gesagt ja wohl das ist es da mache ich meine Ausbildung.

00:04:10: Du wolltest auch zur Polizei?

00:04:12: Ja!

00:04:12: Was willst du da machen, Tatort oder?

00:04:14: Zur Kripo genau.

00:04:15: Und dann wurde gesagt ne, Krippo ist nicht wenn er ein Bereitschaftspolizei und hab ich gesagt nee es nicht.

00:04:20: Das ist aber auch ein weiter Weg von der Kribo zum Sparkasse, oder?

00:04:24: Ja, Sparkasse bin ich erst seit vier Jahren.

00:04:26: Das stimmt!

00:04:26: Du warst ja bei der Citibank, bei der Degussa,

00:04:29: jetzt

00:04:29: bei der Stadtsparkasse Wedel.

00:04:30: Richtig!

00:04:31: Was haste denn aus all diesen ja wird schon sagen unterschiedlichen Bankwelten für deine heutige Arbeit mitgenommen?

00:04:36: Also

00:04:37: bei der Citibank habe ich auf jeden Fall die Vertriebsorientiertheit und das Lernen der Kundenbedürfnisse mitgenommen.

00:04:46: Bei der Degussa Bank, wie auch vorher bei der Citi Bank aber bei Degusa Bank auch mehr, dass Generalisten tun.

00:04:53: Und jetzt bei der Sparkasse mache ich ausschließlich nur noch das Private Banking und bin da und jetzt nur noch spezialisiert auf Anlage.

00:05:03: Wobei mir aber das Generalisten wissen Natürlich zugutekommt, weil ein Kunde hat ja nie nur einen Interesse.

00:05:10: Sondern der beschäftigt sich mit seiner eigenen oder fremd Immobilie die Kinder brauchen.

00:05:15: was also?

00:05:16: von daher kommen mir meine anderen Kenntnisse da sehr zugute?

00:05:20: natürlich auch

00:05:21: Was umfasst denn alles genau dein Aufgabenbereich jetzt bei der Stadtsparkasse Wedel?

00:05:25: Also welche Entscheidungen liegen bei dir?

00:05:27: Letztendlich ist es die Endkundenberatung und dort halt den klassischen vermögenen Kunden, also ausschließlich im Vermögens- beratungsbereich.

00:05:38: Aber die Familie wird natürlich auch mitberaten, also generationsübergreifend.

00:05:44: sowohl dass die Eltern fragen meine Tochter will eine Immobilie kaufen kann man das begleiten?

00:05:50: soll ich das begleiten oder Es ist ein Erbfall geht an die Erben über.

00:05:55: Also alles, was dann damit zusammenhängt wird beraten moderiert unter Umständen auch.

00:06:02: Und bei den Produkten haben wir Sparkassen spezifisch natürlich die DECA.

00:06:07: aber bei der Stadtsparkasse Wedel haben das große ich nenn's mal Alleinstellungsmerkmal dass wir auch sehr viele anderen Anbieter haben und da uns aus jedem Marktsegment den Best-of rauswählen und die auch aktiv dann beraten an der DECAA vorbei.

00:06:21: Also seid ihr jetzt nicht so, gar nicht.

00:06:22: werden wir ein dicker Hörig wie sein müssen?

00:06:24: Nein überhaupt

00:06:25: nicht.

00:06:25: Im Gegenteil!

00:06:27: Okay und macht ja da ganz viel.

00:06:28: das finde ich auch ganz spannend.

00:06:29: Macht ihr dafür über aktive Forms oder ETS oder wie gehst du davor?

00:06:33: ETS

00:06:33: in der aktiven Beratung gar nicht verständlicherweise.

00:06:37: Gibt ihr jetzt auch aktive ETS?

00:06:39: Ja, aber das nicht.

00:06:40: Wir haben über die DECA dann Vermögensverwaltungstool was ETFs beinhaltet.

00:06:48: wenn ein Kunde aber kommt ich möchte ETF's haben guckt man natürlich was ist.

00:06:53: der Inhalt klärt meistens auch den Kunden auf was er denn da möchte weil viele wissen nicht was viele sagen einfach nur ich will ETF und wissen überhaupt nicht was dann dahinter steht.

00:07:01: also es ist viel Aufklärungsarbeit immer auch dabei Aber grundsätzlich kann er die dann erwärmen.

00:07:08: Aber von der Beratung her ist ETF kein Thema.

00:07:10: Jetzt ist ja jeder Kunde anders, klar.

00:07:12: aber wie würdest du sagen jetzt so im Jahr zum Zeitpunkt für welche Menschen oder welche Anlageziele arbeitest du überwiegend?

00:07:21: Kann man das so sagen

00:07:22: in einer Vermögens Beratung ist überwiegend der ältere Kunde, sage ich mal vorherrschen.

00:07:28: Die achten mehr auf Geldsicherung, scheuen sich nach wie vor Verteufelzeug was mit Aktien und Börse zu tun hat.

00:07:36: Da ist halt viel Überzeugungsarbeit für langerfristige Vermögensanteile das doch auch anders zu investieren wo da Zins jetzt ja wieder zurück ist und versuche dann schon die nächste Generation mit ins Boot zu nehmen weil die älteren Regenation in der Regel es gar nicht schafft ihr auszugeben und das sowieso dann an die Kinder übergeht halt, also dass man da auch schon sowohl verschiedene Generationen und damit auch verschiedene Anlageklassen natürlich ins Gespräch dann bringt.

00:08:05: Nicole wenn du das Vermögen strukturierst von deinen Kundinnen und Kunden wie entsteht denn bei euch aus den vielen Einschätzungen oder zur Wirtschaft zu Börse dies ja draußen gibt am Ende eine konkrete Anlagestrategie?

00:08:16: Oder gab es bei dir auch mal ne Alltagsbeobachtung die dich auch auf einer Anlageidee gebracht hat für spezielle Themen vielleicht auch oder so.

00:08:23: Auch das kommt immer auf den Kundenindividuellen natürlich drauf an.

00:08:26: Grundsätzlich sage ich immer, wir erarbeiten einen Konzept nach seinen Bedürfnissen, weil der Kundenwunsch steht im Vordergrund ganz klar und je umfassender der Kunde schon aufgebaut ist, desto mehr Satelliten kann man natürlich ringsherum dann dazu gestalten mit speziellen Themen.

00:08:46: Das können L-Tips sein, das können Versicherungen

00:08:49: sein.

00:08:49: Wir sind die Erwartung der Kundensumschnitt.

00:08:52: Also denken die alle, ja machen sie mir mal bitte neun Prozent plus pro Jahr ohne Risiko oder also hat sich das Arg nach oben geschraubt?

00:09:01: Oder du lachst schon so?

00:09:03: Nein, der klassische Kunde gerade im älteren Segment möchte natürlich tägliche Verfügbarkeit über das gesamte Vermögen bei Nullrisiko und so wie es früher doch immer war mit acht Prozent genau.

00:09:16: Das hat sich nicht geändert.

00:09:17: Und wann sagt man dem dass man sich natürlich vieles wünschen kann?

00:09:20: Ich hätte auch gerne sechzig Tage Urlaub und eine Villa auf Malle aber dass das nicht geht

00:09:24: ja Aufklärungsarbeit, ganz klar.

00:09:26: Also aufzeigen von verschiedenen Anlageklassen.

00:09:30: Wo willst du hin?

00:09:31: Wann brauchst du das Geld?

00:09:32: Das ist immer das A und O, dass ich immer anfange zu fragen wie was wo.

00:09:38: Welche Rolle spinnen Private Markets bei der Stadtsparkasse Wedel?

00:09:41: Durchaus eine große also.

00:09:43: wir bieten es auf jeden Fall mit an in Versicherungslösungen Und das wird auch gut angenommen.

00:09:49: Es aber eher für dann sage ich mal für Kunden die jetzt noch nicht ü... Sieben oder acht Sicherheit sind aufgrund der Laufzeit.

00:09:57: ganz klar.

00:09:58: Aber wer jetzt sage ich mal noch berufstätig ist und vermögen hat, das versteht dass es langfristig Allokation eine gute Alternative ist, ist da durchaus als Beimischung auch wieder ums Satelliten technisch gerne dann dabei.

00:10:13: Nicole wenn ich dich einen Tag lang mal begleiten würde bei deiner Arbeit womit würdest du vermutlich mehr Zeit verbringen als ich so erwarte?

00:10:20: Mit Kunden Gesprächen weil ich bin tatsächlich in der Regel zwischen Drei bis fünf Kundengespräch pro Tag, die meistens so eineinhalb Stunden benötigen.

00:10:31: Face-to-face oder auch remote?

00:10:32: Überwiegend face to face.

00:10:34: ich denke mal das liegt aber an der Sparkassenstruktur auch weil dir ja sehr örtlich verbunden ist.

00:10:39: halt Das wäre jetzt sage ich mal seinerzeit bei den Gusser anders gewesen.

00:10:44: Aber jetzt Sparkasse aktuell ist es wirklich face to phase.

00:10:47: Und wie viel Kunden betreust du insgesamt?

00:10:50: Laut meinem Chef zu viele.

00:10:52: Aber du sagst, da geht noch was?

00:10:53: Ja ist

00:10:53: immer eine Frage vom Umfang halt.

00:10:55: Und dadurch dass es Familienverbünde sind, sind man auch die Eltern oder nur die Kinder und das geht dann in der Familie weiter.

00:11:02: also auch das ist unterschiedlich aber es sind über drei Hundert.

00:11:06: Aber macht man da beim Großteil von deinen Kunden Einmal im Jahr so ein Update-Gespräch oder ist das schon so, dass das mehr wird?

00:11:13: Und keine Ahnung.

00:11:13: Die lesen dann in der FAZ am Sonntag oder FAS am Sonnentag KI jetzt ein großes Ding und rufen Montag an und sagen, warum haben wir denn eigentlich nicht mehr ein Video im Portfolio?

00:11:21: Auch das ist sehr vom Kundenabhängig aber einer Regel kommt da sehr wenig.

00:11:25: auch in aktuellen Zeiten sind wir erstaunt wie ruhig unsere Kunden tatsächlich bleiben Und wir schieben es einfach dadurch, dass wir sie gut vorbereiten und ein gutes Konzept bearbeitet haben.

00:11:35: So dass Sie's verstanden haben wie sie investiert haben was sie investierte haben und wenn Themen sind dann sprechen wir das natürlich aktuell an.

00:11:43: ich persönlich mache mit den Kunden sehr viel in Aktienanleihen wo viele vorzeitige Fälligkeiten halt haben und bei jedem Gespräch der vorzeitigen Fälligkeit und wieder Anlage ergibt sich für mich dann immer wieder auch ein aktuellen Blick aufs Depot zu machen und zu gucken, passt das noch?

00:12:02: Ist es noch das?

00:12:03: Was nachjustieren hat eine andere Situation gegeben.

00:12:06: Von daher kann man nicht unbedingt von jährlichen Anlagen oder Depotgesprächen sprechen sondern durch viele Fälligkeiten sieht man sich häufiger und justiert im Prinzip mit.

00:12:18: oder der Kunde sagt Mensch!

00:12:19: Eltern, ich möchte meinem Kindesgeld geben für ein Immobilienerwerb und dann wird dementsprechend nachjustiert oder ist angepasst.

00:12:26: Jetzt ist das ja so.

00:12:27: der Idealfall den du auch schilderst jetzt mal als entweder Oder-Frage formuliert wer ist dir denn lieber?

00:12:34: Der, der jede Woche nachfragt und das alles beäugt und bewertet oder der, der sich vielleicht nie meldet um wo du denkst oh Gott!

00:12:42: Ich muss jetzt eigentlich das ganze Vermögen von dem managen und das interessiert ihn eigentlich gar nicht.

00:12:48: Auch da macht es der gesunde Mix.

00:12:50: Ja, aber wenn du jetzt zu beiden Fälle hast?

00:12:52: Dann

00:12:52: durchaus die Erste.

00:12:53: Das macht mehr Spaß.

00:12:54: Ah okay!

00:12:55: Weil er ist informiert und interessiert sich dafür... ...und dann ist ein schöner Austausch.

00:13:01: Da das macht dann Spass.

00:13:02: Wie viele Leute seid ihr dabei?

00:13:03: bei euch im Private Banking bei der Stadtsparkhasse Wedel?

00:13:05: Dadurch dass wir die kleinsten Sparkhasse in Schleswig-Holstein sind... ...sind wir sehr aktive vier Kollegen.

00:13:12: Ja.

00:13:12: Da ist

00:13:14: man auch beschäftigt.

00:13:15: Und worüber diskutiert hier im Team gerade am Intensivsten?

00:13:18: Gibt's so nicht.

00:13:18: Also ist es ruhig, also erstaunlich ruhig?

00:13:21: Es gibt keine übergeordneten Themen wo man jetzt sagt wie integrieren wir KI bei uns in die Arbeit oder irgendwie so...

00:13:27: Nein!

00:13:28: Spielt das eine Rolle bei euch im Arbeitsalltag?

00:13:30: Wenig.

00:13:31: Ok.

00:13:32: Nicole wenn du für einen Monat nur eine einzige Informationsquelle nutzen dürftest ja welche wäre das?

00:13:39: Das Internet?

00:13:40: natürlich

00:13:41: Ja ok, also ihr hättet kein Bloomberg oder so.

00:13:43: Nee,

00:13:43: also ich ziehe die Informationen einfach aus ganz vielen verschiedenen Medien.

00:13:47: Durch Newsletter durch Webinare, durch Print... Ich bin da sehr sauge sehr vieles dann auf und zieh mir dann die entsprechenden Sachen daraus.

00:13:57: Wenn du jetzt schon so viele hunderte oder wahrscheinlich sind es ja dann schon tausende Gespräche geführt hast, mit Kunden woran merkst du denn nach fünf Minuten Gespräch ob ein Kunde jetzt wirklich Risiko verträgt?

00:14:06: Oder ob er's nur behauptet.

00:14:07: Ich meine das ist immer leichter hergesagt.

00:14:09: wie viel Dwarven hält man aus wenn es mal rappelt?

00:14:12: und da sagt man aber in einer guten Phase mehr als wahrscheinlich dann am Ende wenn es wirklich mal soweit ist.

00:14:17: also wie merkst Du das mit Kunden?

00:14:19: Ja aufgrund!

00:14:20: deren Reaktion, ob er es seinerzeit verstanden hat oder wer die Entscheidung ja auch getroffen hat.

00:14:26: Hat der Kunde sie selber gestoffen?

00:14:28: Hat der kunde die Sachen geerbt und hat eigentlich gar keine Ahnung?

00:14:31: Oder habe ich als Berater dem Kunden zu etwas geraten und er ist jetzt dann damit unglücklich oder glücklich je nachdem gibt ja beide Seiten.

00:14:41: Da muss man einfach differenzieren, was der Ausgangspunkt dementsprechend halt war und da dann ihn abholen letztendlich.

00:14:48: Merkst du?

00:14:49: Wenn wir auch über Internet sprechen, über KI-Sprechen und

00:14:52: Co.,

00:14:52: dass Kunden heute schon mit einer vorgefertigter Meinung zu dir kommen?

00:14:56: also ich sag mal so ein bisschen wie ein Patient auch draußen mit einer Diagnose schon zum Arzt geht und sagt ja ChatGPT sagt könnte Koi Schusten sein und ich habe schon Symptome X oder Y geteckt das die eigentlich schon sehr zu dir kommt gar nicht mehr so viel Beratung suchen, sondern eigentlich schon mit einer vorgefertigten Meinung durch die Tür kommen?

00:15:11: Genau.

00:15:11: Das auf jeden Fall ist aber eher bei den jüngeren Kunden ab zwanzig bis Eintritt Rentenalter, die sich dann da durchaus schon informieren.

00:15:24: Aber auch bei denen ist es dann oft so, wo ich dann sage, dann guck einfach mal in das Produkt rein.

00:15:29: Weil sie einfach nur ein Schlagwort eingegeben haben, wissen ja nicht wie sie KI füttern sollen um die entsprechende Antwort zu bekommen.

00:15:36: und dann kommt das eine oder andere Mal das AHA-Erlebnis und sagen dann oh das wollte ich eigentlich gar nicht.

00:15:41: Und da ist halt auch unser Ansatz wieder der Beratung und der Aufklärung.

00:15:45: Und dann findet man entweder ihr wollt das, was du rausgesucht hast.

00:15:48: Ist superklasse oder es kommt daraus?

00:15:51: Oh nee!

00:15:51: Das wollte ich ja gar nicht.

00:15:52: und dann sucht man eine Alternative, was dann aber trotzdem zum Kunden passen.

00:15:55: Aber du nimmst das erst mal sportlich wenn Kunde so ankommt und nimmts das nicht schon so.

00:15:59: Ja jetzt kommt der wieder mit irgendeinen

00:16:01: Nein überhaupt nicht nein gar nicht um.

00:16:03: wie oft würdest Du sagen jetzt Mal von hundert Kunden gesehen?

00:16:06: Wie Oft ist Man Als Berater eher Übersetzer und wie oft Ich Sag Mal Eher Widerspruchspartner.

00:16:10: also wann musst Du Dinge erklären, einordnen Kontext liefern.

00:16:15: Und wie oft musst du vielleicht nochmal sagen ja lieber Kunde alles gut und schön aber das passt überhaupt nicht in deinen Setup rein.

00:16:20: oder ist nicht deine Idee die Du hast an Rendite oder ähnliches vertretbar?

00:16:24: Da würde ich sagen überwiegt auf jeden Fall das Aufklärende weil aufgrund der Kundenstruktur die überwiegend älter ist einfach die Angst etwa vom Thema Wertpapier Egal, wie es nun geartet ist.

00:16:35: Erst mal die Angst davor genommen werden muss und da ganz viel Aufklärungsarbeit erst einmal geleistet werden darf letztendlich um ihn dafür zu begeistern aufzuzeigen Mensch Es kann doch klappen und funktionieren und das Vertrauen zu wecken Dann wird mit kleinen Beträgen vielleicht mal angefangen dann läuft es positiv dann gibt's einen positiven Wiederholungseffekt.

00:16:55: idealerweise

00:16:57: Wenn du jetzt sagst, läuft positiv sind das ja dann gute Börsenphasen.

00:17:00: Jetzt mal so gemeint wie würdest du denn sagen?

00:17:02: Ich meine am Ende ist es auch hast du gesagt ein People-Business.

00:17:04: Es geht um die menschliche Beziehung zueinander.

00:17:07: Ist Vertrauen in der Beratung etwas was vor allen Dingen ich sage mal einen guten Marktfasen entsteht?

00:17:12: oder wird das eigentlich erst dann sichtbar wenn's an einer Börse mal ungemütlich wird?

00:17:16: Auch da würde ich sagen sowohl als auch und ich denke mal gerade was ich vorhin schon sagte unsere Kunden sind im Moment wirklich sehr ruhig, also wenn die Tagesschau Börse vor acht bringt und die Kurse runtergehen klingeln nicht am nächsten Tag bei uns die Telefone.

00:17:31: Und ich habe hektische oder panische Kunden.

00:17:34: es passiert nichts.

00:17:35: sie bleiben ruhig auch als das mit den Zöllen war die Börsen massiv runtergegangen ist.

00:17:41: Es war ruhig und das denke ich mal ist das Thema Vertrauen Aufklärung Konzepte arbeiten und weswegen wir da einfach ein gutes Standing bei unseren Kunden haben.

00:17:51: Jetzt bist du ja im Private Banking sehr nah an den ganzen Kunden ran.

00:17:54: Du kennst die Familien mit Unterstehender ja auch Themen wie Nachfolge drin etc.

00:17:58: Was machten für dich aus einem langjährigen Kunden irgendwann mehr als nur einen Kunden?

00:18:03: Also hat man auch zu Kunden irgendwann, dass man ein Stück weit Teil der Familie ist?

00:18:07: Ja auf jeden Fall kenne ich viele Familieninterner.

00:18:11: Ich weiß wo sie Urlaub machen was sie für Ansichten haben Wie es den Enkelkindern geht Welche Schulen die besuchen, welche Hobbys

00:18:20: machen?

00:18:20: Das ist aber auch nett.

00:18:22: Auf jeden Fall definitiv!

00:18:23: Nicole vielen Dank für die Einblicke in deine Arbeit oder wie das bei euch funktioniert und dir weiter noch gute Anlageideen.

00:18:31: Vielen Dank.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.