„Man muss irgendwo hinwollen“: Almut Sonnhalter über den Sprung ins eigene Family Office
Shownotes
Almut Sonnhalter ist Juristin, Certified Financial Plannerin und inzwischen Unternehmerin. Gemeinsam mit vier Partnern hat sie das Family Office Aequitas gegründet. Der Weg dorthin führte sie aus dem klassischen Private Banking zunächst in ein Family Office und schließlich in die Selbstständigkeit.
Mit Malte Dreher spricht sie darüber, warum Gestaltungsfreiheit für sie mit zunehmender Berufserfahrung wichtiger wurde und warum sie die Gründung heute gar nicht mehr als großes Wagnis empfindet.
Es geht außerdem um die besonderen Anforderungen großer Familienvermögen: Wie verändert sich Beratung, wenn es nicht mehr primär um Vermögensaufbau, sondern um Vermögenssicherung und den Übergang auf kommende Generationen geht? Welche Rolle spielen Private Equity, Venture Capital und andere alternative Anlagen? Und warum gewichtet Sonnhalter eine funktionierende Familie sogar höher als das perfekt strukturierte Portfolio?
Und natürlich geht es um Aequitas selbst: fünf geschäftsführende Gesellschafter, fünf unterschiedliche Persönlichkeiten und fünfmal 20 Prozent. Wie funktioniert das in der Praxis? Und was empfiehlt Sonnhalter Beraterinnen und Beratern, die selbst mit dem Gedanken spielen, sich unabhängig zu machen?
Was nehmen Hörer dieser Folge mit?
Warum der Wechsel von der Bank ins Family Office für Almut Sonnhalter der entscheidende Schritt hin zu mehr unternehmerischer Freiheit war und weshalb die Gründung von Aequitas danach gar nicht mehr so groß erschien.
Sicherheit oder Gestaltungsfreiheit? Sonnhalter erklärt, welche Frage sich Berater stellen sollten, wenn sie über Selbstständigkeit nachdenken und warum ein sauber kalkuliertes Risiko etwas anderes ist als ein Wagnis.
Was sich bei 10, 20 oder 30 Millionen Euro Vermögen verändert. Statt Vermögensaufbau rücken Vermögenssicherung, Nachfolge und der Erhalt über Generationen in den Vordergrund.
Warum bei großen Familienvermögen die Familie wichtiger sein kann als das Portfolio. Sonnhalter spricht über Family Governance, Familiendynamiken und ihre Rolle als Brückenbauerin zwischen Generationen.
Wie ihre zwei beruflichen „Brillen“ funktionieren: Die Juristin denkt an Erbfall, Scheidung, Haftung und Vorsorge, die Certified Financial Plannerin betrachtet Vermögen und Lebensplanung als Ganzes.
Wie fünf gleichberechtigte Gesellschafter ein Family Office führen. Bei Aequitas hält jeder 20 Prozent, Kunden werden eigenverantwortlich betreut, Unternehmensentscheidungen dagegen gemeinsam getroffen.
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00:00:01: Also fragt ich, möchte ich Sicherheit oder möchte gestaltungsfeuert haben?
00:00:07: Und dann auch schauen wo kann ich am besten meine Beratungsphilosophie umsetzen was das Beste für meine Mandanten und Kunden.
00:00:16: Das unternehmerische Denken wurde viel stärker weil man einfach selbst verantwortlicher gehandelt hat.
00:00:22: Daher war der Schritt von Welfgate zu Equitas gar nicht mehr so weit.
00:00:32: Dass man das schafft, ist vor zwanzig Jahren auch noch nicht da gewesen.
00:00:46: Risiko-Hinweis Die Inhalte dieses Podcasts beinhalten keine Kaufempfehlungen sondern dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung.
00:00:53: Es handelt sich dabei um keine Anlageberatung.
00:00:55: Und jetzt geht's los.
00:00:57: Moin Christoph
00:00:58: Hey Malta Ja, die kenne ich.
00:01:03: Almut war lange bei der Weiser Privatbank ist dann gewechselt in das Family of Swalesgate und hat sich jüngst mit vier Partnern und Partnerinnen selbstständig gemacht und das Family Office Equitys gegründet.
00:01:18: Sehr schön!
00:01:19: Und worüber habt ihr gesprochen?
00:01:20: Wir haben einmal so ein bisschen über ihre eigene Karriere gesprochen.
00:01:23: sie ist studierte Juristin aber gleichzeitig eben auch CFP also bringt auch ein tiefes Finanz Know-how mit.
00:01:30: und wir haben darüber gesprochen Wann wirkt sich quasi die juristische Allmut im Geschäft aus?
00:01:36: Wann die CFP-Allmut.
00:01:37: Und wir haben natürlich so ein bisschen darüber gesprochen, ist es ein Stück ein Wagnerstich selbstständig zu machen?
00:01:43: Ich finde ja jemand der zwanzig ist und sagt ich werde mich jetzt selbständig machen.
00:01:46: das find' ich wahnsinnig mutig Der hat allerdings auch nicht viel zu verlieren.
00:01:49: Andere haben mit zwanziger noch so ein bißchen Angst oder wollen erstmal den Standardweg eines Angestellten gehen wie sie eben auch.
00:01:56: Und wir sprechen davon, wann man eben meint jetzt ist der Punkt erreicht wo ich mich selbstständig machen möchte und das hat sie auch noch getan mit vier Partnern und jeder der Partner an dem Family Office hält auch noch zwanzig Prozent.
00:02:07: also die leben selber auch eine eher ja ein familiären unternehmerischen Angang.
00:02:14: und dass es sicherlich auch spannend war ja Partner das sehen wir hier in unserem eigenen kleinen Kreis Tickt mitunter ja ganz anders.
00:02:21: Ja, ist auch schön dass sie dann auch so unternehmerisch tätig ist und dadurch das die dann ja wahrscheinlich auch Geld von Unternehmern verwaltet und sowas ist.
00:02:26: natürlich hat man auch noch mal eine andere Augenhöhe auch drin oder ein anderes Verständnis dafür?
00:02:30: Ganz genau!
00:02:30: Und es ist im wahrsten Sinne des Wortes immer dieses Skin in the Game.
00:02:33: Glaubst du denn, dass sich noch mehr selbständig machen werden in der Brunnreise?
00:02:38: Dass das immer mehr kleine Gründungen gibt und immer weniger Angestellte?
00:02:41: Schwierig ich glaube es gibt beides.
00:02:43: Ich glaube ja da gibt kleinere Einheiten, kleinere Familienoffice, kleine Vermögensverwaltungseinheiten.
00:02:49: Aber im Großen und Ganzen glaube ich, ist die Regulatorik schon schmerzhaft für so kleine Einheiten.
00:02:55: Und du musst natürlich auch erfolgreich in eine Skalierung kommen.
00:02:59: Du musst sagen, ich möchte auch mal Urlaub haben!
00:03:01: Ich möchte mich nicht um das Backend kümmern – nicht über IT oder Finanzen und Geldwäsche Themen.
00:03:07: Ich glaube es sind schon schmutzige Themen.
00:03:09: Andererseits kann die KI sicherlich auch helfen unter ein bisschen... Das vereint Wachen mitunter, was die Prozesse angeht.
00:03:15: Andererseits glaube ich wer sich selbstständig machen möchte der macht es nach wie vor und das mit großer Freude.
00:03:19: Wenn ihr euch selbstständigt gemacht habt in eurem Segment in der Finanzbranche dann meldet euch auch gerne bei uns, weil wir würden immer gerne wissen Wie lief das so?
00:03:27: Was hätte man vielleicht gerne vorher gewusst?
00:03:28: wäre sie ein interessante Partner mit dem man zusammenarbeiten kann?
00:03:30: Man muss ja heutzutage auch Gott sei Dank nicht mehr alles selber machen.
00:03:33: dass ist ja auch etwas was sich sehr viel verändert hat.
00:03:35: Ganz genau gibt uns fünf Sterne bitte damit wir weiterhin mit den Almuts und den Unternehmern dieser Szene sprechen können, wir wünschen euch jetzt gute Unterhaltung.
00:03:53: Almut du hast ein paar Jahre bei der Walser Privatbank gearbeitet?
00:03:56: Du warst sieben Jahre bei World's Gate einem Family Office angestellt und jetzt hast du den Sprunk in die Selbstständigkeit gewagt.
00:04:04: ist wagen das richtige Wort?
00:04:06: Wagen ja hat ja hört sich immer nach Riscantin oder Risiko dass ich nicht so
00:04:13: kommt von wagen ist also eigentlich
00:04:14: Ja
00:04:15: das ist erst mal ist es ja ein toller Schritt oder
00:04:17: genau?
00:04:18: Also ich bin auch stolz darauf und Wagen hätte das vielleicht vor sieben Jahren bedeutet, als ich zu Welfgate gegangen bin.
00:04:26: Das war für mich damals auch schon ein riesiger Schritt aus dieser Bankenstruktur auszubrechen und in eine ja unabhängigere Beratung zu wechseln.
00:04:37: aber schon dort konnte ich eigentlich die Unternehmerseite kennenlernen.
00:04:41: dass unternehmerische Denken wurde viel stärker weil man einfach selbst verantwortlicher gehandelt hat.
00:04:47: Und daher war dann der Schritt von Welfgate zu Equitas, der war gar nicht mehr so weit.
00:04:54: Das heißt aber im Umkehrschluss die junge Almut, die Bankerin, die kam erstmal mit Strukturen ganz gut klar?
00:05:00: Genau!
00:05:01: Hat denn auch gemerkt dass es ja auch unternehmerische Freiheiten gibt und das man sich damit auch eigene Strukture schaffen kann?
00:05:07: Genau für mich war das Thema Selbstständigkeit da stand anfänglich nie zur Debatte.
00:05:12: ich habe mich in den Strukturnen zurechtgefunden und wohl gefühlt.
00:05:19: Man wird ja auch selbstbewusster mit der Zeit und entwickelte Selbstverständnis.
00:05:24: Und eigene Werte, die man in der Beratung leben möchte.
00:05:29: Dann nimmt man immer mehr die Grenzen wahr, die es eben in einer Bank zum Beispiel gibt.
00:05:34: Da habe ich mich immer mehr daraus befreit erst über das Family-Office.
00:05:39: Jetzt haben wir eigentlich die Leitplanken gelegt mit der Gründung von Equitas dass man so oder ich so beraten kann, wie ich es für richtig halte.
00:05:48: Du hast dich mit vier Kollegen und Kolleginnen selbstständig gemacht?
00:05:52: Genau.
00:05:52: Weißt du selber noch dein ganz persönlichen Moment, wo du gesagt hast das möchte ich machen?
00:05:58: Ja da muss sich vorweg sagen, dass man sich mit diesem Thema schon öfter auseinandergesetzt hat während der Zeit im Family Office.
00:06:07: Das kamen schon immer mal wieder hoch.
00:06:09: aber so richtig hat der Mut gefehlt.
00:06:11: Da wieder das Thema Wagnis riskant.
00:06:14: Das war immer noch im Hinterkopf und der Anlass war tatsächlich.
00:06:19: eine andere Person, und zwar ein Kollege Thomas Scheunert hat irgendwann diesen Schritt gewählt und gesagt, ich mache es jetzt.
00:06:27: zu diesem Zeitpunkt hatten wir untereinander nie darüber gesprochen.
00:06:31: aber dann festgestellt jeder für sich Moment mal jeder von uns hatte sich damit schon einmal auseinander gesetzt.
00:06:38: Dann haben wir einfach den Mut gehabt das anzusprechen untereinander und haben gesagt, Moment mal lass uns mal hinsetzen.
00:06:47: Wir sind ein gut funktionierendes Team, wir haben immer gut zusammengearbeitet.
00:06:52: Wir haben die gleichen Werte und es ist doch viel besser.
00:06:56: Zusammen sind wir doch viel stärker als jemand alleine so ein bisschen in dem Sinne einer für alle alle für einen ja.
00:07:03: und dann ging's los.
00:07:04: Das war die Entscheidung.
00:07:05: Und dann gibt es noch einen ganz speziellen Moment, das Ganze ist ja ein Gründungsprozess der viel Arbeit erfordert und da nicht nur Online-Meeting, sondern man muss sich auch mal persönlich zusammensetzen.
00:07:18: und das geschah natürlich immer an den Wochenenden.
00:07:21: und dann hat man immer überlegt wo trifft man sich eigentlich?
00:07:24: Die einen kommen aus Stuttgart, die anderen aus Schwierbischal wie aus Düsseldorf.
00:07:28: und dann haben wir uns strategisch in der Mitte an einer Raststätte getroffen Haben uns da immer eine ruhige Ecke gesucht.
00:07:37: Und dieses erste Treffen, da ging es erst mal darum, sollen wir das machen zusammen?
00:07:43: Da saßen wir in einer ganz ruhigen Ecke auf einer riesigen Raststätte, niemand anderes war dort.
00:07:48: und plötzlich hör ich meinen Namen.
00:07:51: Das stand einmal meiner größten Mandantin die aus dem Hohen Norden kommt.
00:07:55: Zufällig der Mitte von Deutschland.
00:07:57: In Frankfurt
00:07:57: anerastete genau und fragte mich was ich da mache.
00:08:01: Das konnte ich natürlich nicht sagen, aber wir guckten alle und haben dann irgendwie gesagt das ist ein Zeichen.
00:08:10: Du hast gesagt dass man selbst bewusster geworden ist über die Jahre auch durch Erfahrung und viel Praxis sprichst aber trotzdem noch von dem Mut und dem Wagen sich selbstständig zu machen.
00:08:23: was macht das denn?
00:08:24: Weil am Ende hat man es natürlich recht bequem im angestellten Verhältnis.
00:08:29: Man darf krank werden.
00:08:30: in Anführungsstrichen Das Geld kommt idealerweise zum Ende des Monats aufs Konto.
00:08:34: Da sind ja alles Themen, die man in der Selbstständigkeit zumindest sich mal fragen darf, wird das denn so bleiben?
00:08:41: Oder anders bist du mit wahrscheinlich einem... Du hast Ersparnisse.
00:08:46: und also wer ist vor zwanzig Jahren deutlich mutiger gewesen, sich selbstständig zu machen?
00:08:50: Absolut!
00:08:51: Vor zwanziger Jahren war natürlich ist da die finanzielle Basis noch nicht da.
00:08:55: auch dass Selbstvertrauen ist natürlich ein anderes.
00:09:00: Das Vertrauen darin, dass man das schafft... ...das ist vor zwanzig Jahren auch noch nicht da gewesen.
00:09:06: Aber ja die Basis ist jetzt da!
00:09:10: Man kann das machen.
00:09:11: ich habe natürlich vorgesorgt und wir wissen ja auch Wir kennen das Geschäftsmodell.
00:09:16: Wir wissen ja wie die Ertragslage aussieht Wie sich so etwas entwickelt?
00:09:21: Wir haben ganz starke lang gewachsene Kundenbeziehungen.
00:09:26: Das haben wir schon alles kalkuliert.
00:09:29: Studierte Juristin, hast eine Banklehre gemacht bis Certified Financial Plannerin.
00:09:35: Wo hilft dir in dem Gründungsprozess aber auch ganz normal in deinem praktischen Alltag?
00:09:40: Die juristische Brille und wo eher die Finanzplanerin allmut?
00:09:43: Okay,
00:09:44: die juristischer Brille ist tatsächlich immer da.
00:09:47: das hat man dann irgendwie im Blut wenn das Studium gemacht hat.
00:09:52: Das ist bei mir wie so ein kleines Frühwarnsystem, was ich im Kopf hab.
00:09:56: Also wenn ich mir zum Beispiel einen Reporting anschaue oder die Gesamtvermögenstruktur dann kommen auch immer gleich die Fragen.
00:10:06: Was ist bei Scheidung?
00:10:08: Was ist im Erbfall?
00:10:11: Wenn der Unternehmer in die Haftung kommt.
00:10:14: also es geht da bei der juristischen Brille eher um... Sicherheit und Vorsorge und Struktur.
00:10:22: Ja, also die ist eher die Brille eines einer Controllerin oder eines Risikomanagers?
00:10:27: Ja genau!
00:10:29: Die
00:10:31: guckt selten nach oben.
00:10:33: Und die finanzplanerische Brille hilft mir dabei das Vermögen in der Gesamtstruktur zu sehen.
00:10:42: Also zum Beispiel das Depot, ein Depot kann ja für sich allein gut gestreut sein aber in der Gesamtvermögenstruktur einen Klumpenrisiko darstellen oder dass man klumpen Risiken auf der Immobilienseite feststellt.
00:10:55: also da und das Ganze auch im Kontext der Lebensplanung des Kunden zu sehen Das ist so die andere Brille.
00:11:02: Spricht man mit Family-Office kommt immer ganz
00:11:05: oft
00:11:06: das Wort Family Governance Weil es nützt ja nicht das schönste und breit diversifizierteste Vermögen zu haben, wenn die Familienkarte, wenn du so willst, nicht wirklich funktioniert.
00:11:18: Mit anderen Worten wie würdest du denn diese beiden Phänomene einmal das Vermögenselbst und einmal die Familie ein Stück weit gewichten?
00:11:25: Eigentlich die Familie muss würde ich höher gewichten.
00:11:29: Das ist das Wichtigste, dass das funktioniert.
00:11:32: Auch da bin ich wieder auf der juristischen Seite.
00:11:36: wenn man Familiendynamiken nicht unterschätzen was kann alles passieren?
00:11:41: Das ist schon ganz wichtig und ich baue Brücken über die Generation hinweg, aber auch auf einer Ebene untereinander.
00:11:51: Das ist ganz wichtig, dass das funktioniert.
00:11:54: Das vermögen Sie ich dann eher?
00:11:56: Das ist natürlich unsere Kernkompetenz und aus der Ecke komme ich – aus der Portfoliestrukturierung.
00:12:03: Aber das sehe ich dann erzweitrangig!
00:12:05: Was unterscheidet denn einen klassischen Private Banking-Kunden wie du sie früher gehabt hast von einem Kunden, der heute mit einem großen Zweistellig Millionen Betrag einem liquiden Vermögen von zehn, zwanzig, dreißig Millionen um die Ecke kommt.
00:12:19: Also in erster Linie oder als erstes schon mal das Ziel ein klassischer Private Banking Kunde ist ein Kunde der Bautvermögen auf, der möchte vielleicht je nach Risiko Einordnung auch eine Überperformance erreichen.
00:12:36: Der denkt an die Altersvorsorge.
00:12:39: Ein Kunde, der dann im zweistelligen Millionen Bereich ist, Auf der Stufe, dass es ihnen um Vermögenssicherung geht und auch über Generationen hinweg.
00:12:53: Da sehe ich unterschiedliche Ziele aber natürlich auch in der Produktstruktur.
00:13:01: Also ein Klassischer Private Banking Kundel, der in den liquiden Assets investiert.
00:13:06: Anleihen, Aktien, Rohstoffe, ETC... Ein sehr vermögender Kunde, da geht es dann natürlich auch schon in alternative Investmentforms.
00:13:16: Private Equity, Venture Capital, Private Placements – das wird immer wichtiger!
00:13:24: Macht dir eine breitere Gravitatur zwangsläufig auch mehr Spaß?
00:13:29: Natürlich!
00:13:29: Automatisch lernt man da auch immer wieder dazu, weil's ist ja ständig im Wandel Es sind neue Aufgaben.
00:13:37: Das andere ist natürlich etwas, das macht zwar auch Spaß aber das hat man schon immer gemacht.
00:13:41: Was würdest du Berater und Beraterinnen empfehlen die ja die zumindest auch manchmal sich fragen Mensch sollt ich mich selbstständig machen?
00:13:50: Also als erstes würde ich sagen die Frage nach dem warum also frag dich möchte ich Sicherheit oder möchte gestaltungsfeuert haben Und dann auch schauen, wo kann ich am besten meine Beratungsphilosophie umsetzen?
00:14:07: Was ist das Beste für meine Mandanten und Kunden.
00:14:10: Als Zweites würde ich sagen, analysiere das Risiko aber lasse dich nicht von der Angst lämen!
00:14:17: Also mach einen Businessplan für die nächsten zwei Jahre oder achtzehn Monate... ...und als drittes würde ich dann sagen haben Mut zu springen.
00:14:27: Muss man irgendwo hinwollen?
00:14:31: oder weg wollen.
00:14:32: Man muss irgendwo hinwollen, man darf nie in den Rückspiegel schauen sondern nach vorne.
00:14:37: Lass uns über die Equitas sprechen!
00:14:39: Ihr seid jetzt fünf geschäftsführende Gesellschafter.
00:14:43: wie verteilt ihr die Rollen und wie könnt ihr da zusammenfinden wenn es auch mal unterschiedliche Meinungen geben sollte?
00:14:49: Ja also den Namen Equitas haben wir uns ganz bewusst ausgesucht.
00:14:54: Wir haben uns wirklich hingesetzt und gesagt warum machen wir das eigentlich?
00:14:58: was ist uns wichtig Und was einnimmt uns?
00:15:02: Das waren eben gemeinsame Werte.
00:15:05: Da haben wir dann einen schönen Begriff dafür gesucht und AdVitas, das hört sich auch ganz gut an, aber uns war Gerechtigkeit, Fairness, Transparenz – das ist uns wichtig!
00:15:16: Die Frage ging jetzt eher in Richtung, musst du mir noch mal helfen?
00:15:22: war ein schwieriger Prozess.
00:15:24: Erst mal.
00:15:25: es hat sehr viel rechtliche Beratung erfordert, also wir haben einen sehr umfangreichen Gesellschaftsvertrag in dem alle Möglichkeiten berücksichtigt werden wahrscheinlich weil wir auch Finanzplaner sind.
00:15:37: Zweitens haben wir natürlich Aufgabenbereiche festgelegt und Jeder hat natürlich eine gewisse Selbstverantwortung und handelt in seinem Umgang mit Kunden absolut autonom und frei.
00:15:50: Aber was die Gesamtfirma betrifft, treffen wir Entscheidungen gemeinsam.
00:15:54: Wir sind fünf.
00:15:56: Wir haben bewusst fünf Gesellschafter genommen weil wir die Entscheidung mit der einfachen Mehrheit treffen Und das haben wir jetzt auch schon öfter gehabt.
00:16:06: Das funktioniert gut.
00:16:07: Hält jeder zwanzig Prozent?
00:16:09: Ja, wir sind gleichbeteilig.
00:16:10: Wirklich?
00:16:11: Deswegen heißen wir Äquitas.
00:16:12: Verrückt!
00:16:14: Also... ja.
00:16:17: Zwanzig Prozent, fünf Gleiche alles klar.
00:16:20: aber wenn ihr es mit komplexen Familienvermögen zu tun habt dann denke ich kriegt man das in der Gruppe von fünf geregelt.
00:16:26: Nimm uns doch mal mit in dein Team.
00:16:27: Sind das denn alle Prachtfinken für sich?
00:16:31: Der
00:16:31: K.O.,
00:16:32: die prozessuale, der kreative, die strukturierte oder kommt ihr so alle aus einem?
00:16:39: Also bei uns sind alle Farbtypen vorhanden.
00:16:43: Absolut unterschiedliche Persönlichkeiten auf der einen Seite, auf der anderen Seite vereint uns aber auch eine Sache und das ist ja eben unser Wertesystem.
00:16:53: Und wir haben den Controller, wir haben Den kreativen, chaot will ich gar nicht so sagen, Aber ein bisschen Chaos gehört
00:17:00: ja auch dazu.
00:17:02: Genau Genialität gehört auch dazu und Wir ergänzen uns perfekt in der Farbskala.
00:17:07: Wo bist du denn?
00:17:08: In der farbe?
00:17:09: Ich bin rot-grün.
00:17:12: Rot ist emotional und grün ist so der Typ.
00:17:16: Rücksicht nehmen, teamfähig sein... Da bin ich drin wobei!
00:17:21: Ich habe ja schon öfter diese Schulungen gemacht.
00:17:24: Aber einmal alle vier Farben gefiertelt gehabt.
00:17:27: Also ich glaube das kann sich auch ändern.
00:17:30: Was ist deine Stärke im empathischen oder die grüne Farbe in der Beratung von Kunden?
00:17:36: Wann braucht man sie?
00:17:37: Man braucht sie nicht.
00:17:38: Man hat sie ja wenn man Empathie hat Wenn man den Kunden versteht und seine Situation versteht, es geht ja ganz oft gar nicht nur um das Depot an sich sondern um alles rundherum.
00:17:52: Und den Kunden verstehen – ganz oft ist man ja schon fast Teil der Familie so tief ist man da drin.
00:17:59: Vielen Dank für das Gespräch liebe Almut!
00:18:01: Gerne.
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